Andrea Donner und Oliver Ollesch mit tollen Steigerungen

Blieb über 100 m erstmals unter 13 Sekunden: Andrea Donner (Nr. 31)
Blieb über 100 m erstmals unter 13 Sekunden: Andrea Donner (Nr. 31)
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Andrea Donner (VfL Fleckenberg) und Oliver Ollesch (TSV RW Wenholthausen) lieferten bei den HSK-Einzelmeisterschaften glänzende Leistungen ab.

Hüsten/Sauerland..  Das Stadion „Große Wiese“ in Hüsten ist vor wenigen Tagen zum Mekka der Leichtathleten geworden. Die Aktiven (U16-Altersklasse bis Männer und Frauen) haben ihre HSK-Meister in den Einzeldisziplinen ermittelt. Mit unerwartet deutlichen Leistungssteigerungen trumpften einige Aktive des LAC Veltins Hochsauerland an diesem Tag auf.

An erster Stelle sind dabei Andrea Donner (VfL Fleckenberg) und Oliver Ollesch (TSV RW Wenholthausen) zu nennen. Als U18-Sprinterin Andrea Donner über 100 m durch das Ziel lief und wie ihr Trainer Martin Stöwer auf die Zeitleiste sah, trauten beide zunächst ihren Augen kaum. Dort standen 12,53 Sekunden. Damit sprintete Andrea Donner nicht nur zum ersten Mal unter 13,00 Sekunden, sondern steigerte ihre Bestleistung gleich um 0,53 Sekunden und verfehlte die Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften lediglich um 0,03 Sekunden. Aber es ging noch weiter. Im Weitsprung übertraf sie erstmals die Fünf-Meter-Marke. 4,95 m aus dem Jahr 2014 mussten 5,43 m in Hüsten weichen. Schließlich verbesserte sie mit 26,48 Sekunden auch ihre Freiluftbestzeit über 200 m. Die LAC-Athletin kam an diesem Abend verständlicherweise aus dem Strahlen nicht heraus.

Genau das Gleiche ist über Oliver Ollesch zu sagen. Der von Rolf Temme betreute Sprinter steigerte seine Bestleistungen sogar noch etwas mehr, wobei die Qualität der Zeiten in seinem ersten U18-Jahr gegenüber denen von Andrea Donner noch etwas geringer ist. Über 100m verbesserte er sich von 12,40 Sekunden auf 11,88 Sekunden und über 200 m von in der Halle gelaufenen 24,67 Sekunden auf 23,94 Sekunden. Dass Oliver Ollesch über eine hohe Motivation und Einsatzbereitschaft verfügt, um weiter voranzukommen, bewies er vor circa einer Woche. „Da ihn sein Vater mit dem Auto nicht bringen konnte, legte er die gut 15 Kilometer von Wenholthausen bis ins Dünnefeldstadion nach Meschede zum Training trotz Regens mit dem Rad zurück, um dort zwei Stunden zu trainieren und anschließend wieder zurückzufahren. Trainer Reiner Geinitz staunte nicht schlecht“, beschrieb Michael Küsgen, Pressesprecher des LAC, die außergewöhnliche Übungseinheit.

Deutlich verbessert

„Generell überzeugten die Aktiven des TSV RW Wenholthausen im Sprintbereich mit deutlichen Verbesserungen“, urteilte Küsgen. Dies betraf im U18-Bereich Frederik Bornemann (12,09 s), Jonas Trojan (12,26 s), der auch im Weitsprung mit 5,86 m Bestleistung sprang und die westfälische Norm schaffte, und Luca Wagener (12,52 s). Im W14-Bereich überzeugten Felina Bornemann (14,03 s, Norm für die Westfälischen), Melanie Struwe (14,28 s) und Pia-Sophie Kraus (13,74s, Norm für die Westfälische).

In der 4x100m-Staffel liefen die Jungen in der Besetzung Wagener/Ollesch/Bornemann/Trojan mit 46,62 s eine Zeit, mit der sie sich in Westfalen am Jahresende unter den besten zehn Staffeln einreihen könnten.

Wertvollste Leistungen

Zu den wertvollsten Leistungen der Meisterschaften im westfälischen Maßstab gehören die zwei Ergebnisse von Niklas Markmann (TV Herdringen) im Weitsprung (6,24m) und über 100m (11,65 s, Bestleistung)). Ähnliches lässt sich in den Jugendklassen zu den Leistungen von Natalie Wieser (TV Neheim, U20), Anna Gawehn (VfL Fleckenberg, U18) und Marie Berghoff (TuS Oeventrop, U18) sagen. Natalie Wieser zeigte sich im Sprintbereich über 100 m (13,33 s) verbessert, konnte dies im Weitsprung (5,38 m) aber noch nicht umsetzen. Im Hochsprung überquerte sie darüber hinaus 1,59 m. Anna Gawehn versuchte über 800 m im Alleingang ihre Bestleistung zu unterbieten, scheiterte aber in 2:24,46 Minuten knapp. Marie Berghoff gelang im Hochsprung mit 1,62 m ein guter Saisoneinstand.

Zehn Zentimeter höher gesprungen

Weiterhin sind in diesem Altersbereich die 27,86 Sekunden von Svenja Adam (TV Schmallenberg) über 200 m zu nennen sowie die 1,70 m im Hochsprung von Fabian Teipel (TuS Oeventrop), womit er sich um 10 cm gegenüber 2014 gesteigert hat.

„In der U16 konnten die Leistungen mit denen der U18 nicht ganz mithalten“, führte Küsgen aus. Das beste Ergebnis geht hier auf das Konto von Noah Kunisch (SSV Meschede), der sich im Kugelstoß der M15 auf 14,19 m steigerte. Sehr gut ist Tim Vogt (TV Schmallenberg) der Übergang von der AK 13 in die AK 14 mit den längeren Strecken und höheren Gewichten gelungen. Über 100 m sprintete er zu 12,65 s, im Hochsprung überquerte er 1,55 m und im Kugelstoß gelangen ihm 9,88 m, wobei es noch deutliche technische Reserven gibt. „Bei weiteren Steigerungen könnte er sich bei den Westfälischen Meisterschaften in diesen und weiteren Disziplinen unter den besten acht Sportlern seiner Altersklasse einordnen“, ist Küsgen überzeugt.

Mit 13,04 s über 100 m hat sein Vereinskollege Titus von Weichs ebenfalls eine westfälische Norm geschafft. Bei den Mädchen gelang dies Marie Kriegeskorte (VfL Fleckenberg) in der AK 14 über 100 m mit 13,58 Sekunden. Im Weitsprung blieb sie mit 4,58 m noch knapp darunter. Maren Hennecke (TuS Oeventrop) schaffte mit 13,94 s in der höheren Altersklasse ebenfalls die Norm.