Im Kreis Arnsberg fehlen 28 Schiris

Arnsberg..  Seit 18 Jahren ist er der Boss der Fußball-Schiedsrichter im Kreis Arnsberg. „Der Job macht mir immer noch Spaß“, sagt der 66-jährige Reinhard Pietz (SC Neheim).

Stellvertreter von Reinhard Pietz als Vorsitzender des Kreisschiedsrichterausschusses ist Dieter Schumacher (SuS GW Amecke), der gleichzeitig Schiedsrichter-Lehrwart ist. Für die Ausbildung von Schiedsrichtern im Kreis Arnsberg sind außerdem die Lehrwarte Uli Lemmer (SV Hüsten 09) und Swen Klotzsche (SV Bachum/Bergheim) zuständig.

Beisitzer im Kreisschiedsrichterausschuss Arnsberg sind Matthias Busch (TuS Oeventrop), Dirk Schmitz (TuS Bruchhausen), Martin Brüggemann (SuS Grevenstein) und Uwe Müller (TuS Sundern).

Hauptproblem von Reinhard Pietz und seinen Kollegen aus dem Kreisschiedsrichterausschuss ist die Suche nach neuen Unparteiischen. Nachwuchs zu finden, ist nach Auskunft von Reinhard Pietz, nicht so einfach. „Einige, die gerne Schiedsrichter werden wollen, sind an den Wochenenden selbst noch als Spieler aktiv, oder in den Vereinen als Jugendtrainer im Einsatz. Andere wollen sich auf dem Platz nicht beschimpfen lassen.“

Aktuell fehlen im Kreis Arnsberg 28 Schiedsrichter. Reinhard Pietz: „An einem Wochenende, wo alle Mannschaften im Einsatz sind, brauchen wir 60 bis 80 Schiedsrichter. Aber das funktioniert nicht immer. Aus diesem Grund sind einige Unparteiische zweimal im Einsatz und einige Spiele, unter anderem in der C- und D-Liga müssen inzwischen sogar ohne Schiedsrichter stattfinden. Die Vereine müssen sich dann auf eine Person einigen.“

Die Vereine aus dem Kreis Arnsberg, die das Schiedsrichtersoll nicht erfüllen, müssen tief in die Tasche greifen. Vierteljährlich nimmt der Kreis Arnsberg 1800 Euro ein. Reinhard Pietz: „Wir hätten lieber mehr Schiedsrichter als das Geld.“


Über die Schiedsrichter-Situation im Fußballkreis Hochsauerlandkreis berichten wir in der Ausgabe am Samstag.