Lara Drölle vom RC Sorpesee für den WVV-Kader nominiert

Ein starkes Trio (von links): Nicole Freiburg, Lara Drölle und Kirsten Platte vom RC Sorpesee.
Ein starkes Trio (von links): Nicole Freiburg, Lara Drölle und Kirsten Platte vom RC Sorpesee.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Sie wandelt auf den Spuren ihres großen Vorbildes Julia Schlecht. Lara Drölle vom RC Sorpesee ist nun für den WVV-Kader nominiert worden.

Langscheid..  Sie wandelt auf den Spuren ihres großen Vorbildes. Mit kleinen aber schnellen Schritten drehen die Volleyballerinnen des RC Sorpesee ihre Runden in der Halle. Unter ihnen auch Lara Drölle, eine junge Dame im auffällig roten Trikot. Sie huscht vorbei und auf ihrem Rücken blitzt ein Schriftzug in leuchtendem Weiß: „SCHLECHT.“ Alles andere als schlecht aber ist das, was die 16-jährige gelernte Zuspielerin in Diensten des RC Sorpesee in den vergangenen Monaten auf den Volleyball-Court gezaubert hat.

Gerade hat sie mit ihrem Team Vereinsgeschichte geschrieben und den Aufstieg in die Zweite Bundesliga klargemacht. Den Pokalsieg gab es als Bonus obendrauf, eine mehr als erfolgreiche Saison liegt hinter den Volleyballerinnen aus Langscheid. Das Outfit ist ein Nationalmannschaftstrikot und hat in ihrem Heimatverein, dem RCS, eine fast schon mystische Bedeutung. Dieses Trikot trug einst mit Julia Schlecht ebenfalls eine junge Spielerin, die wie auch Lara Drölle am Sorpesee das Volleyball-Einmaleins erlernt hat. Julia Schlecht war Zuspielerin, eine Zeitlang vielleicht die beste in Deutschland und auch mit der Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen im Einsatz. „Da kann man Eins und Eins schnell zusammenzählen und sich vorstellen, mit welchen Vorbildern junge Mädchen wie Lara in Langscheid und Umgebung aufwachsen, welchen Zauber ein altgedientes Trikot wie dieses entfachen kann“, fügte Julian Schallow, Erfolgstrainer des RC Sorpesee, an.

Seit Jahren trägt die junge Gymnasiastin aus Sundern ihren Glücksbringer vom großen Vorbild mit Stolz in der einen oder anderen Einheit. Am Anfang war da noch viel Luft an den damals sehr zierlichen Schultern. „Nunmehr ist Lara schon ganz gut reingewachsen in das Trikot ihres großen Vorbildes“, berichtet Schallow.

Jüngst haben Drölles Pläne nun noch einmal eine sehr positive Wendung genommen. Beim Sichtungslehrgang überzeugte sie Landestrainer Peter Pourie so sehr, dass er sie kurzerhand für den 12er Kader der WVV-Landesauswahl nominierte. Gerade rechtzeitig für den Saisonhöhepunkt des letzten großen Bundespokals im Juni in Ibbenbüren. Auch hier möchte Lara Drölle dann wieder Vollgas geben und noch ein Stück weiter hereinwachsen in die Fußstapfen ihres großen Idols. Den Spagat zwischen perfekter Vorbereitung auf den großen Bundespokal und der schweißtreibenden Saisonvorbereitung, die heute beginnt, nimmt Lara Drölle in Kauf. Was tut man nicht alles für seinen großen Traum!