Für den TC Brilon wird ein Traum wahr

Brilon..  Am Wochenende war es endlich so weit. Die erste Herrenmannschaft des TC Brilon ist zum ersten Mal in der nun schon 108 -jährigen Vereinsgeschichte in die Südwestfalenliga aufgestiegen.

Die vor vier Jahren begonnene Mission startete 2012 in der zweiten Bezirksklasse. Zwar geriet der Höhenflug kurzfristig ins Stocken, als der TCB nach dem ersten Aufstieg postwendend wieder abstieg, doch der Verein hielt aller Rückschläge zum Trotz an seinem Konzept fest und das Vertrauen in die junge Truppe und Trainer Stefan Riex sollte belohnt werden. Im Jahr 2014 gelang der erneute Sprung in die 1. Bezirksklasse, dem nun der erstmalige Aufstieg in die Südwestfalenliga folgte.

Nun gehört die erste Herrenmannschaft des TC Brilon zu den besten Mannschaften im Sauerland. Bemerkenswert dabei: Alle Begegnungen im Jahr 2015 konnten gewonnen werden. Am 1. Spieltag war Brilon zu Gast beim TC Rot-Weiß Hagen (6:3), es folgte das erste Heimspiel gegen den TV Hilchenbach, das knapp mit 5:4 gewonnen wurde. Weiter ging es auswärts gegen Grün-Weiß Silschede (8:1). In der zweiten Saisonhälfte gab es Siege gegen Grün-Weiß Haspe (5:4), im entscheidenden Spiel in Wilgersdorf (6:3) und abschließend gegen Platte Heide (6:3). Die Zuschauer sahen dabei eindrucksvolles Tennis mit hochklassigen und spannenden Spielen.

Gute Stimmung in der Mannschaft

Die immer positive Stimmung innerhalb der Mannschaft war wohl die Grundlage des Erfolgs, der Garant dafür war die Verpflichtung zweier Spieler aus Polen die spielerisch und menschlich ein Glücksgriff waren. Die beiden Führungsspieler gingen jeweils in allen zwölf Matches als Sieger vom Platz. Dabei konnte die Nummer eins der Mannschaft Eduardo Vergopolem – gebürtiger Brasilianer - sogar einen Spieler schlagen, der vor ein paar Jahren in der 2. Bundesliga spielte. Ebenfalls eine Klasse für sich war Wojciech Adamek, der in Polen in der Altersklasse U18 zu den Top-10 zählt.

Mannschaftsführer Christian Wanninger (9:3 - Bilanz) konnte mit seinem effektiven Spiel überzeugen, genau wie „Rückkehrer“ Stefan Elias (8:2 - Bilanz), der in den letzten zwei Jahren berufsbedingt ausgesetzt hatte. Stefan Deimel, der seine Matches überwiegend im Matchtiebreak gewann, steuerte ebenso wichtige Punkte bei, wie Christoph Schneider und Daniel Wanninger. Erwähnt sei auch Theo Fritz, der aufgrund einer Verletzung von Stefan Deimel sehr kurzfristig einsprang und bei seinem Debüt in der ersten Mannschaft durchaus eine gute Leistung bot.