Elektronischer Spielbericht wird in neuer Saison eingeführt

Herkömmliche Spielerfassung kontra moderne Technik: Gundula Bembom-Schoof zerreißt einen Spielberichtsbogen, denn den wird sie künftig für die Protokollierung von Handball-Spielen von der Landesliga an aufwärts nicht mehr brauchen – ab der neuen Saison geschieht das auf elektronischem Wege.
Herkömmliche Spielerfassung kontra moderne Technik: Gundula Bembom-Schoof zerreißt einen Spielberichtsbogen, denn den wird sie künftig für die Protokollierung von Handball-Spielen von der Landesliga an aufwärts nicht mehr brauchen – ab der neuen Saison geschieht das auf elektronischem Wege.
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Was wir bereits wissen
Das Zauberwort lautet „elektronischer Spielbericht.“ Was in der Bundesliga längst praktiziert wird, hält nun auch auf westfälischer Ebene Einzug.

Sauerland..  Das Zauberwort lautet „elektronischer Spielbericht.“ Was von der dritten bis zur Bundesliga längst praktiziert wird, hält nun auch auf westfälischer Ebene Einzug. Ab der kommenden Saison werden Handball-Spiele von der Landesliga an aufwärts mit moderner Technik protokolliert. Der herkömmliche Spielberichtsbogen hat ausgedient und findet künftig nur noch in den darunter liegenden Spielklassen Anwendung.

„Das wird kommen – ohne Wenn und Aber“, sagt Gundula Bembom-Schoof, die Kreisjugendwartin des Kreises Iserlohn-Arnsberg fungiert auch als Zeitnehmerin und Sekretärin – und hat im Laufe der Jahre unzählige Spiele ihres Vereins TV Halingen erfasst. „Ich denke, dass der elektrische Spielbericht eine enorme Erleichterung darstellt.“ Sie fügt aber hinzu: „Wenn es funktioniert.“

Start schon Ende August

Natürlich schwingt eine große Portion Skepsis mit. Verbunden mit der Sorge, ob zum Saisonstart Ende August (Damen-Oberliga) beziehungsweise Anfang September alles läuft oder ob man besser doch noch die alten Formulare bereit halten soll. „Ich bin gespannt, ob das wirklich klappt.“

Seit bekannt ist, dass auch im Handball-Verband Westfalen auf Computertechnik und Internet gesetzt wird, hat sich Gundula Bembom-Schoof sachkundig gemacht. Per Download gibt es Handbücher, inzwischen konnte sie sich einigermaßen einlesen. „So kompliziert ist das eigentlich nicht, aber für viele Zeitnehmerkollegen ist das absolutes Neuland.“ Außerdem: Die HVW-Weisung kam erst Anfang Juni. „Viel zu spät, wie ich finde. Denn jetzt wird die Zeit für gezielte Schulungen knapp“, moniert Gundula Bembom-Schoof. „Auch für die Schiedsrichter, denn die müssen sich ja ebenfalls damit auskennen.“

Die technischen Voraussetzungen sind schnell erklärt. Die Vereine müssen über Laptops mit einem aktuellen Betriebssystem (Window 7 oder höher) und einen Schwarz-Weiß-Drucker verfügen. Zudem ist ein Internet-Anschluss für die zeitnahe Übermittlung der Spieldaten absolut bindend. „Direktleitung, Drahtlosverbindung, WLAN-Stick – das ist egal. Hauptsache, man kann senden.“

Teamaufstellung per Mausklick

Die Vorteile des Systems liegen auf der Hand. Mannschaften werden namentlich und mit Kennziffern erfasst, die aufgestellten Spieler per Mausklick in eine vorgebene Maske gezogen. „Dabei werden auch mögliche Sperren angezeigt“, berichtet Gundula Bembom-Schoof. Exakte Spielstände mit Torschützen und Zeitangaben, sogar Zeitstrafen und Torwartwechsel – das alles beschert der elektronische Spielbericht. Und der muss spätestens eine Stunde nach der Schlusssirene online gestellt sein.