Erlinghausen kommt unter die Räder

Erlinghausen..  Nach zwei Siegen ohne Gegentor musste RW Erlinghausen am 21. Spieltag der Fußball-Landesliga gegen die SG Finnentrop/Bamenohl mit 0:5 (0:3) vor 80 Besuchern im Hans-Watzke-Stadion die bisher höchste Heimniederlage in der laufenden Saison hinnehmen. Gleichzeitg war es für die Gäste nach zuvor fünf sieglosen Spielen der erste „Dreier“, der gegen RWE eingefahren wurde.

Dieser Schock stand RWE-Teammanager Olcay Eryegin nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Yusuf Emil aus Bad Oeynhausen noch im Gesicht geschrieben. „Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich heute keine Lust über Fußball zu reden. Mit so einer Niederlage hat wohl keiner bei uns gerechnet. Man muss aber auch die Leistung der Gäste anerkennen, die so bis zum Ende um den Relegationsplatz mitspielen werden.“

Da der SSV Meschede beim FC Lennestadt mit 1:3 verloren hat, hat sich die SG Finnentrop/Bamenohl bereits auf den Relegationsplatz vorgearbeitet. Es war also nichts mit der von den Rot-Weißen angekündigten Schützenhilfe für den SSV Meschede und SC Neheim, die an diesem Spieltag auch leer ausgingen. Für die Kicker von Trainer Vaidas Petrauskas war es die bereits vierte Heimniederlage.

Die erste dicke Chance des Spiels hatten die Hausherren in der 10. Minute. Der Ball kam über Nils Rosenkranz und Daniel Berlinski zu Pascal Raulf, der freistehend an Torhüter Marcel Grajewski scheiterte. Kurze Zeit später gingen die Gäste durch Tim Schrage in Führung. Dies war bereits der 10. Saisontreffer des SG-Angreifers. Von diesem Gegentreffer erholten sich die Gastgeber nicht mehr. Der Tabellenzweite war spielerisch besser, zweikampfstärker und es war vor allem der unbedingte Siegeswille zu spüren. Das alles wurde bei den Gastgebern an diesem Sonntag vermisst. „ Bei uns fehlte vor allem der Biss. Der Gegner hatte eine bärenstarke Offensive, die wir nicht in den Griff bekommen haben. Finnentrop hat sehr gut und wir sehr schlecht gespielt. Das muss man auch mal so klar sagen“,meinte Olcay Eryegin, der erst einmal froh über das kommende spielfreie Wochenende ist. „Das tut uns gut. So können wir uns in aller Ruhe auf das schwere Spiel beim Spitzenreiter Olpe vorbereiten.“

Bis zur Pause hatten Philipp Hennes und Mike Schrage die Weichen eindeutig auf Sieg gestellt. In der 65. Minute kassierte zu allem Überfluss Daniel Berlinski wegen Meckerns und anschließendem Foulspiel auch noch die Ampelkarte. Der Spielführer fehlt also gegen Olpe. Das Überzahlspiel nutzten die Gastgeber dann zu zwei weiteren Toren aus. Mit einem Doppelschlag in der 75. und 77. Minute schraubte Torjäger Philipp Hennes sein Torkonto auf insgesamt 21 Treffer hoch.