Deutsche Siege durch Oelsner und Kroll

Winterberg..  Knisternde Spannung bei den Männern, klare Verhältnisse bei den Frauen - und am Ende siegten jeweils die Deutschen. Richard Oelsner/Eric Franke (Riesa) sowie Sandra Kroll/Franziska Fritz (Königssee) gewannen die Zweier-Rennen beim Bob-Europacup in Winterberg. Im großen Schlitten räumte Simone Bertazzo (Italien) mächtig ab.

Oelsner/Franke mit Zittersieg

Die nach dem ersten Lauf führenden Sachsen Oelsner/Franke retteten einen Vorsprung von acht hundertstel Sekunden ins Ziel. Mit ihrer Bestzeit im zweiten Durchgang konnten sich Ugis Zalmis/Intars Dambis aus Lettland nur noch vom dritten auf den zweiten Platz vorarbeiten und damit Christoph Hafer/Paul Krenz (Bad Feilnbach) verdrängen. Der diesmal von Pierre Jaques angeschobene Albrecht Klammer (Oberbärenburg), zuletzt immerhin Weltcup-Vierter in Königssee, belegte diesen Rang nun ebenfalls im Hochsauerland. Auf Position acht landeten Florian Wagner/Felix Krieg (Oberhof). In diesem achten und letzten Europacup-Wettbewerb der Saison reichte Bertazzo ein sechster Platz mit Francesco Costa, um sich die Gesamtwertung zu sichern. Bester Deutscher war Hafer als Dritter.

In der Damen-Konkurrenz schafften Kroll/Fritz jeweils zweimal die beste Start- und Laufzeit und distanzierten damit Miriam Wagner/Sarah Noll (Riesa) deutlich um 63 Hundertstel. Nach Lauf eins hatte Anna Köhler vom BSC Winterberg mit Anschieberin Vivian Bierbaum Rang drei inne, verspielte diesen jedoch durch eine unsaubere Fahrt im zweiten Durchgang und fiel hinter Maria Adela Constantin/Andrea Grecu (Rumänien) zurück. Als Fünfte kamen Mariama Jamanka/Anne Lobenstein (Potsdam) ins Ziel. Constantin sicherte sich das Gesamtklassement vor Wagner.

Annika Drazek angeschlagen

„Es ist schade, dass Anna Köhler keine Medaille geholt hat“, bedauerte der Winterberger Vereinschef Jens Morgenstern. Allerdings büßte die 21-Jährige am Start Zeit ein, denn sie musste kurzfristig auf Klubkollegin Annika Drazek verzichten, die wegen Oberschenkelproblemen absagte. „Aber das Ergebnis ist im grünen Bereich und auch sonst hat alles geklappt“, fuhr Morgenstern fort.

In der abschließenden Entscheidung bei den Viererbobs setzte sich Bertazzo mit Simone Fontana, Costantino Ughi und Francesco Costa durch. Lediglich eine Zehntelsekunde betrug der Vorsprung vor Hafer, zu dessen Team Marc Rademacher, Michael Salzer und Jakob-Kilian Trenkler gehörten.

Das Gesamtklassement im großen Bob schnappte sich Bertazzo genauso wie die kombinierte Saisonwertung aus Zweier und Vierer. Auch hier war Hafer mit den Plätzen vier bzw. drei bester Deutscher.