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Kreisstrukturreform: Unterstützung für Balver Fußballvereine

19.01.2012 | 18:49 Uhr
Kreisstrukturreform: Unterstützung für Balver Fußballvereine
Kreisstrukturreform

Sauerland.Die Gestaltung der Kreisstrukturreform innerhalb des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) wird für das Sauerland konkreter. Es gibt aber auch Forderungen, an die eine Zustimmung zur Reform geknüpft sind.

Aus dem Hochsauerlandkreis sollen in Zukunft weiterhin mindestens zwei Aufsteiger den direkten Weg in die Bezirksliga schaffen. Den Vereinen soll zudem ein Wahlrecht eingeräumt werden, in welcher Region sie bevorzugt spielen möchten.

Wie berichtet, soll beim Verbandstag im Mai ein Beschluss gefasst werden, die aktuell 34 Kreise in Westfalen auf 26 zu reduzieren. Im Land der 1000 Berge sollen die Fußballkreise Arnsberg, Meschede und Brilon voraussichtlich ab der Saison 2013/14 zu einem neuen Kreis Hochsauerland zusammengeführt werden.

Arnsbergs Kreisvorsitzender Bernd Henneböle und Michael Lichtnecker, Vorsitzender des FLVW-Kreises Meschede, stellten sich bei einem Gespräch mit den im Kreis Arnsberg spielenden Balver und Neuenrader Vereinen hinter einer Resolution, die kürzlich verabschiedet worden war. Die Vereine SV Affeln, SG Balve/Garbeck, SuS Beckum, SuS Eisborn, SSV Küntrop, TuS Langenholthausen und RW Mellen sprachen sich in der Resolution gegen einen Ausschluss aus dem geplanten Fußballkreis HSK aus.

„Wir engagieren uns gemeinsam für die Interessen der Vereine, speziell natürlich für die Region Balve und Neuenrade, aber auch für die anderen Belange, die für die Region HSK wichtig sind. Das kann so weit gehen, dass die Delegierten einer Reform nicht zustimmen können und werden“, sagte Bernd Henneböle.

Die Solidarität der drei Fußballkreise im Hochsauerland mit den Vereinen aus dem Märkischen Kreis freut den sportlichen Leiter des Bezirksligisten TuS Langenholthausen, Andreas Aßhoff. „Wir werden mit unserem Anliegen, dem neuen Fußballkreis HSK anzugehören, nicht locker lassen und pochen auf eine Entscheidung“, sagte Aßhoff.

Michael Lichtnecker warb um etwas Geduld. „Derzeit wird der Reformvorschlag überall in Westfalen diskutiert. Da wird es noch Anpassungen geben, die dann bis zu dem avisierten Verbandstag geklärt sein müssen, um eine weitgehend einvernehmliche Entscheidung zu erhalten. Insofern kann es derzeit auch noch keine Zusagen seitens des Verbandes geben“, sagte Lichtnecker und ergänzte: „Dennoch könnte es sinnvoll sein, wenn die sieben märkischen Vereine gegenüber der Steuerungsgruppe des FLVW, der sogenannten Task Force, noch einmal ihre Bedenken vortragen und für ein Einlenken werben, so wie wir es als Kreisvorsitzende auch tun.“

Die Beratungen über eine gemeinsame Zukunft der drei Fußballkreise im Hochsauerland sollen auch bei einer Entscheidung gegen den Reformvorschlag nicht eingestellt werden. Lichtnecker: „Die Gegenwart erfordert Anpassungen, die Zukunft noch mehr. Alle drei Kreisvorstände und viele Vereine sehen die Notwendigkeit, ihre Strukturen zu überdenken. Insofern werden wir unabhängig von dem Beschluss des Verbandstages im Dialog bleiben.“

Sauerlandsport

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Kommentare
20.01.2012
12:40
Kreisstrukturreform: Unterstützung für Balver Fußballvereine
von bardolino | #1

Ich hoffe nur, dass die Kreisvorsitzenden auch bei den Abstimmungen noch wissen, wie sie abzustimmen haben. Der KV Arnsberg hätte dafür sorgen können, dass das Thema Kreisstrukturreform bei der ständigen Konferenz schon abgelehnt worden wäre. Und beim KV Meschede ist ja bekannt, dass er noch Karriere innerhalb des Verbandes machen wollte. Als vor einigen Tagen der Kreis Münster sich gegen die geplante Reform aussprach, sind die Funktionäre von anwesenden Verbandsoffiziellen "beschimpft" worden. Deshalb sollten sich die Balver und Neuenrader Klubs lieber nicht auf ihre Verantwortlichen verlassen und hoffen, dass anderswo im Verband vernünftiger gedacht wird.

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