Links gezielt, rechts getroffen

Stuttgart..  Am Ende kamen Patrick Herrmann und Borussia Mönchengladbach mit einem kleinen Schrecken davon. „Da ist mir das Herz sehr tief in die Hose gerutscht“, räumte der 23-Jährige nach dem 1:0 (0:0) zum Rückrundenauftakt beim VfB Stuttgart ein. Er meinte die Szene Sekunden vor dem Ende: Bei einem Lattentreffer von Georg Niedermeier in der Nachspielzeit war der Sieg in größter Gefahr. „Mein Treffer hat uns drei Punkte beschert, das ist im Moment sehr wichtig, weil es in der Tabelle sehr eng ist. So ein Tor kann in der Endabrechnung entscheidend sein“, sagte Herrmann.

Vermeintlich cool schloss er einen Konter über Branimir Hrgota in der 71. Minute ab und bescherte dem Champions-League-Kandidaten einen optimalen Start - und den Sprung auf Platz drei. Wobei der Torschütze hinterher einräumte: „Ich hatte etwas Glück, denn eigentlich hatte ich die andere Ecke anvisiert.“ Doch das war am Ende vollkommen egal. „Es ist natürlich erwünscht, richtig gut zu starten“, sagte Christoph Kramer und wies daraufhin, dass sich die eine oder andere Mannschaft allmählich aus der vorderen Tabellenregion verabschieden würde: „Wir wollen solange wie möglich oben bleiben.“

So soll es am Dienstag gegen den abstiegsbedrohten SC Freiburg gleich weitergehen. Der Sieg gegen Stuttgart hilft dabei. „So ein Start gibt Selbstvertrauen“, beteuerte Torschütze Herrmann.