Breuer lobt faire Geste des SVB-Linienrichters

Altkreis..  RW Erlinghausen fällt das Gewinnen im Hans-Watzke-Stadion offensichtlich sehr schwer. Bei den bisherigen fünf Auftritten an der Schulstraße wurden nur gegen den SSV Meschede drei Punkte geholt. Dazu gab es zwei Niederlagen und zwei Unentschieden. So endete auch das HSK-Derby am zehnten Spieltag der Landesliga gegen den bisher starken Aufsteiger SV Hüsten 09, der inzwischen neun Spiele ungeschlagen ist, mit einem 1:1-Remis. Damit bleibt RWE in der Heimtabelle auf dem 13. Platz.

Trainertipps gingen nicht in Erfüllung

Die Tipps beider Trainer sind damit nicht in Erfüllung gegangen. Sowohl Daniel Berlinski als auch Torsten Garbe hatten einen Sieg für ihre Mannschaft vorausgesagt. Nach dem Schlusspfiff waren beide aber mit dem Ergebnis zufrieden.

„Nach gutem Beginn haben wir das Fußballspielen bis zum Halbzeitpfiff eingestellt. Danach haben wir uns erheblich gesteigert und dem Gegner kaum noch Luft zum Atmen gelassen. Das 1:1 war uns zu wenig. Daher haben wir noch Druck auf das zweite Tor gemacht. Das wollte aber nicht mehr fallen, weil wir auch zu wenige Bälle in den Strafraum der Gäste gespielt haben. Kämpferisch und Läuferisch war der Auftritt in der zweiten Halbzeit überragend. Im ersten Durchgang haben wir unterirdisch gespielt. Es fehlte die Leidenschaft“, so das Fazit von Daniel Berlinski, der seinen Einwechselspielern Andrej Cheberenchuk und Anil Ekinci ein gutes Spiel bescheinigte.

Torsten Garbe vom SV Hüsten 09 bestätigte im Großen und Ganzen die Ausführungen seines Pendants aus Erlinghausen und fügte noch hinzu: „Wir sind mit dem letzten Aufgebot nach Erlinghausen gekommen. Die Jungs, die auf dem Platz gestanden haben, haben aber alles rausgehauen. Hinten haben wir kompakt gestanden und dem Gegner nur wenige Chancen gestattet. Mit dem Punkt kann ich ganz gut leben.“

In der Bezirksliga 4 war es mal wieder ein sehr maues Wochenende für die drei Vertreter aus dem HSK-Fußballkreis Ost. Null Punkte und zehn Gegentore lautet die Bilanz für den SV Oberschledorn/Grafschaft, den TSV Bigge-Olsberg und den SV Brilon, die damit alle auf zweistelligen Tabellenplätzen verbleiben.

Ganz bitter war die hohe 0:5-Niederlage des SV Brilon gegen den Tabellenzweiten SF Birkelbach. Die Kicker aus Wittgenstein Land waren damit erstmals im neuen Jahrtausend an der Jakobuslinde siegreich. Unglückliche Aktionen waren ausschlaggebend für die bereits vierte Heimniederlage, zumal es die bereits dritte war, bei der es fünf Gegentreffer setzte (wie schon gegen Bad Berleburg und Herdringen ).

Zunächst wurde ein Tor von Alex Flock nicht gegeben, da der Briloner Linienrichter Hans Werner Schlenke den Ball im Aus gesehen und die Fahne entsprechend gehoben hatte. Auf Intervention der Gästespieler und auf Nachfrage beim Linienrichter nahm der Unparteiische den Treffer dann wieder zurück. „Das war natürlich sehr ärgerlich. Man muss aber so ehrlich sein und sagen, dass der Ball im Aus war“, betont SVB-Trainer Stephan Vogel. Sein Gegenüber Björn Breuer lobte: „Das war sportlich eine ganz große Geste und spricht für das Fairplay der Briloner. Solche sportlichen Entscheidungen werden aber immer seltener.“

Zudem vergab Christoph Gruß, der in der ersten Halbzeit schon mit einem Aluminiumtreffer Pech hatte, nach dem 0:1 eine 100-prozentige Chance. Statt des Ausgleichs fiel kurz darauf der zweite Gegentreffer. Der war dann das Ende vom Lied. „Wir müssen jetzt die Fehler analysieren und die Ärmel hochkrempeln. Ich habe trotz der Niederlage gute Ansätze gesehen. Was wir trainiert haben, ist auch umgesetzt worden. Wir müssen es nur schaffen, die Disziplin und Konzentration über 90 Minuten hochzuhalten“, so das Fazit von Stephan Vogel.

Torjäger Ibrahim ohne Torerfolg

Nach sieben Punkten aus den letzten drei Spielen kassierte der TSV Bigge-Olsberg beim Spitzenreiter VfL Bad Berleburg die fünfte Saisonniederlage. Aufgrund der Stärke der Badestädter war aber auch nicht damit zu rechnen gewesen, dass die Gäste aus dem Strunzertal am Stöppel punkten würden. Erwähnenswert ist, dass die Defensive mit dem guten Torhüter Alex Rüther, der später verletzungsbedingt gegen Calvin Grosser ausgewechselt werden musste, dem VfL-Goalgetter Ibrahim kein Tor gestattete, auch nicht, nachdem Marc Herkrath die Ampelkarte gesehen hatte. „Wir haben nicht mitgespielt, sondern wollten die Null halten und durch Konter Nadelstiche setzen. Das ist uns nicht gelungen, weil wir schon in der 2. Minute in Rückstand geraten sind und keine zwingenden Chancen hatten. Wir müssen uns mit anderen Gegnern messen. Bad Berleburg ist für uns kein Konkurrent“, so Sebastian Schmidt.

Hubertus Albers, Trainer des SV Oberschledorn/Grafschaft, sprach von einer saublöden Niederlage bei TuRa Freienohl, durch die der Aufsteiger aus dem Stadtgebiet Medebach seit fünf Spielen sieglos ist. „Es wird Zeit, dass wir endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern. Auch in Freienohl war für uns mehr drin. Der Ausgleich hat uns jedoch aus der Bahn geworfen.“