Jetzt hilft nur noch ein Wunder

Hüsten..  Jetzt hilft nur noch ein Fußball-Wunder. Der SV Hüsten 09 hat nach der 0:3 (0:1)-Niederlage im Sechs-Punkte-Spiel gegen den FSV Werdohl zwei Spieltage vor Saisonende vier Zähler Rückstand auf den rettenden drittletzten Platz, auf dem aktuell der SV 04 Attendorn liegt. Werdohl verbesserte sich auf Rang zwölf und hat fünf Punkte Vorsprung auf Hüsten.

Hüsten spielt in den letzten beiden Partien noch beim Tabellenvierten aus Dröschede und zum Kehraus gegen den Tabellenzweiten Hohenlimburg 10. Der vier Punkte entfernte Konkurrent aus Attendorn spielt noch in Werdohl und gegen Dröschede.

„Ich bin tief enttäuscht. Wir hatten uns viel vorgenommen“, sagte 09-Coach Torsten Garbe. „Ich kann meiner Mannschaft aber keinen Vorwurf machen. Sie hat alles gegeben. Vielleicht waren wir vor dem Tor nicht entschlossen genug.“ Damit traf Garbe den Nagel auf den Kopf. In 90 Minuten wurde Werdohls Torhüter Simon Felbick nur einmal ernsthaft gefordert. Nach der Rettungstat gegen Chedli Melki in 37. Minute brauchte Felbick nicht mehr einzugreifen, obwohl Hüsten nach der Pause gefühlte 80 Prozent Ballbesitz hatte. Hüsten spielte im Rahmen seiner Möglichkeiten bis zum Strafraum gefällig, ließ dann aber jegliche Torgefahr vermissen. „Ich glaube, wir hätten noch zwei Stunden spielen können, und uns wäre kein Tor gelungen“, teilte 09-Kapitän Thomas Köhler mit. Köhler ist ebenso wie Verteidiger Cannata für die kommende Partie in Dröschede gesperrt. Beide sahen gegen Werdohl jeweils die 5. Gelbe Karte.

Vor der Pause war Werdohl die aktivere Mannschaft und erspielte sich klares Chancenplus. Die Mannschaft von FSV-Trainer Alen Terzic („Wir haben verdient gewonnen, aber noch sind wir nicht durch“) ging nach guten Möglichkeiten von Kessler (18.) und Zejnullahu (20.) in der 41. Minute verdient in Führung. Kapitän Murat Kaya traf volley aus acht Metern, während drei Hüstener neben und vor ihm standen, aber nicht eingriffen. Garbe: „Beim 0:1 waren wir inkonsequent. Ansonsten fand ich die erste Halbzeit relativ ausgeglichen. Nach dem Wechsel haben wir dann alles versucht und sind zum Ende, als wir offen gemacht haben, ausgekontert worden.“ In der Nachspielzeit sorgten Zejnullahu (90.+1) und De Luca (90.5) jeweils mit Einzelleistungen für den 3:0-Endstand.

Torsten Garbe stellte nach Spielende noch einmal deutlich heraus, dass die brenzlige Situation, in der sich die Grün-Weißen befinden, nicht durch die Niederlage gegen den FSV Werdohl entstanden ist. „Wir haben eigentlich eine recht gute Rückrunde gespielt. Die fünf Punkte in der Hinrunde waren einfach zu wenig.“ Thomas Köhler fügte hinzu: „Fakt ist, wir waren in der Rückrunde in den beiden entscheidenden Spielen gegen Menden und Werdohl nicht da.“

SV Hüsten 09: Zelder, Köhler, Menke, Cannata, Held (70. Plett), Kryziu (85. Rogalski), Occhiuzzo, Melki, Völker, Kwiotek, Gebhardt (46. Fischer).