Der Tag der allerletzten Chance

Winterberg..  Tag der allerletzten Chance – unter diesem Motto steht für die heimischen Asse Alexander Gassner (BSC Winterberg) und Katharina Heinz (RSG Hochsauerland) die Deutsche Meisterschaft im Skeleton an diesem Sonntag (10 Uhr) in Winterberg. Beide besitzen nur noch minimale Aussichten, sich für die Bob- und Skeleton-WM vom 23. Februar bis 8. März 2015 auf ihrer Heimbahn zu qualifizieren.

Es bedarf einer Sensation

Der 25-jährige Gassner und die zwei Jahre ältere Heinz haben die vom nationalen Verband BSD gesetzte Startnorm in mehreren Tests nicht erfüllt und somit die Nominierung für den Weltcup verpasst. Die Teilnahme an dieser hochkarätigen Wettkampfserie ist jedoch eigentlich die Voraussetzung für einen WM-Auftritt. Es sei denn sie fahren jetzt zu sensationellen Siegen bei den deutschen Titelrennen.

Hoffnungen hegt auch noch Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland). Die 19-Jährige ist in der zweiten Liga, dem Intercontinental-Cup, zurzeit sehr erfolgreich unterwegs, gewann dort zuletzt dreimal hintereinander und könnte noch durch die Hintertür zur Weltmeisterschaft gelangen, wenn sie vorher wie in der Vorsaison die Junioren-WM gewinnt und damit das Startrecht für den Höhepunkt des Winters erwirbt.

Näher am großen Ziel sind sicher Tina Hermann (Königssee), die in ihrem ersten Weltcup-Winter bisher mit den Plätzen vier und drei glänzte, Sophia Griebel (Suhl) und Anja Huber-Selbach (Berchtesgaden). Allerdings läuft es bei der routinierten Pilotin aus Bayern in der letzten Saison ihrer Karriere bisher nicht wie gewünscht.

Bei den Männern gilt Axel Jungk (Riesa) – wie Hermann ein Weltcup- Neuling – nach Rang vier in Lake Placid und Position fünf in Calgary als Favorit. In Kanada reihte sich Christopher Grotheer (Oberhof) zuletzt sogar noch einen Rang vor Jungk ein, nachdem er aber zum Auftakt als 15. enttäuscht hatte. Kilian von Schleinitz (Königssee) dagegen schaffte es in der für ihn ebenfalls neuen Umgebung als 17. und 12. noch nicht unter die Top Ten.