Ex-Neheimer Sieberg wichtigster Helfer von Sprinter Greipel

Kurze Verschnaufpause: Ab heute wird es für Marcel Sieberg (links) und Andre Greipel bei der Tour de France spürbar „heißer“ zugehen, als jüngst bei der Vorbereitung zum italienischen Frühjahrsrennen „Mailand - San Remo“ (Szene).
Kurze Verschnaufpause: Ab heute wird es für Marcel Sieberg (links) und Andre Greipel bei der Tour de France spürbar „heißer“ zugehen, als jüngst bei der Vorbereitung zum italienischen Frühjahrsrennen „Mailand - San Remo“ (Szene).
Foto: SVL/Greipel
Was wir bereits wissen
Marcel Sieberg, ehemaliger Fahrer des RC Victoria Neheim und jetzt bei Lotto-Soudal unter Vertrag, startet ab heute bei der Tour de France.

Sauerland..  Marcel Sieberg, ehemaliger Fahrer des RC Victoria Neheim, nimmt ab heute wieder die Tour de France unter die Räder. Als wichtiger Mann für seinen Team-Kollegen und Top-Sprinter Andre Greipel hat sich der 33-Jährige einen Namen gemacht und er ist oft bei den schnellen Schlusskilometern mit der Nase im Wind zu sehen. Nicht wenige Sauerländer fiebern dann mit und drücken die Daumen für das sympathische Gespann.

Sieberg hat als Jugendlicher seinen ersten deutschen Meistertitel im Trikot des RC Victoria Neheim gewonnen und war Mitglied der von Lothar Föst trainierten Junioren-Bundesliga-Mannschaft aus Neheim. Diese zählte seinerzeit zu den besten in Deutschland. Andre Greipel (Team Lotto-Soudal) gilt als verlässliche Größe bei den Massensprints. Der gebürtige Rostocker ist zum fünften Mal bei der „Großen Schleife“ dabei und will wie in den all den Jahren zuvor wieder zumindest eine Etappe gewinnen. Mit Unterstützung der SVL Sports GmbH aus Eslohe ist es der Sportredaktion gelungen, mit Andre Greipel Kontakt aufzunehmen und ihm vier Fragen zur Tour de France und über Marcel Sieberg zu stellen.

Seit wann fahren Sie zusammen mit Marcel Sieberg in einem Team?

„Wir sind schon seit 2008 zusammen in einem Profiteam. Wir sind zudem zu Junioren- und U23-Zeiten zusammen für die Nationalmannschaft gefahren.“

Welches Rennen war für das Duo Greipel/Sieberg das härteste in den letzten Jahren?

„Im Prinzip jammern wir beide immer sehr viel, aber ich denke, dass der Klassiker ,Mailand San Remo’ im Jahre 2013 das härteste Rennen für uns beide war (Anmerkung d. Red.: Das Rennen geht über knapp 300 km und in dem Jahr kam Regen und Schnee in den Bergen dazu).“

Wie lauten die Ziele für die Tour 2016?

„Wir wollen auf jeden Fall gesund und mit einem Etappensieg in Paris ankommen.“

Wer hilft wem, wenn es die Berge hinauf geht?

„Viel helfen kann man sich dort gegenseitig weniger, da wir aber in derselben Gewichtsklasse radeln, ist die Anwesenheit gegenseitig schon sehr motivierend.“