Interview mit Organisator Detzner: „Sehenswerte Spiele“

Der Einsatz hat sich gelohnt: Die Landesliga-Fußballer des SC Neheim (hier in der Partie gegen den TuS Voßwinkel) haben sich erst nach dem 4:0-Erfolg im letzten Vorrundenspiel gegen den Dauerrivalen SV Hüsten 09 den Gesamtsieg in der Gruppe 13 sichern können.
Der Einsatz hat sich gelohnt: Die Landesliga-Fußballer des SC Neheim (hier in der Partie gegen den TuS Voßwinkel) haben sich erst nach dem 4:0-Erfolg im letzten Vorrundenspiel gegen den Dauerrivalen SV Hüsten 09 den Gesamtsieg in der Gruppe 13 sichern können.
Foto: WP/Knepper
Was wir bereits wissen
Der erste Abschnitt des 26. RWE-Winter-Cups ist absolviert. Wir haben mit Organisator Ralf Detzner nach dem Auftakt gesprochen.

Arnsberg/Sauerland..  Der erste Abschnitt des 26. RWE-Winter-Cups ist absolviert. Beim nach Veranstalterangaben größten Hallenfußballturnier in NRW gehen insgesamt 180 Team an den Start. Am zurückliegenden Wochenende sind die ersten Entscheidungen in den Vorrundenspielen gefallen. Wir haben mit Ralf Detzner, Koordinator des Hallen-Spektakels, nach dem Auftakt gesprochen.

Frage: Herr Detzner, Sie haben angekündigt, alle Spielorte zum Auftakt des 26. RWE-Winter-Cup besuchen zu wollen. Hat das Vorhaben denn auch geklappt?

Ralf Detzner: Ja, aber die Reise von Kreuztal nach Bestwig bleibt da sicher in Erinnerung. Ich durfte mehr als 20 Kilometer im Schneetreiben hinter einem Streufahrzeug herfahren. Gut, dass Toyota Stamm mir für solche Spezial-Strecken immer ein Allradfahrzeug stellt.

Wie sind Sie mit dem Auftakt des 26. RWE-Winter-Cups zufrieden?

Es läuft. Gute Zuschauerzahlen, sehenswerte Spiele und die neuen Regeln sind auch kein Problem. Wobei ich durchaus schon das Gefühl habe, dass die Vereine die neuen Regeln mit altem Ball gerne dauerhaft sehen würden. Ich freue mich schon auf die nächsten Wochen.

Welches Ereignis hat Sie am meisten beeindruckt?

Die „geilen“ Fans des C-Ligisten FC Eintracht Ihmert/Bredenbruch. Was die schon bei der Vorrunde in Bestwig abgezogen haben, war spitze. Da bin ich mal gespannt, wie die Truppe im RegionalCup Bestwig abfeiern wird.

Über welche Aktion waren Sie am meisten enttäuscht bzw. verärgert?

Ganz klar, die Leistung des „Oberligisten“ RW Ahlen (zum letzten Spiel nicht mehr angetreten, Anm. d. Red.). Mit diesem Auftritt haben sich die Rot-Weißen ganz sicher keine Freunde gemacht. Man sieht am SV Lippstadt 08, wie es auch anders geht – acht Spiele, 24 Punkte. So präsentiert sich ein Oberligist und unterstreicht eine professionelle Turnierteilnahe vom ersten Spiel an.

Hat sich schon ein Favorit herauskristallisiert?

Ich habe viele gute Teams gesehen. Grundsätzlich glaube ich, dass man sich bei 20 Punkten aufwärts nach der Vorrunde durchaus zum Favoritenkreis zählen darf. Das haben bislang bei 12 der 20 zu spielenden Vorrundengruppen gerade einmal fünf Teams geschafft: SV Lippstadt, FC Altenhof (je 24 Punkte) TuS Wickede (22) TuS Bremen (21) SSV und Meschede (20).

Wie ist aus Ihrer Sicht die Resonanz in den Hallen gewesen?

Die Resonanz ist durchweg positiv. Die neuen Regeln werden gut umgesetzt und die Zuschauerzahlen sind auf einem guten Niveau. Besonders das hohe Zuschauerinteresse in Bestwig ist sehr erfreulich.

Gibt es schon eine Rückmeldung, dass nach den neuen Futsalregeln und mit dem klassischen Fußball gespielt wird?

Ja, die gibt es und zwar sehr eindeutige. Ich habe kaum ein Gespräch geführt (und ich habe viele Gespräche geführt), in dem der Wunsch nach dem Verbleib beim alten Ball nicht geäußert wurde. Die Regeln sind schnell akzeptiert, zumal die Verletzungsgefahr durch das Grätschverbot deutlich reduziert wurde.

Was dürfen die Fußball-Fans für den zweiten Abschnitt der Vorrundenspiele am kommenden Wochenende erwarten?

Ich hoffe erneut guten und fairen Hallenfußball. In Lüdenscheid werden wir zum zweiten Mal eine Vorrunde ausrichten. Das Zuschauerinteresse war im ersten Jahr schon sehr gut. Besonders gespannt bin ich auf die Zuschauerresonanz in Brilon. Ostwestfalen wird bestimmt wieder ein Fußballfest zaubern. Davon bin ich jetzt schon überzeugt. Da waren im letzten Jahr an vier Turniertagen allein weit über 1 000 Zuschauer. Darauf freue ich mich jetzt schon.