BW Hesborn kämpft gegen den Abstieg
19.02.2010 | 18:00 Uhr 2010-02-19T18:00:00+0100Hesborn. In unserer Vorschau blicken wir heute auf BW Hesborn. Das Team kämpft gegen den Abstieg.
Bei BW Hesborn ist die Lage noch nicht so prekär wie beim Ortsnachbarn Medelon. Die Blau-Weißen haben auf die Nichtabstiegsränge, die augenblicklich von Hilletal und Bruchhausen-Elleringhausen eingenommen werden, nur zwei Zähler Rückstand.
Die sind aufzuholen. Aber nur dann, wenn sich die Verletztenmisere bessert und die Mannschaft endlich in der Liga konstanter wird. Tritt dies nicht ein, droht nach vier Jahren Kreisligaoberhaus der Abstieg.
Das ins Auge gefasste Saisonziel, mit dem Abstieg nichts zu tun haben zu wollen, ist gründlich in die Hose gegangen. „Wir müssen die Messlatte neu auflegen. Von unserem gesteckten Ziel sind wir weit entfernt. Für uns zählt jetzt einzig und allein der Klassenerhalt", betont Michael Isenberg, der seit Anfang 2008 die Trainingsarbeit in Hesborn leitet und auch über die Saison hinweg seine Zusage gegeben hat. „Wir bleiben zusammen, egal was passiert."
Ein großes Manko ist sicherlich die Abwehr, die in einigen Spielen die Schießbude in der Liga war und mit 59 die bisher meisten Gegentore kassiert hat. Dies ist aber auch darauf zurückzuführen, dass aus der Defensive immer wieder Spieler verletzungsbedingt fehlten. „So ein Seuchenjahr habe ich noch nicht erlebt. Im Durchschnitt haben mir wenigstens fünf Spieler gefehlt. Dadurch hatte ich natürlich schlechte Karten. Ich konnte bei dem kleinen Kader keinen Druck ausüben. Die Mannschaft hat sich fast immer von selbst aufgestellt. Das ist nicht gut", weiß Michael Isenberg.
Besserung ist jedoch in Sicht, da unter anderem Florian Biskoping, der vor der Serie aus Lennetal kam und nur zwei Spiele mitgemacht hat, wieder fit ist. Hiervon verspricht sich der Coach eine Stärkung für die Defensive. Auf der anderen Seite wurde auch die Offensive verstärkt. Nach anderthalb Jahren Bezirksliga beim SV Oberschledorn hat sich Angreifer Marco Temme wieder seinem Heimatverein angeschlossen. Er wird der Mannschaft auf jeden Fall weiterhelfen.
Dabei war der Tabellenvorletzte mit sieben Punkten aus vier Spielen nicht schlecht aus den Startlöchern gekommen. Unter anderem wurde hier auch der SV Thülen besiegt. Die beste Platzierung war der 2. Platz zum Saisonauftakt. Danach ging die Fieberkurve nach einem noch kurzfristigen Hoch am 9. Spieltag mit Platz sieben aber steil bergab.
Die notwenigen Punkte für den Klassenerhalt sollen vor allem daheim geholt werden. Sechsmal treten die Blau-Weißen noch auf ihrem Rasen an. Gleich nach der Winterpause kommt die Reserve des VfB Marsberg, gegen die allerdings bisher noch kein Zähler auf der Habenseite steht. „Zu Hause müssen wir wieder dominanter auftreten. Hier werde ich die Hebel ansetzen. Wir müssen den Gegnern bei uns wieder die Zähne zeigen. Jeder weiß, worum es geht. Wir kommen da unten nur gemeinsam raus", so die Vorgabe des Trainers, der seinem Angreifer und Torschützen Dennis Hänsch eine ordentliche Serie bescheinigt. „Trotz körperlicher Blessuren ist er aufgelaufen und hat schon neun Tore gemacht."

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