„Bewegt gesund bleiben in NRW“ – KSB HSK unterstützt

Übungsspaß im Wasser: Der Rehabilitationssport verbessert unter anderem die Ausdauer und Koordination.
Übungsspaß im Wasser: Der Rehabilitationssport verbessert unter anderem die Ausdauer und Koordination.
Foto: KSB
Was wir bereits wissen
Präventions- und Rehabilitationssport im HSK. Der Kreis-Sport-Bund unterstützt und berät Sportvereine beim Thema „Gesundheitssport“.

Sauerland..  Mit dem Programm „Bewegt gesund bleiben in NRW“ legt der Landes-Sport-Bund Nordrhein-Westfalen (LSB NRW) einen Handlungsrahmen zur systematischen Weiterentwicklung des gesundheitsorientierten Sports in Nordrhein-Westfalen und damit zur Förderung der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger durch mehr Bewegung vor. Ein Schwerpunkt dieses Programms setzt dabei beim Gesundheitspartner „Sport“ und den gesundheitsorientierten Angeboten im Sportverein an. Der Kreis-Sport-Bund (KSB) Hochsauerlandkreis (HSK) als Programmpartner versucht mit seinen Angeboten und der Unterstützung interessierter Vereine im Gesundheitssport diese Ziele vor Ort umzusetzen. Ansprechpartnerin beim KSB ist Kirsten Budde, die an dieser Stelle zum Auftakt der Serie Tipps und Erläuterungen gibt.

Rehabilitationssport

Neben eigenen Rehabilitationssportkurse informiert der Kreis-Sport-Bund HSK beispielsweise in einer jährlichen Veranstaltung über die neusten Entwicklungen in diesem Themenfeld. „Im Allgemeinen wird mit dem Rehabilitationssport das Ziel verfolgt, durch Bewegung, Spiel und Sport die Ausdauer, Kraft und Koordination zu verbessern und somit die Mobilität aufrecht zu erhalten und den Verlauf von Krankheiten positiv zu beeinflussen“, erläuterte Kirsten Budde. Die Verantwortlichkeit für die eigene Gesundheit solle, so Budde weiter, gestärkt und die Motivation zum langfristigen, selbstständigen und eigenverantwortlichen Bewegungstraining gezielt gefördert werden. „Der Rehabilitationssport ist ein ganzheitliches Angebot, bei dem neben dem Sporttreiben auch viel Wert auf den Austausch mit anderen und das gesellschaftliche Miteinander gelegt wird“, führte Budde aus.

Die Inhalte sind dabei auf die individuellen körperlichen und gesundheitlichen Bedürfnisse abgestimmt, wobei die Qualität durch die betreuenden Ärzte und die qualifizierten Übungsleiter sichergestellt wird. „Im Regelfall werden vom Arzt 50 Übungseinheiten verordnet, die in einem Zeitraum von 18 Monaten besucht werden. Bei einer vorliegenden genehmigten Verordnung werden die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen“, sagte Budde. Viele Sportvereine im HSK haben sich diesem Thema bereits angenommen und bieten Rehabilitationssportkurse für unterschiedliche Indikationen an.

Präventionssport

Neben der Akutbehandlung, Rehabilitation und Pflege bezeichnet die Prävention eine weitere wichtige Säule des Gesundheitswesens. „Die Angebote in diesem Bereich sollen einen Beitrag zur Erhaltung und Verbesserung der körperlichen, psychischen und sozialen Leistungsfähigkeit leisten. Die Kernziele, die hinter diesen Gesundheits- und Präventionssport-Angeboten stehen, sind im Wesentlichen die Stärkung von physischen und psychosozialen Gesundheitsressourcen, die Verminderung von Risikofaktoren, die Bewältigung von Beschwerden und Missbefinden, der Aufbau von Bindungen an gesundheitssportliche Aktivitäten und die Verbesserung der Bewegungsverhältnisse“, beschreibt Budde die Inhalte.

Um ein flächendeckendes Netz qualitativ abgesicherter präventiver Sport- und Bewegungsangebote aufzubauen und den Qualitätsstandard der anerkannten Angebote sicherzustellen, hat der Deutsche Olympische Sport-Bund (DOSB) gemeinsam mit seinen Fachverbänden, den Landessportbünden und der Bundesärztekammer das Qualitätssiegel „Sport pro Gesundheit“ entwickelt.

„Unsere Sportvereine leisten einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheitsförderung und bieten Menschen, die ganz gezielt etwas für ihre Gesundheit tun wollen, ein qualitativ hochwertiges Angebot“, berichtet Budde. Um diesen Pool von engagierten Mitarbeitern zu fördern und weitere interessierte Personen zu qualifizieren, bietet der KSB HSK am 22. und 23. August das Basismodul „Prävention Erwachsene/Ältere“ an, das zur Verlängerung der Übungsleiter-C-Lizenz genutzt werden kann sowie zur Teilnahme an verschiedenen Aufbaumodulen berechtigt. Das Aufbaumodul „Prävention Herz-Kreislauf-System“ wird im September 2015 angeboten.

„Teilnehmer eines präventiven Gesundheitssportangebots können bei ihrer Krankenkassen nach einer Kostenübernahme fragen“, gibt Budde einen Tipp. In der Regel werde, so Budde weiter, bei regelmäßiger Teilnahme (mindestens 80 Prozent) zwischen 70 und 100 Prozent der Kurskosten übernommen. „Es werden maximal zwei Kurse pro Versichertem und Kalenderjahr gefördert“, sagte Budde abschließend.