Elfmeter-Festival im Dünnefeld

Meschede..  Im Kampf um Relegationsplatz zwei hat Fußball-Landesligist SSV Meschede einen Dämpfer hinnehmen müssen. Nach der 1:2 (0:1)-Heimniederlage gegen Borussia Dröschede ist die Elf von Trainer Heiko Hofmann vom dritten auf den fünf Platz abgerutscht. Der Rückstand auf den Tabellenzweiten SG Finnentrop/Bamenohl beträgt aber weiter nur drei Punkte. Borussia Dröschede dagegen feierte im Dünnefeld den sechsten Sieg in Serie und ist auf Platz vier vorgerückt.

Die Partie im Dünnefeld endete nach 90 Minuten mit einem Elfmeter-Festival. Bereits nach zehn Minuten gab es den ersten Elfmeterpfiff des häufig überforderten Schiedsrichters Christopher Schütter aus Werl. Nach einem Foul an Arif Et verwandelte Faruk Cakmak sicher zum 1:0 für Dröschede. Zehn Minuten später übersah der Unparteiische gemeinsam mit seinem Assistenten ein klares Foulspiel von Adil Elmoueden an Burak Yavuz im Dröscheder Strafraum. Die größte SSV-Chance vor der Pause hatte Civan Mustafa, der am überragenden Gästeschlussmann Julian Schmahl scheiterte (40.). Kurze Zeit später gab es den zweiten Strafstoß für Dröschede, als Tomas Pilarski gegen Elmoueden einen Schritt zu spät kam. Arif Et traf zur 2:0-Pausen-Führung.

Im zweiten Durchgang war der SSV Meschede wieder die spielbestimmende Mannschaft. Bilal Yavuz vergab fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff die Chance zum Anschlusstreffer. Wieder reagierte Julian Schmahl stark. In der 65. Minute rückte der Schiedsrichter erneut in dem Mittelpunkt, als er nach einem deutlichen Handspiel eines Dröscheder Spielers wieder keinen Elfmeter für Meschede gab, sondern auf Eckball entschied.

In der Schlussphase überschlugen sich dann die Ereignisse. Nach dem 1:2 (73.) von Bilal Yavuz sah Emre Yilmaz die gelb-rote Karte (85.). In der Schlussminute scheiterte Meschedes Patrick Kampschulte mit einem Foulelfmeter an Julian Schmahl und im Gegenzug schoss Arif Et einen weiteren Strafstoß über das Mescheder Tor.

„Ich mache meinen Jungs keinen Vorwurf. Wir haben nicht nur gegen Dröschede gespielt, sondern auch gegen den Schiedsrichter. Irgendwie konnten wir dieses Spiel nur verlieren“, sagte Heiko Hofmann. „Heute war das Glück auf unserer Seite“, sagte Dröschedes Trainer Ramazan Ceylan.