Neheimer Robin Mues freut sich auf neue Herausforderung

Richtet den Blick nach vorne: Robin Mues (Mitte), Kapitän der B-Junioren des SC Neheim, im Spiel gegen den FC Eintracht Rheine.
Richtet den Blick nach vorne: Robin Mues (Mitte), Kapitän der B-Junioren des SC Neheim, im Spiel gegen den FC Eintracht Rheine.
Foto: Privat
Im Gespräch mit unserer Lokalsportredaktion lässt Kapitän Robin Mues (17), der aus Olsberg stammt, die Saison noch einmal Revue passieren.

Neheim..  Die B-Jugend-Fußballer des SC Neheim sind in der vergangenen Spielzeit von der Landes- in die Bezirksliga abgestiegen. Im Gespräch mit unserer Lokalsportredaktion ließ Kapitän Robin Mues (17), der aus Olsberg stammt, die Saison noch einmal Revue passieren. Der technisch versierte Führungsspieler, der Schüler des Berufskollegs Olsberg ist, äußerte sich darüber hinaus über seine Zukunft in der A-Jugend-Landesliga.

Herr Mues, wie fühlen Sie sich nach dieser langen und am Ende enttäuschenden Saison?

Dass es letztendlich nicht mit dem Klassenerhalt geklappt hat, ist selbstverständlich alles andere als schön. Das ganze Team war hart getroffen, besonders leid tut es mir für die kommende B-Jugend, die sich nun mit der Bezirksliga zufrieden geben muss. Trotzdem hatten wir auch Erfolgserlebnisse und viel Spaß in diesem Jahr. Jetzt wird es Zeit, nach vorne zu schauen und sich auf die neue Saison vorzubereiten.

Vier Spieltage vor Schluss sah es noch gut aus für Sie und ihre Mannschaft. Es fehlten drei Punkte zum sicheren Klassenerhalt. Wieso hat es dafür am Ende nicht gereicht?

Aus den letzten fünf Spielen haben wir immerhin zwölf Punkte geholt. Woran es letztendlich scheiterte, ist schwer zu sagen. Zum einen hatten wir in der Rückrunde viele Ausfälle oder haben zumindest mit angeschlagenen Spielern auskommen müssen. Zum anderen haben wir gerade in den letzten Spielen wichtige Punkte verspielt, da wir es in den letzten Minuten nicht geschafft haben, die Konzentration aufrecht zu erhalten. So haben wir es uns selber schwer gemacht und konnten leider auch das entscheidende Spiel in Rheine nach einem starken Kampf nicht für uns entscheiden.

Nach Abschluss der Hinrunde befanden Sie sich im sicheren Mittelfeld auf Rang sechs. In der Rückrundentabelle steht ihre Mannschaft nur auf dem vorletzten Platz. Wie erklären Sie sich diesen Absturz?

Gerade zum Ende unserer starken Hinrunde sah es wirklich gut aus. Leider fehlte uns hinterher das Glück, das wir in der ersten Saisonhälfte oft hatten, als wir viele Spiele nur knapp für uns entscheiden konnten. Die Leistungsdichte in unserer Liga ist extrem hoch. Im Prinzip hätte jedes Team jedes andere schlagen können.

Nun gab es in dieser Saison ja auch gute Zeiten, in denen sich Ihre Mannschaft im Mittelfeld festsetzen konnte. Wenn sie die ganze Saison noch mal Revue passieren lassen, was ist Ihr persönliches Fazit?

Es gibt in jeder Saison Höhen und Tiefen. Am Anfang der Hinrunde hatten wir noch sehr viel zu arbeiten, da sich die Mannschaft untereinander kaum kannte. Wir mussten erst zu einer Einheit zusammenwachsen. Deshalb haben wir auch außerhalb des Platzes einige Teambuilding-Maßnahmen unternommen. Es wurde von Zeit zu Zeit besser und somit fingen wir an, immer mehr Spiele zu gewinnen. Dass es dann in der Rückrunde nicht mehr so rund lief, ist umso bitterer. Trotzdem haben wir auch in dieser Saison wieder viele Erfahrungen gesammelt. Man benötigt auch Niederlagen im Leben. Nur so kann man lernen, wieder aufzustehen und nach vorne zu schauen.

Jörg Frontschak verlässt den SC Neheim Richtung Iserlohn. Uwe Kasperski übernimmt die B-Junioren als Cheftrainer in der kommenden Bezirksliga-Saison. Sie haben bereits mit Teilen seines Kaders zusammen gespielt. Was trauen Sie der Mannschaft zu?

Zunächst einmal wünsche ich Jörg alles Gute und viel Erfolg in Iserlohn. Wir haben jetzt drei Jahre miteinander gearbeitet und er war ein stets engagierter Trainer, der immer mit Herzblut bei der Sache war. Die kommende B-Jugend des SC Neheim hat auf jeden Fall das Potenzial, oben in der Bezirksliga mitspielen zu können. Ich würde mir wünschen, dass sie den Wiederaufstieg schaffen. Bis dahin ist es jedoch ein weiter Weg und wir müssen abwarten. Uwe Kasperski wird sicherlich ein gutes Team formen und dieses dann optimal auf die kommende Saison einstellen.

Also glauben Sie, dass sich die B-Junioren des SC Neheim auf lange Zeit wieder in der Landesliga etablieren werden?

Natürlich wird es immer das Ziel sein, dass alle Mannschaften möglichst hoch spielen. Ich bin zuversichtlich und denke, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis der Aufstieg gelingen wird.

Sie spielen fortan mit der A-Jugend des SC Neheim in der Landesliga. Wie zufrieden sind Sie mit dem Trainergespann und der Mannschaft? Was haben Sie sich für nächstes Jahr vorgenommen?

Über das Trainergespann Mayer/Stirnberg kann man wirklich nur Gutes sagen. Mir wurde in den ersten Einheiten ein sehr positives Bild vermittelt. Der Kader ist mir zum größten Teil vertraut und ich weiß, dass wir viele gute Fußballer und starke Persönlichkeiten vorzuweisen haben. Ich freue mich auf die kommende Saison. Wir werden in der Vorbereitung hart arbeiten und durch Testspiele schauen, wo wir stehen. Ich hoffe, dass ich mich in diesem Jahr noch mal stark verbessern kann. Ich bin mir sicher, dass uns die Trainer viel mit auf den Weg geben werden. Von dem Altjahrgang kann man sich noch zusätzlich nützliche Dinge abgucken. Wir werden uns bestmöglich auf die kommende Saison vorbereiten und sicherlich auch den einen oder anderen Erfolg verzeichnen können.