Nur ein Punkt aus vier Duellen

Altkreis..  Die bereits fünfte Heimniederlage hat RW Erlinghausen am 26. Spieltag der Fußball-Landesliga Westfalen mit 0:1 gegen den SC Neheim kassiert. Damit sind die Lampenstädter wieder an den Rot-Weißen vorbeigezogen, die mit 35 Punkten wieder Tabellenneunter sind. RWE hat aus den letzten vier direkten Duellen mit dem SC Neheim nur einen Zähler geholt und auch nur ein Tor geschossen.

Ein richtiger Spielfluss kam bei den Gastgebern während der 90 Minuten nicht auf. Spielmacher Daniel Berlinski, der aufgrund von Adduktorenproblemen von Trainer Vaidas Petrauskas geschont wurde, wurde schmerzlich vermisst. Auf der Position von Ber-linski spielte Oliver Gutzeit, der auch die erste Chance des Spiels hatte. Ansonsten waren Tormöglichkeiten auf Seiten von RWE Mangelware. Da die Gäste ein Chancenplus hatten, war der Sieg am Ende auch nicht unverdient. Bester RWE-Kicker war Torhüter Benedikt Müller, der sich mehrmals auszeichnen konnte. „Bene hat mal wieder einen Sahnetag erwischt und gezeigt, dass er mit zu den besten Torhütern in der Liga zählt“, so das Lob von Neheims Trainer Alex Bruchhage.

Ein kleiner Wermutstropfen war die gelbe Karte für Nils Meyer. Da es die fünfte war, wird der Abwehrspieler am Pfingstmontag beim BSV Menden fehlen. „Neheim hätte den Sack viel eher zu machen können. Genügend Chancen waren da. Wir konnten nicht an die guten Leistungen aus den letzten Spielen anknüpfen und haben damit nach drei Spielen ohne Niederlage dieses Mal verdient verloren“, so das Fazit von Olcay Eryegin.

Bezirksliga 4

In der Bezirksliga ist der SV Brilon vier Spieltage vor Beendigung der Saison durch den 4:3-Auswärtssieg in Langenholthausen an den SF Birkelbach auf den zweiten Tabellenplatz vorbeigezogen. Unter den Zuschauern befand sich auch Staffelleiter Dirk Potthöfer, der sich an diesem 26. Spieltag offenbar das richtige Spiel ausgesucht hatte. Aufgrund der Offensivqualitäten beider Teams hatte er im Vorfeld mit einem Torfestival gerechnet. Damit sollte er Recht behalten, immerhin gab es sieben Tore am Düsterloh zu sehen. Torschützenkönig Rene Weißbach ging allerdings leer aus. Sicher ein Verdienst der SVB-Abwehr, die an diesem Tage jedoch in der ein oder anderen Situation gewackelt hat. Garant für den Erfolg waren mal wieder die beiden Toptorjäger des SVB. Sowohl Alex Flock als auch Jan Niklas Bause trafen je zweimal und haben beide jetzt je 22 Treffer auf ihrem Konto.

Bei jetzt noch drei ausstehenden Heimspielen und nur noch einem Auswärtsspiel (in Eslohe) kann sich der SVB berechtigte Chancen zumindest auf den zweiten Platz ausrechnen. „Wir haben nach der Winterpause starke Spiele abgeliefert und auch guten Fußball gespielt. Dazu viele Tore geschossen. Letztendlich können wir uns dafür noch nichts kaufen. Ich denke immer nur an den nächsten Gegner und der heißt am Pfingstmontag Plettenberg“, so die klaren Worte von „Schorsch“ Niglis.

Für den FC Nuhnetal sieht es dagegen nach der neuerlichen Pleite mit 0:7 gegen den TuS Sundern im Kampf um den Klassenerhalt sehr düster aus. Nach der Winterpause wurde aus zehn Spielen noch nicht ein Punkt geholt. Wenn am Pfingstmontag beim Schlusslicht Werdohl nicht gewonnen wird, sollte der Bezirksligaabstieg nicht mehr zu verhindern sein.

Dementsprechend angefressen war mal wieder Trainer Arno Deimel. „Das war vor allem in den ersten 45 Minuten eine nicht bezirksligataugliche Vorstellung. So ein Auftritt macht einfach wenig Hoffnung auf den Klassenerhalt. Die zweite Hälfte war etwas besser. Aber auch hier waren wir deutlich unterlegen. Einige meiner Spieler scheinen mit der jetzigen Situation komplett überfordert zu sein. Verunsicherung pur war da zu sehen. So hat Sundern auch in dieser Höhe verdient gewonnen und war uns in allen Belangen überlegen.“

HSK-Kreisliga A Ost

In der HSK-Kreisliga A Ost geht das Kopf-an-Kopf-Rennen um die Meisterschaft weiter. Die drei Topteams gewannen ihre Spiele, wobei der 9:1-Kantersieg des Spitzenreiters TSV Bigge-Olsberg ins Auge sticht. „Der Gegner hat in der zweiten Halbzeit stark nachgelassen. Die Einwechselung zur Pause von Nico Sperling hat den Ausschlag gegeben. Der war an allen sieben Toren beteiligt. Es bleibt spannend. Keiner der Mitkonkurrenten gibt sich Blöße“, so TSV-Coach Dieter Möller.

Auch der Tabellenzweite SG Altenbüren/Scharfenberg hat seine vierte Auswärtsaufgabe in Folge beim FC Assinghausen/Wiem./Wulm. mit 4:1 in souveräner Manier gelöst. „Wir hatten das Spiel im Griff und hatten auch die besseren Chancen. Damit haben wir den Titelkampf spannend gehalten“, meint Trainer Andreas Hogrebe.

Der TuS Medebach hat sich beim 3:1-Sieg gegen den SV Obermarsberg in der ersten Halbzeit schwer getan. „Hier hat es uns an Handlungsschnelligkeit gefehlt. Der Gegner war uns immer einen Schritt voraus. Das Unentschieden zur Halbzeit ging in Ordnung“, betont Trainer Uli Drilling, der nur mit der zweiten Halbzeit zufrieden war. „Da haben wir zwei Schüppen drauf gepackt und auch verdient gewonnen.“