SV Oberschledorn/Grafschaft auf Kreisthron

Eslohe..  Mit einer faustdicken Überraschung endeten die Spiele um die Hallenkreismeisterschaft der Fußballdamen in der Esloher Dreifachsporthalle. Nicht der Abo-Sieger SV Thülen oder der Bezirksligist SuS Reiste standen am Ende ganz oben auf dem Kreistreppchen, sondern der A-Ligist SV Oberschledorn/Grafschaft.

Thülen gewinnt Altkreisduell 6:2

Die Kickerinnen von Spielertrainerin Britta Lübbert wollten zunächst erst einmal die Vorrunde überstehen. Dieses Vorhaben wurde in die Tat umgesetzt. Gegen den Ligagefährten und ärgsten Konkurrenten um die Feldmeisterschaft, den FC Remblinghausen, gab es einen eindrucksvollen 6:0-Erfolg. Danach musste sich der SVO/Grafschaft allerdings dem Titelverteidiger SV Thülen mit 2:6 geschlagen geben, ehe im letzten Gruppenspiel die SG Valmetal/Ostwig/Nuttlar mit 4:1 auf die Heimreise geschickt wurde.

Hinter dem SV Thülen hat sich der SV Oberschledorn/Grafschaft als Gruppenzweiter für das Halbfinale qualifiziert.

Der Landesligist aus Thülen wurde seiner Favoritenrolle in der Vorrunde mehr als gerecht. Im ersten Spiel wurde die SG Valmetal/Ostwig/Nuttlar mit 5:0 abgefertigt. Die Tore erzielten Lena Rabe (3) sowie Madeline Habbel und Pauline Ricken. Die Tore beim 6:2-Sieg über den späteren Sieger SV Oberschledorn/Grafschaft schossen Anna Hammerschmidt (3), Lena Rabe (2) und Madeline Habbel. Im letzten Gruppenspiel ließen es die Grün-Weißen etwas gemächlicher angehen. Dennoch wurde der FC Remblinghausen nach Toren von Anna Hammerschmidt (3), Anna Korsinski und Carolin Lingenauber mit 5:2 abgefertigt.

Der 3. Vertreter aus dem Fußballkreis Hochsauerland Ost, der VfL Giershagen, kam über die Vorrunde nicht hinaus. Die Damen aus dem Stadtgebiet Marsberg mussten in der Gruppe 2 dem SuS Reiste und der SG Obersorpe/Gleidorf/Holthausen den Vortritt lassen.

Im Halbfinale setzte sich der SV Oberschledorn/Grafschaft gegen die SG Obersorpe/Gleidorf/Holthausen mit 3:0 durch. Es war ein sehr zähes Spiel, das erst in der Schlussphase mit 3:0 entschieden wurde. Zuvor hatte die SG-Torfrau aus dem Stadtgebiet Schmallenberg unzählige Male einen Treffer verhindert. Dann trafen aber doch noch Lara Frese, Janine Koch und Lara Harbecke.

Im zweiten Spiel sorgte der SuS Reiste für die große Überraschung des Turniers. Mit 3:1 wurde der haushohe Favorit aus Thülen aus dem Turnier gekickt. Der Bezirksligist war zwar nicht die bessere, aber die clevere Mannschaft. Sie konterte den Titelverteidiger regelrecht aus. Es entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor und zwar auf das von Reiste. Doch das Gehäuse schien wie vernagelt und die Schlussfrau erwischte ihre besten 15 Minuten in dem Turnier. Lediglich die überragende Lena Rabe konnte die SuS-Torfrau überwinden.

Den Frust von der Seele geschossen

Damit konnten die SVT-Damen erstmalig in der Vereinsgeschichte den Hallen-Kreismeistertitel nicht verteidigen. Im Spiel um Platz 3 schoss sich der Landesligist gegen die völlig überforderte SG Obersorpe/Gleidorf/Holthausen dann den Frust von der Seele und demontierte den Gegner mit 13:0. Die Tore erzielten Lena Rabe (5), Anna Hammerschmidt und Madeline Habbel (je 3) sowie Celine Klärner und Carolin Lingenauber.

Im Finale setzte sich dann der SV Oberschledorn/Grafschaft mit 3:2 gegen den SuS Reiste durch. Das war der erste Kreismeistertitel in der Halle für die Damen aus dem Briloner Südkreis, die sich nach dem Schlusspfiff riesig über den unerwarteten Erfolg gefreut haben. In einem bis zum Schluss spannenden und ausgeglichenen Endspiel schossen Britta Lübbert (2) und Lara Harbecke die Tore.

„Mit diesem Sieg haben wir selbst am wenigsten gerechnet. Umso größer war die Freu-de nach dem Finalsieg. Da hat man wieder gesehen, dass in der Halle alles möglich ist“, sagte Britta Lübbert. Und Spielführerin Lara Frese setzte noch einen drauf. „Von unserer Seite haben wir gute und konzentrierte Spiele abgeliefert. Nur gegen Thülen hatten wir eine kleine Schwächephase.“

Zur Siegermannschaft gehörten Susanne Althaus, Lara Frese, Verena Kropff, Selina Hellwig, Lara Harbecke, Lisa Hölscher, Britta Lübbert, Luisa Timmermann und Janine Koch. Für den SV Thülen waren Nadine Tontara, Anna Korsinski, Carolin Lingenauber, Danie-la Bugno, Pauline Ricken, Celine Klärner, Madeline Habbel, Lena Rabe, Janina Lefarth und Anna Hammerschmidt am Start.