Achtstrahlige Sonne leuchtet noch oft

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Was wir bereits wissen
Alter Kortenhof steht im Mittelpunkt der beginnenden 850-Jahr-Feiern im Sorpesee-Örtchen Amecke. Das Jubiläum steht unter dem guten Stern neuer Perspektiven.

Amecke..  Die achtstrahlige Sonne wird in diesem Jahr noch oft leuchten. Denn das Zeichen, das am alten Kortenhof im Höpkeweg an einem alten Balken von 1602 zu finden ist, war das Hofzeichen des Haupthofes. Nach diesem, dem „Curtis Amevic“, hat sich der Jubiläumsverein für das 850-jährige Bestehen auch folgerichtig benannt.

Am kommenden Sonntag erfolgt der erste große Aufschlag mit dem Jahresempfang der Stadt Sundern, viele Ereignisse werden folgen wie die Eröffnung des Gesundheitsweges im Rahmen des Festwochenende im Sommer (29. bis 30. August).

Einiges wird dann anders sein als vor 50 Jahren. Der Leiter der Lokalredaktion unserer Zeitung, Siegfried Richter, wohnte dem großen Empfang am Sonntag, 15. August 1965 bei und berichtete, dass die Begrüßung von Bürgermeister Wilhelm Peetz in Plattdeutsch erfolgte: „800 Jahre ist Amecke alt und die längste Zeit davon ist hier Platt gesprochen worden.“

Die Festrede hielt damals der gebürtige Stockumer und spätere Direktor des Sunderner Gymnasiums, Dr. Hubert Schmidt. Er sah den Sinn des Jubiläums so: „Die Vergangenheit kennen und an der Zukunft bauen, denn aus dem Überdenken der Tradition erkennt man den geistigen Atem, der auch zu einem kühnen Planen befähigt.“ Schmidt bezog sich dann im weiteren seiner Festrede auf die lange Vergangenheit der Amecker, etwa auf die Julianenhütte, die nach der Freifrau Juliane von Wrede benannt war. Er machte sich stark für die baldige Benennung einer Straße nach Adolph Creamer, der die Hütte vorangetrieben und gebaut hatte. Inzwischen ist dies mit der Faktor-Cramer-Straße ja Wirklichkeit geworden.

Schon früh eine Grundschule

Zudem wies Schmidt damals daraufhin, dass Amecke ob der frühen Industrialisierung schon früh eine Grundschule besessen habe. Leider habe der Verlust der Hütte durch den technischen Fortschritt im Ruhrgebiet zu einem enormen Verlust von Bewohnern geführt. Erst 1933 - nach 90 Jahren - hatte Amecke den Verlust wieder ausgeglichen. Heute sind die Zahlen natürlich ganz anders, und seit dem das Thema „Dauerwohnen oder nicht“ passé ist, ist die Zahl der Amecker nochmals deutlich höher geworden.

Bemerkenswert die Worte 1965 des damaligen Kreisdirektors Dr. Cronau: „Der Kreisverwaltung Arnsberg liegt viel daran, dass Amecke den Erholungssuchenden weit geöffnet bleibt.“ Auch diese Worte erfüllen sich nun...