RW Erlinghausen findet zurück in Erfolgsspur

Erlinghausen/Brilon..  RW Erlinghausen hat am 19. Spieltag der Landesliga 2 nach vier Niederlagen in Folge den freien Fall mit dem 2:0-Heimsieg im HSK-Derby über den SV Hüsten 09 gestoppt. Mit dem vierten Heimsieg haben sich die Rot-Weißen wieder um zwei Plätze auf Platz sieben verbessert.

Gleichzeitig war es schon das 5. Spiel im „Hans-Watzke-Stadion“, in dem Torhüter Benedikt Müller keinen Gegentreffer kassiert hat. Der Zerberus im RWE-Kasten zeigte seine größte Tat nach einer Stunde Spielzeit, als er einen Elfmeter von Mikolajczak abwehren konnte.

Berlinski macht den Unterschied

Mann des Tages war aber zweifelsohne Spielführer Daniel Berlinski, der nicht nur wegen seiner beiden Tore der mit Abstand beste Mann auf dem Platz war. „Berle“ hat damit sein Torkonto auf elf Saisontreffer erhöht. „Ich lobe selten einen Spieler. Aber dieses Mal muss ich Daniel einfach besonders erwähnen. Was er gespielt hat, war einfach fantastisch. Er hat den Unterschied ausgemacht“, freute sich Teammanager Olcay Eryegin über den starken Auftritt seiner Nummer acht.

Beim Tabellenvorletzten hat man dagegen nicht gesehen, dass er dick im Abstiegssumpf steckt. Bis auf den verschossenen Elfmeter haben sich die Grün-Weißen keine klare Chance herausgespielt. Mit solch einer Leistung wird der Klassenerhalt nur schwer zu schaffen sein.

„Wir haben nach vorn viel zu wenig Betrieb gemacht. Das war zu wenig“, so das treffende Fazit von SV-Trainer Torsten Garbe, der frustriert die Heimreise antreten musste. Ganz anders RWE-Coach Vaidas Petrauskas, der nach dem Schlusspfiff ein ungewohntes Lächeln im Gesicht hatte. Einzige Wermutstropfen waren die Verletzungen von Nils Meyer und André Watzke, die dazu führten, dass mit Moritz Wilke ein RWE-Youngster sein Landesligadebüt feiern konnte.

„Wir hätten das 3:0 nachlegen müssen. Dennoch haben wir die drei Punkte sicher nach Hause gefahren. Kompliment an die gesamte Mannschaft, die lediglich nach dem 2:0 etwas gewackelt hat. Der Dreier war eminent wichtig. Jetzt können wir Ostermontag ohne Druck nach Attendorn fahren“, so Olcay Eryegin.

Bezirksliga

Für die beiden heimischen Vertreter aus dem Altkreis Brilon läuft es in der Bezirksliga überhaupt nicht rund. Der SV Brilon leistete sich eine katastrophale 2:3-Heimniederlage gegen das Schlusslicht Werdohl und der FC Nuhnetal ging in Langenholthausen mit 1:6 unter. Brilon kann die Meisterschaft erst einmal abhaken und Nuhnetal rutscht immer weiter in den Abstiegssumpf.

Trainer „Schorsch“ Niglis vom SV Brilon war am Abend nach dem Spiel noch fassungslos. „Schlimmer geht´s nimmer. Wir haben alle Tugenden des Fußball vermissen lassen. Meine Warnungen vor dem Anpfiff, dass solche Spiele auch in eine andere Richtung laufen können, sind offenbar nicht gehört worden. Die Spieler, die auf dem Platz gestanden haben, sollten in der Lage sein, solch ein Spiel zu gewinnen. Mit dieser Leistung haben wir oben in der Tabelle überhaupt nichts zu suchen.“

Stark ersatzgeschwächt war der FC Nuhnetal in Langenholthausen angetreten. Das Konzept von Trainer Arno Deimel war bereits nach zwei Minuten über den Haufen geworfen, als ein Rückpass im eigenen Gehäuse landete. „Dadurch war gleich zu Beginn wieder eine kollektive Verunsicherung zu spüren. Von den sechs Gegentoren haben wir zwei komplett unnötige Eigentore produziert und sahen bei den anderen Gegentreffern wahrlich nicht gut aus. Die Gegentore, vor allem die Eigentore, hatten teilweise etwas mit ungewollter Comedy zu tun. Man muss einfach feststellen, dass wir zurzeit aufgrund der vielen Ausfälle nicht in der Lage sind, Bezirksliga-Niveau zu spielen“, so ein enttäuschter Arno Deimel.