Zitterserie für Briloner Altkreisteams

Altkreis..  Um den Klassenerhalt müssen in dieser Saison die drei überregional spielenden Junioren-Fußballmannschaften aus dem Altkreis Brilon zittern.

Die B-Junioren des TuS Medebach haben bereits auf einem Abstiegsplatz überwintert und die A- und D-Junioren des SV Brilon belegen jeweils mit nur einem Zähler Vorsprung den ersten Nichtabstiegs- bzw. Relegationsplatz.

Im freien Fall durchgereicht

Die A-Junioren des SV Brilon haben sich nach einem ordentlichen Start mit acht Punkten aus vier Spielen dann selbst in die Abstiegsbedrouille gebracht. Von den nachfolgenden sieben Spielen wurde nur noch gegen den TuS Erndtebrück gewonnen (1:0) und gegen den Tabellenzweiten RW Lüdenscheid ein Zähler geholt (2:2). Die übrigen fünf Spiele gingen verloren. Somit wurde die Mannschaft von Platz drei am 2. Spieltag bis auf den neunten Platz durchgereicht. Besonders schmerzlich waren die beiden letzten Niederlagen gegen die Abstiegskandidaten Plettenberg und Hagen 11. Hier hat man bereits deutlich gemerkt, dass Trainer Sascha Krebs die Mannschaft nicht mehr erreichen konnte. Dies hatte zur Folge, dass man sich Anfang des Jahres von dem Übungsleiter getrennt hatte (s. Interview).

Die B-Junioren des TuS Medebach spielen erstmals in der Bezirksliga. Bereits vor der Serie war der Klassenerhalt das erklärte Ziel. Die spielerische Überlegenheit der meisten Gegner bekamen die Hansestädter vom ersten Spieltag an zu spüren. Gegen die vier Erstplatzierten kassierten sie 42 der insgesamt 68 Gegentore. Die sieben Punkte wurden gegen die beiden Mitabstiegskandidaten Freudenberg und Menden geholt. Außerdem gab es noch ein 4:4 beim SC Weitmar, der wie der TuS Medebach erst sieben Punkte auf dem Konto hat.

Der Klassenerhalt bzw. die Relegation wird nur über den SC Weitmar gehen, der sich am 15. März im Hansestadion vorstellt. Ohnehin werden die ersten fünf Spiele richtungsweisend sein. Bei RW Lüdenscheid und beim Tabellenführer SpVgHamm sollte nichts drin sein. Die Spiele gegen Freudenberg, Weitmar und in Menden müssen aber ohne wenn und aber gewonnen werden.

„Alle wussten, dass diese Saison ein Lehrjahr wird. Noch kein Spieler hat bisher überregional gespielt. Wir geben uns aber nicht auf und werden versuchen, unsere Hausaufgaben zu machen. Am Ende werden wir dann sehen, ob wir direkt abgestiegen oder noch in die Relegation gekommen sind“, so die Hoffnung von Trainer Erik Köster, der vor allem die Defensivarbeit verbessern muss. Mit 68 Gegentoren stellt der TuS die schlechteste Abwehr in der Liga.

Erstmals in dieser Saison gibt es in der U13-Nachwuchsrunde zwei Absteiger. Die D-Junioren des SV Brilon nehmen mit einem Punkt vor Westfalia Soest und zwei Zählern vor dem SSV Mühlhausen-Uelzen den ersten Nichtabstiegsplatz ein.

Der Klassenerhalt sollte aber ohne weiteres zu schaffen sein, immerhin sind die Hälfte der Mannschaften noch gefährdet. So auch der SC Neheim, der sich gleich zum Rückrundenauftakt an der Jakobuslinde vorstellt. Die Lampenstädter haben nur einen Zähler Vorsprung vor dem SVB, der bisher gegen Mühlhausen-Uelzen (4:0), Wiedenbrück (3:0) und Kaiserau (2:1) jeweils drei Punkte eingefahren hat. Dazu kommt noch ein 2:2 gegen den Rangfünften Delbrück.

Knappe Ergebnisse gegen Topteams

Neben Neheim werden die entscheidenden Spiele daheim gegen Soest und in Mühlhausen stattfinden. Das die Mannschaft kein Kanonenfutter ist, zeigen die knappen Ergebnisse gegen die vier Erstplatzierten Verl (1:3), Hamm (0:1), Lippstadt (0:1) und Menden (2:3).

„Wir brauchen uns in der Liga vor keinem zu verstecken. Gerade in der zweiten Hälfte der Hinrunde lief es sehr gut. Diese positiven Aspekte müssen wir mit in die Rückrunde nehmen. Dann werden wir den Klassenerhalt auch schaffen“, sagt ein optimistischer Trainer Benedikt Brüne, der in der Rückrunde Samet Coskun nicht mehr dabei hat (ist nach Neheim gewechselt). Dafür wurden zwei neue Spieler geholt und zwar Ben Butterwegge vom SV Oberschledorn/Graf. und Silas Lausen von der SG Hoppecket./Padb./Madf.