HSK-Stimmen zu den WM-Chancen der DHB-Auswahl

Kräftig die Daumen drücken: Heute beginnt die Handball-WM im Wüstenstaat Katar. Das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson (2. von links) greift am Freitag erstmals ins Turniergeschehen ein. Auch die HSK-Fans sind gespannt, wie sich das DHB-Team aus der Affäre ziehen wird.
Kräftig die Daumen drücken: Heute beginnt die Handball-WM im Wüstenstaat Katar. Das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson (2. von links) greift am Freitag erstmals ins Turniergeschehen ein. Auch die HSK-Fans sind gespannt, wie sich das DHB-Team aus der Affäre ziehen wird.
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Was wir bereits wissen
Wir haben uns umgehört, wie die heimischen Handballer die WM-Chancen des deutschen Teams, das von Dagur Sigurdsson trainiert wird, einschätzen.

Sauerland..  Mit der Wildcard zur Weltmeisterschaft nach Doha. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat das Erreichen des Achtelfinales als Minimalziel formuliert. Von heute bis zum 1. Februar wird in Katar der Nachfolger von Titelverteidiger Spanien gesucht. Zu sehen gibt es die Spiele nur beim Bezahlsender Sky. Wir haben uns umgehört, wie die heimischen Handballer die WM-Chancen des deutschen Teams, das von Dagur Sigurdsson trainiert wird, einschätzen.

Heinz Thomanek, Trainer der Landesliga-Handballer des TV Arnsberg: „Die Vorrunde werden wir wohl schaffen. Im Achtelfinale kommt es auf die vorher geschaffte Platzierung in der Gruppenphase an. Man könnte bei einer schlechten Platzierung auf Frankreich treffen und dann wäre im Achtelfinale Schluss. Falls wir im Achtelfinale nicht gegen die Franzosen spielen würden, wäre das Viertelfinale machbar. Aber ich glaube, ab dann ist für unsere junge Mannschaft die WM beendet.“

Thomas Binnberg, ehemaliger Trainer der Verbandsliga-Handballerinnen des TV Arnsberg und jetzt bei den Landesliga-Damen des ETSV Witten im Einsatz: „Alle WM-Mannschaften sind auf einem kleinen Radius untergebracht. Für die teilnehmenden Teams ist das sicherlich ein außergewöhnlicher Rahmen. Das Organisatorische, die Hallen, die Hotels, all dies soll neue Standards setzen. Gespannt bin ich, inwieweit dabei die Frage der Menschenrechte völlig ausgeblendet wird oder ob es Mannschaften geben wird, die bewusst Zeichen setzen. Ebenso gespannt bin ich, ob die vor Ort tätigen Berichterstatter frei und uneingeschränkt berichten können. Polen, Russland, Dänemark: was für ein Auftaktprogramm für unsere Mannschaft. Ich hoffe, der deutschen Mannschaft gelingt es, von Spiel zu Spiel zu denken. Schafft sie dies, kann das Team vielleicht positiv überraschen. Unseren Jungs kann man nur viel Erfolg wünschen. Der Handballsport braucht das Flaggschiff Nationalmannschaft. Demnächst dann hoffentlich auch wieder im frei empfangbaren TV.“

Bastian Hammerschmidt, Trainer der Neheimer Bezirksliga-Handballerinnen und Kreisläufer der zweiten Herren-Mannschaft des TV Neheim: „Es ist ein riesiger Schock, dass die WM-Spiele nicht im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sind. Für die Vereine ist es ein großer Schaden. Mit Sicherheit wird es für unsere Mannschaft eine schwierige WM, weil die Konkurrenten auf diesem Niveau extrem spielstark sind. Die Hauptrunde muss auf jeden Fall erreicht werden. Wenn wir Saudi-Arabien und Argentinien bezwingen, dann sind wir mit ein bisschen Glück schon in der Hauptrunde.“

Stefan Probst, Trainer der Bezirksliga-Handballerinnen der SG Ruhrtal: „Die Vorrunde werden wir schaffen. Danach ist es vorbei.“