Klaus Otte-Wiese triumphiert zum 17. Mal

Hellefeld..  Er ist seinem Ruf gerecht geworden. Klaus Otte-Wiese hat zum insgesamt 17-mal die Gesamtwertung des Clemens-Veltins-Gedächtnis-Pokals gewonnen. Doch so knapp wie diesmal ist noch nie gewesen.

Am Ende aller Wertungsdurchgänge hatte der 41-jährige Routinier, der die Farben des RV Hellefeld vertritt, gerade einmal 0,5 Punkte mehr als die Konkurrenz auf seinem Konto. Freudestrahlend nahm er aus den Händen von Peter Oser-Veltins ein überdimensionales, mit Pils gefülltes Bierglas entgegen. Doch er dauerte einige Sekunden, ehe der Gesamtsieger sich ein Schlückchen des Gerstensaftes gönnen konnte. Sein Pferd Liostro war ein wenig aufgeregt. Schließlich gelang die Prozedur jedoch noch wie gewünscht und das erfolgreiche Duo trat anschließend souverän die Ehrenrunde an.

Parcourssprecher Bernd Hickert hatte Otte-Wiese vor dem Beginn der Springprüfung der Klasse M auf Zwei-Sterne-Niveau mit Stechen als „Schreck des Veltins-Cups“ beschrieben. Doch die Konkurrenz schreckte keineswegs zurück. Von den 16 Startern im Normalumlauf blieben sieben fehlerfrei und qualifizierten sich für die Stechaufgabe. „Die, die ins Finale einziehen, rechnen sich alle etwas aus. Am Ende ist es noch glücklich für mich gelaufen. Wenn es letztlich aber nicht geklappt hätte, wäre es auch in Ordnung gewesen“, gestand Otte-Wiese während der Siegerehrung auf dem Sandplatz. Denn er hatte sich im Stechen im Sattel von Liostro, einem 12-jährigen Holsteiner Wallach, einen Abwurf erlaubt. Doch die Ergebnisse aus den Veltins-Cup-Prüfungen zuvor retteten den Seriensieger, der auf insgesamt 67,5 Punkte kam. Der Vize-Titel im Gesamtklassement des Clemens-Veltins-Gedächtnis-Pokals ging mit 67 Punkten an Marcel Grote vom RFV Oeventrop, der Duchesse, eine 13-jährige Oldenburger Stute, gesattelt hatte. Doch es gab ein dickes Trostpflaster für den 25-Jährigen: Er gewann diese M**-Springprüfung fehlerfrei in der schnellsten Zeit (42,04 Sekunden). „Es war ein durchwachsenes Wochenende für mich“, freute er sich über den „Nuller“ im Stechen. Charlotte Liedhegener, jungdynamische Amazone des RV Hellefeld, nahm ebenfalls durchgängig an den Prüfungen des Clemens-Veltins-Gedächtnis-Pokals teil und belegte zum Abschluss der Wertungsserie den dritten Rang (58 Punkten).

Nicole Oberberg gewinnt S*-Dressur

Die Dressurprüfung der Klasse S mit einem Stern (Prix St. Georges) entschied Nicole Oberberg (RFV v. Nagel-Herbern) auf Frantonio (769,50) zu ihren Gunsten. Ebenfalls setzte sich das Münsterland-Duo in der Kür der S*-Dressur (Prix St. Georges) durch (41.00). Lokalmatador Bruno Greitemann gewann im Sattel von Luca eine Dressurpferdeprüfung der Klasse L (7,40). „Es freut mich natürlich, dass ich gewonnen habe. Aber auch viele meiner Schüler haben ebenfalls gute Platzierungen erreicht“, urteilte der Dressur-Routinier am Rande des Springparcours sichtlich zufrieden.

Richtig happy war auch Turnierleiter Michael Geuecke. „Wir haben sehr guten Reitsport gesehen. Mit der Zuschauerresonanz sind wir an allen Tagen zufrieden gewesen“, urteilte Geuecke.