Einmal Rom-Willingen und zurück

Willingen..  Seit 1988, als bei Olympia in Calgary Eddie „The Eagle“ im US-Fernsehen ein Star wurde, interessiert sich Blase Billack aus New Jersey in den USA für Skispringen. Sein Favorit ist bis heute die Skisprung-Legende Adam Malysz aus Polen.

Billack ist 41 Jahre alt und arbeitet als Professor am College für Pharmazie und Gesundheit an der St. John’s Universität in New York. Für einen Monat ist er jetzt in Rom, um dort US-Studenten in Anatomie und Physiologie zu unterrichten. „Ich habe viel Heimweh, vermisse meine Frau und unsere beiden Kinder sehr“, sagt der Amerikaner. Um sich abzulenken, unternimmt er in seiner Freizeit Reisen.

Als er kürzlich den Skisprung-Weltcup in Zakopane im Fernsehen sah, reifte die Idee, an diesem Wochenende nach Willingen zu kommen. Also nahm er Kontakt mit dem Ski-Club auf. „Ich wollte schon immer mal nach Deutschland reisen, aber live dabei bei einem Weltcup der besten Skispringer war ich noch nie“, so Billack.

Ehrengast an der Schanze

Nun wird er am Samstag beim Team-Weltcup als Ehrengast des SCW an der Mühlenkopfschanze sein. 1616 Kilometer hat er dann von Rom über die Zwischenstationen Köln und Dortmund mit dem Flieger und dem Bus zurückgelegt.

In der heiligen Stadt wohnt er nur 20 Gehminuten vom Vatikan entfernt. Nach dem Weltcup in Willingen geht es direkt zurück nach Dortmund, wo er übernachtet und dann von Köln aus wieder Richtung Rom fliegt. „Ich bin so aufgeregt wie ein Teenager“, beschreibt Blase Billack seine Gemütslage während der Anreise.

In Willingen hat sich der weitgereiste Skisprungfan mit Weltcup-Pressechef Dieter Schütz verabredet. „Ich hoffe, dass ich in Willingen viele neue Freunde finden werde“, so Blase Billack.

Wenn er am Sonntag zurück in Rom den Einzel-Weltcup aus Willingen im Fernsehen verfolgt, wird er das nach den vielen Eindrücken mit ganz anderen Augen sehen. Der Super-Bowl, der zeitgleich viele Millionen Amerikaner in den Bann ziehen wird, interessiert ihn nicht („too crazy“). Das Herz von Blase schlägt fürs Skispringen.

Nach dem Willingen-Trip und dem Weltcup an der Mühlenkopfschanze ganz bestimmt umso mehr.