Der letzte Feinschliff ist vollbracht

Willingen..  Nun ist es soweit, der Triple-Weltcup des Ski-Club Willingen auf der Mühlenkopfschanze beginnt heute. Jeden Tag herrschte diese Woche von früh bis spät ein munteres Treiben an der größten Großschanze der Welt.

Überschüssiger Schnee im Auslauf wurde mit der Pistenwalze zusammengeschoben, mit dem Bagger auf LKW geladen und zur EWF Biathlon Arena gefahren. Die Nachwuch-Skijäger des SCW freuen sich über die verbesserten Trainingsbedingungen und genügend Schnee unter dem Ski. Am Anlaufturm wurde die Eisspur weiter verfeinert. Die vielen Free Willis, die ehrenamtlichen Helfer, wurden dabei klitschnass, denn die Niederschläge wechselten ständig zwischen Schnee und Regen. Harte Bedingungen für alle.

Die Bühne für den Auftritt des Schweizer DJ Antoine wurde fertig gebaut, das transparente Zelt für den Servicebereich mit Springerlounge und Mannschaftcontainern im Fanbereich stehen. Mit schweren Maschinen wurden die einzelnen Teile der ersten Videowall installiert, die zweite folgt. Im Sub-Pressezentrum an der Schanze wurden Tische und Bestuhlung angeliefert. Hier finden nach den drei Weltcups und den Siegerehrungen die internationalen Pressekonferenzen mit den drei Erstplatzierten statt. Die VIP-Bereiche „Aufwind“ und „Ettelsberg“ wurden fein gemacht, damit sich alle Ehrengäste wie unter anderem Schirmherr und hessischer Innenminister Peter Beuth.

Auch der Fahrdienst unter Leitung von Uwe Donath und Thomas Behle hatte im wahrsten Sinne alle Hände voll zu tun, um für die einzelnen Abteilungen wichtige Gebrauchsgegenstände für den Weltcup von A nach B zu fahren.

Ein gefragter Mann

Ein gefragter Mann war einmal mehr Schanzenchef Wolfgang Schlüter, der zurzeit viele Interviews gibt. „Ich bin wirklich froh, dass es bislang keinerlei Verletzungen gegeben hat und die Schanze fantastisch präpariert ist“, so Schlüter. Dennoch gibt es immer noch genug zu tun. „Wir mussten die Tribünen frei räumen, um die Sicherheit der vielen Skisprungfans zu gewährleisten“, so SCW-Präsident und Weltcup OK-Chef Jürgen Hensel.

Der große Tross der Skisprung-Familie reiste am Donnerstag zum Weltcup nach Willingen an. Die deutschen Skispringer wohnen einmal mehr im Kurhotel Hochsauerland 2010. Die Flutlichtprobe fand am Donnerstag statt, danach testeten die zwölf Vorspringer die Mühlenkopfschanze mit jeweils drei Sprüngen. Wenn alles zusammenpasst, kann laut Schanzenchef Schlüter durchaus der Schanzenrekord fallen. Den halten mit 152 Metern die lebende Skisprunglegende Janne Ahonen aus Finnland (2005) und der Slowene Jurij Tepes (2014). Beide sind für den FIS Skisprung Weltcup in Willingen gemeldet.

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