Martin Tschornia beim Abenteuer am Nürburgring

Mit Volldampf durch die Kurve: Martin Tschornia
Mit Volldampf durch die Kurve: Martin Tschornia
Foto: Peter Rink
Was wir bereits wissen
Unverhofft kommt oft. Getreu diesem Motto kam Martin Tschornia zu seinem ersten Einsatz in der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring.

Andreasberg..  Unverhofft kommt oft. Getreu diesem Motto kam der Andreasberger Rennfahrer Martin Tschornia zu seinem ersten Einsatz in der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring in diesem Jahr. Ursprünglich sollte war der erste Start für sein neues Team Lubner Motorsport aus Georgenthal/Thüringer Wald für den 1. August (Samstag) geplant. Doch es sollte anders kommen.

Freitagnacht gegen 23.30 Uhr klingelte das Telefon. „Das kann doch nur der Mirko sein, ist vielleicht ein Fahrer abgesprungen?“, so der Gedanke von Martin Tschornia. Am anderen Ende der Leitung war tatsächlich sein künftiger Teamchef Mirko Lubner. Aufgrund der zu erwartenden hohen Temperaturen am Samstag sah sich einer der vorgesehenen Fahrer außer Stande das Rennen zu bestreiten. Also musste in der Kürze der Zeit Ersatz gefunden werden. Martin Tschornia sagte sofort zu und packte seine sieben Sachen zusammen um sich dann nach dreieinhalb Stunden Schlaf auf den Weg in die Eifel zumachen.

Da sein HANS (Head and Neck Support - ein System, das bei einem Unfall Hals und Nacken schützen soll) noch in einem anderen Rennwagen lag, wurden die fehlenden Utensilien noch an der Strecke geliehen.

Getriebe stellt den Dienst ein

Das Rennen sollte auf einem Opel Astra, der in der Cup1 Klasse gewertet wird, bestritten werden. Diese Klasse bleibt ausschließlich Opel Astras, die bei zwei Liter Hubraum gut 320 PS leisten, vorbehalten. Da Martin Tschornia noch keinen Meter auf diesem Fahrzeug zurückgelegt hatte, sollte er sofort mit Trainingsbeginn auf die Piste gehen. Doch schon nach einer halben Runde stellte das Getriebe seinen Dienst ein. Nun galt es den Opel so schnell als irgend möglich in die Box zur Reparatur zu bringen.

Rechtzeitig zum Start war der Renner fertig. Da im Training jedoch keine weitere Runde absolviert werden konnte, musste man vom letzten Startplatz der zweiten Startgruppe ins Rennen gehen.

Den Start übernahm Jens Wulf aus Malsfeld, der nach acht Runden an die Box kam um das Lenkrad an Martin Tschornia zu übergeben. Somit wurden die erste Rennrunden zu Trainingsrunden für Martin Tschornia. Runde um Runde konnte Tschornia seine Zeiten verbessern und schließlich auf Platz fünf liegend den Opel Astra an Roberto Nale (Italien) übergeben, der bis zum Ende des Rennens wieder auf Platz sieben von zwölf gestarteten Teams zurückfiel. Obwohl Martin Tschornia keine Erfahrung auf dem Astra bis dahin hatte, gelang es ihm die beste Zeit der drei Fahrer zu erzielen.

Teamchef zufrieden

„Vor allem beim Anbremsen tu’ ich mich noch ein bisschen schwer, weil der Astra auf der Hinterachse sehr unruhig wird. Das kenne ich von den Rennwagen, der Vergangenheit in der Form nicht“, erklärte Martin Tschornia, der aber ebenso wie sein Teamchef mit der gezeigten Leistung durchaus zufrieden war.