63 Gegentore: Alme muss Abwehr stabilisieren

Altkreis..  Neben dem TuS Madfeld und der SG Hoppecketal/Padberg stecken auch der BV Alme und FC Dreislar mit im Abstiegskampf der HSK-Kreisliga A Ost. Diesen beiden Mannschaften gilt heute bei der Serie „Die A-Ligisten vor dem Rückrundenstart“ unser Aufmerksamkeit.

BV Alme

Dass der BV Alme zu diesem Zeitpunkt erst neun Punkte auf seinem Konto haben und damit auf dem drittletzten Tabellenplatz liegen würde, damit war vor der Serie nicht zu erwarten. Nach der guten ersten Saison nach dem Aufstieg, in der 36 Zähler eingefahren wurden, war den Verantwortlichen aber klar, dass das zweite Jahr wesentlich schwerer werden würde. So kam es dann auch.

Für Trainerurgestein Markus Feldmann, der nach 18 Jahren auf eigenen Wunsch im Sommer nicht mehr weiter machen wird, ist die Situation nur schwer zu erklären. „Wir sind auf jeden Fall besser als es die neun Punkte widerspiegeln. Von Anfang an ist aber alles Negative auf uns geprasselt, was runter kommen kann. Das Spiel gegen Azadi Spor hat uns zudem durch die ganze Hinrunde begleitet. Dazu fehlte uns das nötige Quäntchen Glück. So im letzten Spiel in Oberschledorn, dass wir nie und nimmer verlieren durften.“

Um die nötige Fitness für den Abstiegskampf zu erlangen, bereitet sich die Mannschaft seit dem letzten Januarwochenende auf die Restrunde vor. Vor dem Start gegen den VfL Giershagen stehen am Wochenende noch zwei Testspiele an. Am Freitag, 20. Februar, um 19.30 Uhr in der Alme-Arena gegen den TuS Usseln und am Sonntag um 12.30 Uhr beim Ex-Bezirksligisten TuS Müschede. Kleine Veränderungen im Kader hat es auch gegeben. Daniel von Werder ist zu seinem Heimatverein zurückgekehrt.

Ein besonderes Augenmerk wird auf die Abwehrarbeit gelegt, denn bislang 63 Gegentore sind eindeutig viel zu viel. Deswegen ist der BV-Coach froh, dass Johannes Junger nach seinem Mittelfußbruch wieder im Training ist. Dazu ist mit Michael Kemmerling vereinbart worden, dass er sonntags zwischen den Pfosten steht. Unter der Woche wird der Torhüter in Köln trainieren. Sowohl Junger als auch Kemmerling sollen der brüchigen Abwehr Stabilität verleihen. „Ich werde hinten umstellen und nicht mehr mit Viererkette spielen lassen“, betont Markus Feldmann, der trotz der prekären Situation guter Dinge für die Rückrunde ist. „In der Winterpause wurde der Teamgedanke gepflegt. Dass gehört auch mit zum Fußball. Wenn dann noch das nötige Glück zurückkommt und wir endlich für unseren Aufwand belohnt werden, werden wir die Liga auch halten. Ich möchte mich schließlich nach so lange Zeit nicht mit dem Abstieg verabschieden.“

FC Dreislar

Der FC Dreislar befindet sich seit dem 23. Januar wieder im Training. Freundschaftsspiele wurden aufgrund der Witterung bisher nicht ausgetragen. Ein letzter Versuch wird am kommenden Sonntag, 22. Februar, gegen die Reserve des FC Nuhnetal unternommen. Danach geht es gleich im ersten Spiel zum Tabellenführer SG Altenbüren/Scharfenberg. „Dort sind wir nur krasser Außenseiter und haben nichts zu verlieren. Unbedingt Punkten müssen wir aber danach und zwar gegen die Mitkonkurrenten SG Hoppecketal/Padberg und beim BV Alme“, so die Vorgabe von Trainer Carlos Ruivo, der noch keine Gespräche saisonübergreifend mit den FC-Verantwortlichen geführt hat.

Seit acht Spielen ist der FC Dreislar inzwischen sieglos (2 U., 6 N. mit nur drei erzielten Toren). Der letzte Erfolg datiert von Ende September, als ein 3:0-Sieg in Madfeld gelang. Noch liegt die Mannschaft aber mit 14 Punkten auf dem 14. Tabellenplatz, der in der Endabrechnung zum Klassenerhalt reichen würde. Die Highlights in der Hinrunde waren der 6:0-Sieg gegen den FC Hilletal und das 0:0 bei Azadi Spor Brilon. Dagegen stimmte die Leistung bei den Niederlagen in Marsberg und Winterberg mit 1:6 und 0:6 überhaupt nicht.

Gegenüber der Konkurrenz hat der Verein aus dem Stadtgebiet Medebach zwei Spiele weniger ausgetragen. Ob in den Nachholpartien gegen Bigge-Olsberg und Medebach gepunktet werden kann, scheint aber recht zweifelhaft. Neben diesen beiden Heimspielen tritt der FC noch achtmal daheim an.

„Wir wollen so schnell wie möglich punkten, um den Abstand auf die Mannschaften hinter uns zu vergrößern. Gleichzeitig wollen wir versuchen, noch den einen oder anderen Platz in der Tabelle zu klettern. Wenn alle Spieler fit sind, ist das durchaus möglich. Dabei baue ich besonders auf Thilo Brieden, der in der Winterpause vom FC Nuhnetal gekommen ist“, so die Ziele von Carlos Ruivo, der noch hinzufügt: „In der Vorrunde hatten wir erhebliche Probleme bei Standartsituationen. Das müssen wir jetzt verbessern. Aber auch unsere Chancen müssen wir besser nutzen. Ansonsten stehen wir sehr kompakt und auch das Konterspiel ist in Ordnung.“