Drei harte Wochenenden für Niklas Kry

Oschersleben/Brilon..  In der Motorsportarena Oschersleben startete die dritte Veranstaltung des ADAC Kart Masters. 187 Fahrerinnen und Fahrer traten in Deutschlands stärkster Kartrennserie an und lieferten sich tolle Rennen.

Der 1018 Meter lange Kurs in Oschersleben gilt als Hochgeschwindigkeitsstrecke und war auch diesmal wieder Schauplatz zahlreicher Windschattenduelle und knapper Rennentscheidungen.

Das Wetter präsentierte sich zu Beginn etwas ungemütlich. Starker Regen bestimmte das Bild in der Magdeburger Börde. Nach der Mittagspause wurde es aber trocken und die Heats starteten bei besten Streckenverhältnissen. Später kam dann sogar der Sommer zurück und bescherte strahlenden Sonnenschein und angenehme Temperaturen.

In der Klasse der X30 Senioren war der Briloner Niklas Kry einer der 42 Starter dieser Motorenklasse. Kry war an den beiden vorherigen Wochenenden bei der DKM im belgischen Genk und bei der CIK-FIA Kart EM im englischen Grantham unterwegs.

Immer wieder Pech

„In Genk hatte ich einen heftigen Unfall der das Gesamtergebnis nicht gut ausschauen lies, in England war es dann das Material das nicht passte. Die Chassis die aus Italien kamen waren für die Streckenverhältnisse und die Reifen ungeeignet, wir standen dort gegenüber den anderen Werksteams auf verlorenem Posten. Aber Oschersleben ist eine meiner Lieblingsstrecken, hier sollte was gehen“, hoffte Kry vor dem Rennen in Oschersleben.

Die Trainings sahen dann auch schon sehr gut. Pünktlich zum Start setzte dann aber Regen ein und im Qualifying funktionierte es zunächst nicht so gut. Nur Platz 21 vor den Heats (Qualifikationsrennen), in denen die 34 Startplätze für die Finalrennen ausgefahren werden. „Wir haben bei der Übersetzung ein wenig gepokert und verloren. Für die Streckenverhältnisse waren wir zu lang übersetzt“ so ein Mechaniker des RTG-Kartsport Teams.

Im ersten Heat ging es für Kry von Startplatz 14 aus mit hervorragenden Rundenzeiten bis auf Platz 4 nach Vorne und im zweiten Durchgang - erneut startete er von Platz 14 - reichte es immerhin zu Platz fünf. Mit einer Zeit von 39,256 Sekunden markierte er dabei die schnellste Runde des Wochenendes in der Klasse der X30 Senioren.

Zum ersten Rennen ging es dann für Kry von Startplatz vier aus. Der Start verlief gut und Kry lieferte sich an der Spitze harte Duelle mit seinen Kontrahenten. Im Rennverlauf gab es dann aber einen heftigen Unfall im hinteren Feld in den auch Kry`s Teamkollege Dennis Menze verwickelt war. Das Rennen wurde abgebrochen und nach einer Unterbrechung neu gestartet. Es waren nur noch wenige Runden zu fahren und Kry beendete das erste Rennen auf Platz 4.

Die Freude währte aber nicht lange, die Rennleitung belegte Kry mit einer 5 Sekunden Strafe die ihn auf Platz 17 zurück warf. Vorausgegangen war ein vermeintlicher Rempler von Kry, der in der Video-Analyse der Rennleitung aber noch nicht mal eindeutig zu sehen war.

Gedanken an vorzeitige Abreise

Der erste Gedanke war, so Kry, dann auch die Segel komplett zu streichen und nicht mehr zu starten. Aber schließlich wirkte der Briloner auf die Teamleitung ein und setzte einen Start im zweiten Rennen durch.

Von Platz 17 aus und mit einem nur mäßigen Start zeigte er dann eindrucksvoll was möglich gewesen wäre. Mit erneut super Rundenzeiten schaffte er es noch bis auf Platz 8 und sicherte sich noch Meisterschaftspunkte.