Trio bleibt hinter den Erwartungen zurück

Altkreis..  In dem vierten Teil unserer Serie „Die A-Ligisten vor dem Start in die Rückrunde“ geht es heute um die beiden Ex-Bezirksligisten FC Assinghausen/Wiem./Wulm. und SV Oberschledorn/Grafschaft sowie den zuletzt zweimaligen Vizemeister SV Brilon II, die alle im gesicherten Mittelfeld der Tabelle die Plätze acht bis zehn belegen.

FC Assinghausen/Wiem./Wul.

Der FC Assinghausen/Wiemeringhausen/Wulmeringhausen hat mit 25 Zählern auf dem achten Tabellenplatz überwintert. Der Punkteabstand zu Rang vier beträgt aber nur drei Zähler, so dass das erklärte Saisonziel, einen Platz unter den ersten fünf Mannschaften zu erreichen, auf jeden Fall noch greifbar ist. Der Verein aus dem Stadtgebiet Olsberg, der am 1. März zunächst spielfrei hat, gehört neben dem FC Hilletal zu den Remis-Spezialisten in der Liga. In den 16 ausgetragenen Spielen gab es sieben Mal keinen Sieger.

Mit nur drei Niederlagen ist Trainer Andreas Frese aber mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden. „Wir haben bei den vier Erstplatzierten, und dazu noch auswärts, jeweils einen Punkt geholt. Damit haben die Jungs gezeigt, dass sie, wenn auch teilweise mit etwas Glück, mit den Top-Teams der Liga mithalten können. Auf der anderen Seite haben wir aber auch Punkte unglücklich und unnötig liegen lassen. Daher finden wir uns leistungsgerecht, aber nicht zufriedenstellend, im Mittelfeld der Tabelle wieder.“

Der Kader hat sich in der Winterpause arg reduziert, da mit Marius Deimel und Dominik Bathen (beide Kreuzbandrisse) sowie Marco Dommach (persönliche Gründe), Patrick Schmidt (geht zu seinem Heimatverein SuS Elpe zurück) und Özkan Ikbal (kehrt zum FC Hilletal zurück) gleich fünf Spieler nicht mehr zur Verfügung stehen.

Da kommt es Andreas Frese, der nach jetzigem Stand auch in der neuen Spielzeit das Traineramt beim FC ausüben wird, sehr gelegen, dass er zukünftig mit Lars Ratz wieder auf einen gestandenen A-Liga Spieler zurückgreifen kann.

Sorgen bereiten dem Trainer allerdings die ganzen Abgänge und Verletzungen. Andreas Frese: „Dadurch wird der Kader immer kleiner und wir sind in der Breite nicht mehr so gut aufgestellt. Um unsere Ziele dennoch zu erreichen, müssen sich alle Spieler steigern und zur Rückrunde mit noch mehr Arrangement und Willen an die Sache ran gehen. Dann, aber auch nur dann, ist noch eine besser Platzierung möglich.“

SV Oberschledorn/Grafschaft

Der langjährige Bezirksligist ist mit dem nur neunten Platz doch weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Erst durch die beiden Heimsiege zum Ende der Hin- bzw. Anfang der Rückrunde gegen die SG Hoppecketal/Padberg und BV Alme ist die Mannschaft von Trainer Peter Hunold ins ruhige Fahrwasser gekommen. Zuvor gab es nach einem noch recht guten Start mit fünf Siegen aus sieben Spielen eine große Durststrecke von acht Spielen ohne Sieg.

„Unser Ziel nach der Winterpause ist es, dass wir konstanter auftreten und noch möglichst viele Punkte sammeln. Nur so können wir unser vor der Saison ausgegebenes Ziel, einen Platz unter den Top Fünf zu belegen, noch verwirklichen“, betont Peter Hunold, der am Ende der Saison aufhört. Neue Trainer sind in der kommenden Saison Hubertus Albers und Rene Eickhoff (die WP berichtete).

Veränderungen im Kader hat es dahingehend gegeben, dass Dennis Hellwig den Verein in Richtung SV Deifeld verlassen hat. Dafür stößt der A-Jugendliche Daniel Derlich ab sofort zu den Senioren.

Vor dem ersten Meisterschaftsspiel am 1. März beim Bezirksliga-Mitabsteiger VfB Marsberg trägt die Mannschaft noch ein Testspiel aus und zwar am kommenden Samstag um 14.30 Uhr im Sportpark Rohwiese gegen den hessischen Kreisoberligisten SG Goddelsheim/Münden aus.

SV Brilon II

Die Reserve des SV Brilon befindet sich bereits seit dem 20. Januar wieder im Training. Bisher wurde erst ein Testspiel ausgetragen und zwar beim Tabellenzweiten der A-Liga Arnsberg TuS Bruchhausen. Hier präsentierte sich die Mannschaft vom Trainergespann Michael Lucke und Marco Harnacke beim 3:3 in guter Frühform (Tore: Oli Vogel, Christoph Brandenburg und Hendrik Ochsmann). Vor dem Saisonstart mit dem vorgezogenen Spiel am Freitag, 27. Februar, um 19.30 Uhr an der Jakobuslinde gegen den VfR Winterberg spielt der SVB noch am Samstag, 21. Februar, um 15.30 Uhr beim SC Berchum Garenfeld und gegen Valmetal.

Mit 23 Punkten aus 17 Spielen belegt der Vizemeister den zehnten Tabellenplatz. Der Rückstand auf Rang vier beträgt in der ausgeglichenen Liga nur fünf Punkte. „Wir wollen sicher noch wie auch Borussia Dortmund einige Plätze in der Tabelle nach oben klettern. Dafür werden wir aus der jungen und ehrgeizigen Truppe alles heraus kitzeln. Wir brauchen uns hinter keinem Gegner zu verstecken und sind in der Lage, an einem guten Tag jeden zu schlagen. Jeder der Spieler soll gefördert und gefordert werden“, berichtet Co-Trainer Marco Harnacke im WP-Gespräch.

Personell hat sich einiges in der Winterpause getan. In der Rückrunde kann Trainer Michael Lucke, der erst im November das Traineramt von Afrim Kodra übernommen hat und im Übrigen unter der Woche 50 Jahre alt geworden ist, wieder mit dem lange verletzte Goalgetter und Torschützenkönig Stephan Vogel planen. Auch Mittelfeldmotor Andre Loer steht nach seinem Auslandsaufenthalt wieder zur Verfügung. Dazu sind Ömer Yildiz und Mehmet Karakoc vom Ligakonkurrenten Azadi Spor zum SV Brilon gewechselt.