Futsal-Regeln beim Regional-Cup lebhaft diskutiert

Keine Frage, ein Tor mehr für den SC Neheim: Baran Arslan verwandelt in der Finalrunde gegen den SV Hüsten 09 diesen Freistoß zur 1:0-Fürhung. Das ewig junge Arnsberger Stadtderby gewann der SCN mit 3:0.
Keine Frage, ein Tor mehr für den SC Neheim: Baran Arslan verwandelt in der Finalrunde gegen den SV Hüsten 09 diesen Freistoß zur 1:0-Fürhung. Das ewig junge Arnsberger Stadtderby gewann der SCN mit 3:0.
Foto: WP/Knepper
Beim Regional-Cup in Sundern sind die Futsal-Regeln in der Light-Version angewandt worden. Das neue Regelwerk sorgt einmal mehr für viele Diskussionen.

Sundern/Sauerland..  Beim Regional-Cup in Sundern sind die Futsal-Regeln in der Light-Version angewandt worden. Es ist zum Beispiel mit dem klassischen Ball gespielt worden, es gab eine Rundum-Bande und sieben Meter breite Tore sind installiert worden. Nach den künftigen Futsal-Regeln wäre dies nicht zulässig. Es müsste demnach mit einem sprungreduzierten Futsal-Fußball auf ein Drei-Meter-Tor ohne Rundum-Bande gekickt werden. Doch der in Kamen-Kaiserau ansässige Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) gestattet derzeit noch Ausnahmen.

Michael Ternes, Vorsitzender des Arnsberger Fußball-Ausschusses und in Sundern am Sonntag beim Regional-Cup als Schiedsrichter im Einsatz, hat jedenfalls „seine“ Fußball-Vereine angeschrieben und darum gebeten, ihm die Erfahrungswerte mit dem neuen Regelwerk mitzuteilen. Insgesamt seien, so Ternes weiter, bisher 21 Rückmeldungen bei ihm eingetroffen. „Ein Verein ist komplett für die neuen Futsal-Regeln, einer ist dagegen und 19 finden das neue Regelwerk super, wollen aber den klassischen Spielball beibehalten“, erläuterte Ternes am Rande des Regional-Cups. Er wisse, so Ternes weiter, dass es auch aus anderen Fußball-Kreisen viel Gegenwehr im Hinblick auf die Einführung der neuen Futsal-Regeln zum 1. Juli dieses Jahres gebe. Bis Mitte Februar sammelt Ternes noch die Rückmeldungen der Vereine. Dann will er seine Dokumentation an den FLVW weiterleiten.

Widerspruch eingelegt

„Die Änderungen sind ziemlich klasse. Aber wir haben einen Widerspruch gegen die Einführung des neuen Balles an den Verband geschickt“, erläuterte Ternes schon bei der Auslosung des RWE-Winter-Cups im vergangenen November den einzigen Knackpunkt aus der Sicht des Vorstandes des Fußball-Kreises Arnsberg. Den Futsal-Ball im Seniorenbereich einzusetzen, sei, so Ternes, nicht überzeugend praktizierbar. „Für den Juniorenbereich ist das aber klasse, weil die Kinder spielen lernen“, sagte Ternes, der schon im November betonte, dass er bis zum Schluss um den klassischen Spielball kämpfen werde.

Ein klare Meinung vertritt auch Norbert Vedder, der am zurückliegenden Sonntag als Interimstrainer des TuS Sundern und gleichzeitig als Turnierorganisator im Einsatz gewesen ist. Die Bande sorge, so Vedder während einer kurzen Verschnaufpause auf der Auswechselbank, dafür, dass das Spiel schneller werde. Er sei gespannt, welchen Stellenwert die Bande künftig haben werde. „Traditionsturniere müssen nach dem alten Regelwerk durchgeführt werden“, machte Vedder deutlich.

Zweigeteilt ist auch die Meinung von Ralf Detzner, Koordinator des RWE-Winter-Cups. „Ich finde beim neuen Regelwerk zum Beispiel sehr gut, dass das Grätschen geahndet wird“, sagte Detzner. Dass in der letzten Spielminute die effektive Spielzeit zähle, so Detzner, sei für die Organisation eine Katastrophe. Die 60 Sekunden können sich so über mehrere Minuten erstrecken. Und wenn es noch ein Neun-Meter-Schießen gibt, verstreicht noch mehr Zeit bis zur Entscheidung. In Sundern dauerte das Turnier rund eine Stunde länger als geplant.

RWE-Super-Cup am 1. Februar

Der finale RWE-Super-Cup, bei dem die 16 besten Teams des gesamten Turniers aufeinandertreffen, findet am Sonntag, 1. Februar, in der Sporthalle „Große Wiese“ in Arnsberg-Hüsten statt. „Gespielt wird dann mit einer Rundum-Bande und mit dem klassischen Spielball nach den neuen Regeln“, führte Detzner aus. Das sei, so Detzner weiter, auch der Weg für die Zukunft. Insgesamt ist das Hallenfußball-Turnier mit 30 000 Euro dotiert.

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