Welcher Titelaspirant zeigt Nerven?

Altkreis..  In der HSK-Kreisliga A Ost geht es am Wochenende in die vorletzte Runde. Die drei Titelaspiranten TSV Bigge-Olsberg (70 Punkte), SG Altenbüren/Scharfenberg (69) und TuS Medebach (67) haben alle schwere Auswärtsspiele zu bestreiten. Da ist es durchaus möglich, dass der VfL Giershagen, SV Oberschledorn/Grafschaft oder Azadi Spor Brilon eine Überraschung schaffen.

VfL Giershagen – TSV Bigge-Olsberg (Sonntag, 16 Uhr). Die Gastgeber werden sich auf dem Sportfest vor sicherlich zahlreichen Besuchern gegen den Spitzenreiter richtig reinhängen, zumal auch Jonas Dicke und Nico Metzner wieder dabei sind. Dazu hofft Trainer Anton Volpers noch auf den Einsatz von Alex und Marius Strohmeier. „Wir wollen die Meisterschaft noch spannender machen. Dafür müssen wir aber punkten. Das wäre uns zuletzt in Medebach fast gelungen“, so der VfL-Trainer.

Die Strunzertaler sind jedoch gut drauf und haben die letzten acht Spiele alle gewonnen. „Der VfL hat sich schon im Hinspiel in Bigge bestens verkauft und hat die letzten Wochen wieder gut gepunktet. Wir müssen also schon eine Topleistung abrufen, um dort zu bestehen. Allerdings fahren wir mit der „kleinen Serie“ im Rücken selbstbewusst nach Giershagen“, so TSV-Coach Dieter Möller.

SV Oberschledorn/Grafschaft – SG Altenbüren/Scharfenberg (Sonntag, 15 Uhr im Sportpark Rohwiese). Beim Tabellensechsten ist die Personalsituation weiter ange-spannt. Raphael Hänsch fehlt verletzungsbedingt und Bruder Dennis aufgrund der fünften gelben Karte. Da ist es nur gut, dass zumindest Dennis Lefarth und Jan Asmuth in den Kader zurückkehren. Zum Spiel sagt SVO-Trainer Peter Hunold: „Nachdem wir in den beiden letzten Partien gut gespielt, aber ohne Punkte geblieben sind, wollen wir jetzt gegen den dritten Titelkandidaten versuchen, etwas Zählbares zu holen.“ Für den Tabellenzweiten zählt nur ein Sieg. Dazu Trainer Andreas Hogrebe: „Wir müssen gewinnen, sonst sind wir weg vom Fenster. Das wird natürlich sehr, sehr schwer. Da muss schon alles bei uns passen.“

Azadi Spor Brilon – TuS Medebach (Sonntag, 15 Uhr Kunstrasenplatz an der Jakobuslinde). „Ich freue mich mit meiner Mannschaft auf dieses Spitzenspiel. Gegen solch einen Gegner macht Fußball Spaß. Medebach hat schon lange nicht mehr verloren. Ich setzte mit der Unterstützung unserer Fans auf die Heimstärke, immerhin stellen wir die zweitstärkste Heimmannschaft“, betont Spielertrainer Tekim Bingöl, der wieder auf Vehsel Oktaj zurückgreifen kann.

Die Hansestädter wollen natürlich ihre Positivserie von 18 ungeschlagenen Spielen fortsetzen. Dazu Trainer Uli Drilling: „Wir sind uns schon der Schwere der Aufgabe bewusst, da Azadi zu Hause mehr Punkte geholt hat als wir auswärts. Da kommt es mehr als ungelegen, dass gleich mehrere meiner Spieler mit Blessuren auf der Kippe stehen.“

FC Assinghausen/Wiem./Wulm. – VfB Marsberg (Sonntag, 15 Uhr in Assinghausen). Die Diemelstädter kommen mit fünf Siegen in Folge ins Grimmedorf, während der FC seit fünf Spielen auf einen „Dreier“ wartet (3 U., 2 N.). Dazu Trainer Andreas Frese: „Auch wenn die letzten Auftritte wenig Mut machen, habe ich noch Hoffnung, dass wir gegen die starken Marsberger etwas Zählbares holen können. Ich wünsche mir, dass wir auf dem Sportfest in Assinghausen alles geben und uns von den heimischen Fans versöhnlich in die Sommerpause verabschieden.“

FC Dreislar – SV Brilon II (Sonntag, 15 Uhr). Die Gastgeber haben zuletzt drei Niederlagen kassiert und sind aufgrund des Sieges vom Mitkonkurrenten SG Hoppecke-tal/Padberg am Donnerstag noch lange nicht gerettet. „Das ist uns bewusst. Daher müssen wir gegen Brilon noch mal alles rausholen und unbedingt als Sieger vom Platz gehen. Das geht aber nur, wenn wir unsere Torchancen endlich mal konsequenter nutzen“, sagt FC-Trainer Carlos Ruivo, der Daniel Schulte wieder dabei hat. Verlet-zungsbedingt ausfallen werden Christian Huneck, Kevin Kappen und Florian Becker.

TuS Züschen – BV Alme (Sonntag, 15 Uhr). Die Kicker aus dem Golddorf haben zuletzt sieben Mal verloren und können froh sein, dass sie vorher schon so viele Punkte gesammelt haben. Endgültig gerettet sind sie noch nicht. Erst ein Sieg würde den Klassenerhalt bedeuten. Die Schwarz-Gelben aus Alme haben von den 13 Spielen nach der Winterpause nur in Madfeld gewonnen und stehen schon als Absteiger fest. „Alles ist wieder total verkorkst. Drei Spieler ge-sperrt und drei im Urlaub. Ich hoffe, dass sich die letzten 11 im letzten Heimspiel zerreißen. Es ist aber nicht das Problem von den Spielern die da sind, sondern von denen, die seit Wochen den Verein hängen lassen. Ich bin froh, wenn es endlich vorbei ist“, so ein enttäuschter Dominic Susewind.

VfR Winterberg – FC Hilletal (Sonntag, 15 Uhr am Postteich). Die Gäste werden die Saison vermutlich mit dem 12. Platz beenden. Für den VfR ist jedoch noch ein einstelliger Tabellenplatz drin. Von daher werden die Kicker von Marcus Wahle alles daran setzen, den Gast zu besiegen. Die Bilanz aus den letzten Jahren spricht deutlich für den VfR, der von den sechs Stadtduellen nur in der Saison 2009/10 verloren hat. „Wir wollen unseren Fans im letzten Heimspiel einen schönen Saisonabschluss geben. Außerdem sollten meine Spieler das Hinspielergebnis noch nicht vergessen haben“, so VfR-Trainer Marcus Wahle.