BC Eslohe steht nach Superserie dicht vor der Meisterschaft

Zwei Punkte verloren: Der FC Arpe/Wormbach musste sich gegen den SV Schmallenberg/Fredeburg (in Rot-Weiß) mit einem 1:1-Remis begnügen.
Zwei Punkte verloren: Der FC Arpe/Wormbach musste sich gegen den SV Schmallenberg/Fredeburg (in Rot-Weiß) mit einem 1:1-Remis begnügen.
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Was wir bereits wissen
Der BC Eslohe geht mit sechs Punkten Vorsprung und einem klar besseren Torverhältnis gegenüber dem SV Brilon in die letzten drei Spieltage.

Sauerland..  Der BC Eslohe geht mit sechs Punkten Vorsprung und einem klar besseren Torverhältnis gegenüber dem Zweitplatzierten SV Brilon (58:39) in die letzten drei Spieltage der Fußball-Bezirksliga. Da sollte bei objektiver Betrachtung der Tabellensituation nichts mehr anbrennen. Wenn die Kicker von Carsten Krämer am kommenden Wochenende ihr Spiel beim Aufsteiger TuS Plettenberg sogar gewinnen und der Sieger im Kampf um den Relegationsplatz zwischen dem SV Brilon und FC Arpe/Wormbach nicht Brilon heißt, kann der Meistersekt schon am Sonntagabend getrunken werden.

Von 12 Spielen wurden 11 gewonnen

Gegen den TuS Langenholthausen baute der BC Eslohe seine Superserie auf 12 ungeschlagene Spiele aus (11 S., 1 U.). Dazu spielte die Mannschaft in der ersten Halbzeit meisterlich. Lediglich die Chancenverwertung muss bemängelt werden.

„Das war ein hochverdienter Sieg. In Halbzeit eins haben wir sensationell gut gespielt. Da hätten wir gut und gerne fünf bis acht Tore schießen können. Das war das Beste, was ich in dieser Saison von meiner Truppe gesehen habe“, freute sich Trainer Carsten Krämer, für den es am Ende dann ein typisches Ergebnis war. „Wenn man 30 Prozent weniger Gas gibt, macht man den Gegner stark. So macht Langenholthausen wie aus dem Nichts den Anschlusstreffer und wir müssen auf einmal noch zittern.“

Mario Droste vom TuS Langenholthausen fügt noch hinzu: „Wenn der Ausgleich noch gefallen wäre, hätte das den Spielverlauf total auf den Kopf gestellt.“

Voll konzentriert und diszipliniert hat der SV Brilon seine Pflichtaufgabe an der Jakobuslinde gegen den TuS Plettenberg gelöst und damit den 2. Tabellenplatz verteidigt. Damit ist der SVB seit acht Spielen ungeschlagen (7 S./1 U.) und kann jetzt voller Selbstvertrauen in die drei Topspiele gegen Arpe/Wormbach, Eslohe und Birkelbach gehen. „Wir haben es selbst in der Hand, Zweiter zu werden. Wir werden alles daran setzen, das Ziel zu erreichen“, so die Worte von SVB-Trainer „Schorsch“ Niglis.

Auch der Tabellendritte SF Birkelbach gibt sich keine Blöße und schickte GW Allagen mit 6:1 auf die Heimreise. Die Grün-Weißen sind jetzt seit acht Spielen sieglos (3 U., 5 N.) und haben während dieser Zeit 35 Gegentore kassiert.

Im Kampf um Platz zwei hat der FC Arpe/Wormbach nach dem 1:1 im Derby gegen Schmallenberg/Fr. zwei Punkte verloren. Ferner ist es der Selter-Elf nicht gelungen, die schlechte Heimbilanz gegen die Strumpfstädter aufzubessern (2 S., 3 U., 4 N.). Jens Selter vom FC Arpe/Wormbach war nur mit der ersten Halbzeit zufrieden. „Das 1:1 geht dem Spielverlauf nach völlig in Ordnung. In der zweiten Halbzeit hat uns Schmallenberg gezeigt, wie man ein Derby spielen muss. Warum wir so nachgelassen haben, ist mir unerklärlich.“

Mike Kleinsorge vom SV Schmallenberg/Fr. hat seine Mission erfüllt. Der im Januar für Michel Kurzeja eingesprungene Interimscoach hat den Verein vor dem Abstieg so gut wie gerettet. Rechnerisch kann der FC Nuhnetal zwar auch noch auf 28 Punkte kommen, dass Torverhältnis spricht aber eine eindeutige Sprache für den SV Schmallenberg. „Mir ist durch das Unentschieden ein Stein vom Herzen gefallen. Unser engagiertes Auftreten sofort nach der Pause und das schnelle Ausgleichstor waren ausschlaggebend für den Punktgewinn“, betont Kleinsorge.

Endgültig gerettet ist auch der TuS Warstein nach dem klaren 5:1-Erfolg im Kellerderby gegen Aue-Wingeshausen, der wohl mit dem FC Nuhnetal den zweiten Absteiger ausspielen wird. Für Aue sprechen die drei Punkte Vorsprung und das bessere Torverhältnis.

Elf Niederlagen nach Winterpause

Aufgrund der schlechten Phase des FC Nuhnetal mit elf Niederlagen nach der Winterpause ist es nicht vorstellbar, dass sich die Kicker von Arno Deimel noch retten können. Dementsprechend ernüchternd fällt auch das Fazit des FC-Trainers aus. „Das Spiel war heute von beiden Seiten auf schwachem Niveau. Die erste Hälfte war relativ ausgeglichen. Insgesamt haben wir zu wenig Torgefahr ausgestrahlt. Das verwundert aber nicht, da wir nicht einen gelernten Stürmer dabei hatten. Sicher ist der Sieg viel zu hoch ausgefallen. Allerdings bringt uns diese Erkenntnis gar nichts.

Auch der SV Dorlar/Sellinghausen hat ohne Punkte im Gepäck die Heimreise aus Sundern angetreten. Die Röhrtaler verbuchten mit 2:0 den 4. Sieg in Folge. Der SV Dorlar ist bei sechs Punkten Vorsprung und drei ausstehenden Spielen noch nicht ganz gerettet, kann aber am Sonntag mit einem Sieg über das Schlusslicht Werdohl alles klar machen.

Seine Erfolgsserie hat der SuS Langscheid/Enkhausen II fortgesetzt. Der Aufsteiger hat die letzten sieben Spiele nicht verloren und daraus 17 Punkte geholt. Somit kommt der 3:1-Sieg gegen den FC Kirchhundem, der bis vor dem Spiel die wenigstens Niederlagen kassiert hat, nicht von ungefähr. Dementsprechend gut gelaunt war Trainer John Braun nach dem Spiel. „Ich habe vorher nicht gedacht, dass wir das Spiel gewinnen. Beim Gegner fehlten aber mit Spago und Bajgora zwei wichtige Spieler und somit die Qualität.“