Arnsberger Torhüterin Thara Sieg erlebt DHB-Team live

Überraschung geglückt: Handball-Weltmeister „Blacky“ Schwarzer stand plötzlich in der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena und absolvierte mit den Nachwuchskräften eine Übungseinheit. Begeistert war auch die Arnsbergerin Thara Sieg (im grünen Trikot mit der Nummer 1).
Überraschung geglückt: Handball-Weltmeister „Blacky“ Schwarzer stand plötzlich in der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena und absolvierte mit den Nachwuchskräften eine Übungseinheit. Begeistert war auch die Arnsbergerin Thara Sieg (im grünen Trikot mit der Nummer 1).
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Dass Thara Sieg große Stücke auf den Handball-Nationalkeeper hält, überrascht nicht. Denn die 13-Jährige steht ebenfalls im Tor.

Stuttgart/Arnsberg..  Das hat ihr riesig gefallen. Carsten Lichtlein ist in Katar beim WM-Spiel gegen Argentinien einer der Matchwinner gewesen. Immer wieder zeigte der Handball-Hüne Glanzparaden. Dass Thara Sieg große Stücke auf den Handball-Nationalkeeper hält, überrascht nicht. Denn die 13-Jährige steht ebenfalls im Tor. Ihr Stammverein ist der TV Arnsberg, bei dem sie vor vier Jahren erstmals zwischen den Pfosten gestanden hat. Während eines Handball-Camps in Stuttgart hatte die talentierte Nachwuchstorhüterin sogar die einmalige Gelegenheit, ihr Vorbild persönlich kennenzulernen. Unvergessliche Momente im Leben der jungen Sportlerin.

Das Handball-Camp im Schwabenland hat Thara Sieg riesigen Spaß gemacht und sie in ihrem Willem bestärkt, an ihren ehrgeizigen Zielen zu arbeiten. Da wird ihr Nachname zum Programm. So will sich die TVA-Torhüterin, die die Realschule am Eichholz besucht, einen Platz in der Westfalenauswahl erkämpfen. „Danach lasse ich alles weitere auf mich zukommen“, sagt sie entspannt. Um diesen ersten Schritt auf der überregionalen Karriereleiter zu meistern, nahm die junge Dame an der Maßnahme in Stuttgart, die vom Deutschen Handball-Bund auf die Beine gestellt wurde, teil. Für eine wichtige Voraussetzung sorgte ihre Schule, die das Torhüter-Talent extra für das Leistungscamp in Stuttgart vom Unterricht freistellte.

Klar, dass der DHB als Veranstalter in Stuttgart auch seine Kontakte spielen ließ. Als Highlight für die jungen Handballer organisierte er den Besuch des vorletzten WM-Testspiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Tschechien in der ausverkauften Porsche-Arena, bevor es dann für den DHB-Tross auf die Reise nach Katar ging. Die 20 Nachwuchskräfte waren als „Ehrengäste“ mittendrin und konnten sich hautnah ein Bild von Bundestrainer Dagur Sigurdsson sowie von Carsten Lichtlein und Co. machen.

Beeindruckt war die junge Arnsbergerin vor allem vom Teamgeist und Zusammenhalt der jungen Nationalmannschaft. „Wir schaffen es ins Halbfinale“, ist Thara Sieg schon vor dem WM-Start felsenfest überzeugt gewesen. Kapitän Gensheimer und Co. sind auf dem besten Weg, zu Wüsten-Helden zu werden. Deutschland steht seit dem Sieg gegen Argentinien bereits sicher im Achtelfinale und kann stressfrei auf das letzte Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien blicken.

Eine große Überraschung für die jungen Handballerinen und Handballer war in Stuttgart aber auch, dass plötzlich Weltmeister Christian „Blacky“ Schwarzer, der jetzt als Juniorentrainer für den DHB arbeitet, in der Mercedes-Benz-Arena auftauchte und eine Trainingseinheit von über zwei Stunden mit dem Nachwuchs absolvierte. Im Anschluss an das Zusammentreffen stellte sich zudem auch Ex-Abwehrrecke Oliver Roggisch den neugierigen Fragen des Handball-Nachwuchses. Versteht sich von selbst, dass die begeisterten Nachwuchskräfte ihren Idolen für die WM in Katar weiter kräftig die Daumen drücken.