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Fußball-Bezirksliga 4

Heiko Hofmann zufrieden und Fabian Göddeke verärgert

17.09.2012 | 20:40 Uhr
Heiko Hofmann zufrieden und Fabian Göddeke verärgert
Stolz auf seine „Sunderner Jungs“: Heiko Hofmann, Trainer des Fußball-Bezirksligisten TuS Sundern

Sauerland. Heiko Hofmann, Trainer des Fußball-Bezirksligisten TuS Sundern, war nach dem 2:0-Sieg gegen den SV Schmallenberg/Fredeburg glücklich.

„Die Tabelle lügt nicht. Wir stehen zurecht auf Platz drei“, sagte Hofmann und ergänzte: „Hier wächst etwas zusammen. Wir hatten gegen Schmallenberg fast ausschließlich Sunderner Jungs auf dem Platz. Das macht den Verein und mich sehr stolz.“

Frustriert war dagegen Trainer Fabian Göddeke vom SV Schmallenberg/Fredeburg. „Das war zu wenig. Es hat immer der letzte Tick gefehlt. Sundern war läuferisch besser und gedankenschneller.“ Göddeke hatte bis zur 55. Minute bereits dreimal gewechselt, um neue Impulse zu setzen. „Ich hätte am liebsten noch mehr Spieler vom Feld geholt.“

Winter der Mann des Spiels

Nicht nur Schmallenberg, sondern auch der SV Brilon kam bei der 0:1-Niederlage in Hallenberg gegen den FC Nuhnetal nicht richtig in Schwung. „Nuhnetal hat uns aus dem Spiel genommen“, sagte SVB-Coach „Schorsch“ Niglis und ergänzte: „Die Niederlage ist aber keine Katastrophe. Wir werden das Spiel in Ruhe analysieren und uns dann auf den TuS Valmetal vorbereiten. Gegen Valmetal wollen wir auf einem guten Untergrund guten Fußball zeigen.“ Beim SV Brilon überzeugten allenfalls die beiden Innenverteidiger Sebastian Rams­pott und Patrick Rummel.

Bester Mann des FC Nuhnetal war Christian Winter, der auch das Siegtor erzielte. Winter war als Spielmacher stets anspielbar, beweglich und umsichtig. „Alle haben kämpferisch mehr investiert. Das hat gereicht, um den SV Brilon zu schlagen. Die Mannschaft hat meine Ansprache unter der Woche offenbar verstanden“, sagte Trainer Günter Guntermann, der mit Libero und zwei Manndeckern agierte. „Die Maßnahme hat sich bezahlt gemacht. Wir haben endlich wieder einmal zu Null gespielt.“

Yavuz nicht bei 100 Prozent

Zu Null hat der TSV Bigge-Olsberg in dieser Saison bislang noch gar nicht gespielt. Im Duell der Aufsteiger gab es gegen TuRa Freienohl die zweite Heimniederlage (0:2). Dabei hatte sich die Personalsituation etwas entspannt. Seffe Yavuz, Eric Lira Muntowski, Felix Kneer und Fatlum Dervisholli waren wieder dabei. „Ihnen fehlt aber noch die 100-prozentige Fitness“, sagte TSV-Trainer Christoph Brieden und fügte hinzu: „Wir machen es den Gegnern zu einfach. Die Spieler haben zu hohe Ansprüche. Gute Fußballer machen noch längst nicht eine gute Mannschaft aus.“ TuRa Freienohl ist mit sieben Punkten und Platz 11 im Soll. „Wir hatten noch gute Möglichkeiten zum 3:0 und haben nur eine Olsberger Chance zugelassen“, erklärte Trainer Daniele Murgo. Bei TuRa überzeugten Marc Werner auf der „Sechs“, Fabio Covas auf der rechten Seite, Marco Muraca im Mittelfeld und Dennis Schmidt, der erstmals in der Startelf stand und das Tor zum 2:0-Endstand erzielte.

Mütze im Dauereinsatz

Am Boden zerstört waren die Fußballer des SV Oberschledorn nach dem 2:3 gegen Warstein. „Wir waren nach der Pause 25 Minuten lang nicht auf dem Platz und haben Fehler gemacht, vor denen ich noch gewarnt hatte. Da fasst man sich manchmal schon an den Kopf“, sagte SVO-Trainer Martin Gerbracht. Am Sonntag, 23. September, kommt es in Müschede zum Kellerduell. Eine gute Visitenkarte beim SV Oberschledorn hat der A-Jugendliche Raphael Mütze hinterlassen, der in der abgelaufenen Woche fünf Spiele bestritten hat. „Davor ziehe ich meinen Hut. Raffi gehörte auch noch zu den besseren Spielern“, sagte Vorsitzender Berthold Dessel.

Werner Schröder vom TuS Warstein ergänzte: „Wir waren drückend überlegen. Der SVO stand sich selbst im Wege. Wir hätten bei einem Unentschieden leichtfertig zwei Punkte verschenkt.“

Müller im Krankenhaus

Der VfB Marsberg verlor nicht nur die Partie in Bad Berleburg mit 0:3, sondern auch Torwart Benedikt Müller. Er musste zur Pause mit einer Gehirnerschütterung raus und liegt im Krankenhaus. „Das war ein beschissenes Wochenende. Erst die Pokalniederlage im Elfmeterschießen gegen Brilon, dann das 0:3 in Bad Berleburg und dazu noch drei verletzte Spieler. Dicker kann es ja wohl kaum kommen“, sagte VfB-Spielertrainer Paul Bender. Rundum zufrieden war Andreas Edelmann, Trainer vom VfL Bad Berleburg. „Ich bin selbst überrascht, wie gut es bei uns läuft. Marsberg habe ich eigentlich stärker eingeschätzt. Die Mannschaft war aber körperlich nicht so präsent wie erwartet.“

Jochheim: Der Glaube fehlt

Nicht sehr präsent war auch das Schlusslicht TuS Müschede beim 0:2 in Allagen. Trainer Günter Jochheim sagte nach Spielende: „Ich werde versuchen, meine Mannschaft bis zum nächsten Spiel am Sonntag gegen Oberschledorn wieder aufzurichten. Uns fehlt momentan komplett das Selbstvertrauen und der Glaube. In meinen 17 Trainerjahren ist Müschede bislang die schwierigste Aufgabe. Wir müssen nun alle Kräfte bündeln und versuchen, Oberschledorn zu bezwingen.“

Torschützenliste der Fußball-Bezirksliga 4

6 Tore: Manuel Todt (FC Nuhnetal);

5 Tore: Georg Voß (+1, SV Hüsten 09);

4 Tore: Sven Schneider (+2, SV Oberschledorn), Chedli Melki (+1, SV Hüsten 09), Erik Pieper (TuS Valmetal), Marco Entrup (RW Lennestadt-Grevenbrück), Chris Schelle (TSV Bigge-O.), Ömer Akgüvercin (SV Brilon);

3 Tore: Daniel Spies (+1, VfL Bad Berleburg), Marc Schröder (+1, TuS GW Allagen), Björn Radtke (+1, TuS Warstein), Olcay Sezer (+1, SF Birkelbach), Gerrit Blecher (SF Birkelbach), Jasmin Selimanjin (+1, FC Kirchhundem), Esat Behrami (TuS Valmetal), Fisnik Lekaj (SV Schmallenberg/Fredeburg), Fabian Schulte (TuS Sundern), Bajrush Azemi (RW Lennestadt/Grevenbrück).

Sauerlandsport



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