Langscheid zieht Team am Saisonende aus Westfalenliga zurück

Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der SuS Langscheid/E. zieht am Saisonende unter das Kapital Westfalenliga einen Schlussstrich und startet in der Spielzeit 2015/16 in der Bezirksliga.

Langscheid..  Paukenschlag an der Sorpe. Der SuS Langscheid/Enkhausen zieht am Saisonende nach acht Jahren unter das Kapital Fußball-Westfalenliga einen Schlussstrich und startet in der Spielzeit 2015/16 in der Bezirksliga.

Die erste Mannschaft des SuS Langscheid/Enkhausen nimmt in der kommenden Saison den Platz der Reserve ein, die aktuell in der Bezirksliga 4 spielt. Die Zweite wird voraussichtlich für die dritte Garnitur in der B-Liga an den Start gehen. Ob es weiter eine dritte Mannschaft geben wird, steht zurzeit in den Sternen.

„Die Entscheidung ist erst in den letzten zehn Tagen gefallen und sie ist uns nicht leicht gefallen, aber der Vorstandsbeschluss war einstimmig. Ich selbst muss sagen, ich bin über meinen eigenen Schatten gesprungen“, berichtet Ulli Wünnenberg, 1. Vorsitzender des SuS Langscheid/Enkhausen. Der Verein von der Sorpe, der aktuell mit elf Punkten aus 16 Spielen auf dem vorletzten Tabellenplatz liegt, steht damit als erster Absteiger aus der Westfalenliga 2 fest.

Der SuS Langscheid/Enkhausen wird nach Auskunft von Ulli Wünnenberg einen Antrag stellen, dass man in der kommenden Saison der „Bundesliga des Sauerlandes“ zugeordnet wird. Alfred Link aus Reiste, Mitglied des Verbandsfußballausschusses, sieht keine Bedenken, dass der Antrag nicht genehmigt wird. Alfred Link: „Die ganze Sache hatten wir doch schon einmal im Sauerland. Vor einigen Jahren hat sich RW Erlinghausen ebenfalls aus Westfalenliga zurückgezogen und in der Bezirksliga einen Neuanfang gestartet.“

Der Reiz ist verloren gegangen

Warum sich der SuS Langscheid/Enkhausen nach zwei Jahren in der Fußball-Landes- und acht Jahren in der Westfalenliga zu diesem Schritt entschlossen hat, hat nach Auskunft von Vereinschef Ulli Wünnenberg mehrere Gründe. „Die Westfalenliga ist nicht gerade preiswert und die Sponsorenlandschaft hat sich gewaltig verändert. Zudem ist im gesamten Verein und im Umfeld der Reiz an der Liga verloren gegangen. Vor einigen Jahren waren Westfalenligaspiele bei uns im Sportpark noch etwas Besonderes, mittlerweile ist das zum Alltag geworden“, teilt Ulli Wünnenberg mit: „Wir haben in der Westfalenliga nicht mehr Zuschauer als unsere Zweite in der Bezirksliga. Manchmal ist weniger mehr.“

Trotz des Rückzugs aus der Westfalenliga will der SuS Langscheid/Enkhausen die Saison vernünftig zu Ende spielen. „Unser Ziel ist der sportliche Klassenerhalt“, berichtet Wünnenberg. Ein wenig unglücklich ist der Rückzug aus der Westfalenliga für Bernd Löseke. Der Coach war zurück an die Sorpe geholt worden, um mit der Mannschaft den Klassenerhalt zu schaffen. Ulli Wünnenberg: „Damals, bei der Verpflichtung von Bernd Löseke, war im Vorstand von einem Rückzug keine Rede gewesen. Zu diesem Entschluss sind wir erst in der vergangenen Woche gekommen.“ Langscheid hatte Löseke Ende November 2014 als Nachfolger von Marco Szczygiel für die Rückrunde präsentiert.

John Braun hat vollstes Vertrauen

Nachfolger von Bernd Löseke in der kommenden Saison wird John Braun, der aktuell die zweite Mannschaft trainiert. Ulli Wünnenberg: „John hat unser vollstes Vertrauen und diese Entscheidung macht jetzt noch mehr Sinn. Das Fundament unserer neuen ersten Mannschaft werden Spieler der jetzigen Reserve plus unsere guten A-Jugendspieler bilden. Hinzu kommen die aktuellen Westfalenligaspieler, die uns im Sommer nicht verlassen.“ Als erste Abgänge stehen Merso Mersovski und Jan Rengshausen, die beide zum SC Neheim wechseln, fest.

An der Sorpe stehen die Zeichen auf Neuanfang.