Lena Schöneborn locker im Finale bei Fünfkampf-WM

Europameisterin Lena Schöneborn hat der Hitze im Olympiapark Berlin erfolgreich getrotzt. Die Olympiasiegerin von 2008 im Modernen Fünfkampf qualifizierte sich bei der Heim-WM erwartungsgemäß für das Finale der besten 36.

Berlin.. Die deutschen Fans, unter ihnen DOSB-Präsident Alfons Hörmann, konnten sich trotz der schwierigen äußeren Bedingungen auf die Medaillenhoffnung verlassen.

"Das war härter als gedacht. So spät laufen wir sonst nie", erklärte Schöneborn. Sie lief im abschließenden Combined, dessen Start wegen der hohen Temperaturen auf 19.30 Uhr verschoben wurde, locker als Zweite ihrer Vorrundengruppe über die Ziellinie. "Im Schießen hat es ganz gut geklappt. Drei Runden bin ich normal gelaufen, in der vierten und letzten Runde konnte ich etwas ruhiger angehen", erläuterte die 29-Jährige ihre Taktik.

"Das war ein Super-Wettkampf von Lena. Sie hat durchaus Chancen auf eine Medaille", sagte Bundestrainerin Kim Raisner. Für ihre anderen Athletinnen verlief die Qualifikation nicht so erfolgreich. Die beiden Berlinerinnen Annika Schleu und Ronja Döring verpassten Rang acht in ihren Vorrundengruppen deutlich. Die Potsdamerin Janine Kohlmann rutschte trotz Platz elf dank einer guten Punktzahl als letzte Starterin in das Finale.

Die Organisatoren hatten auf die Hitze reagiert und den Start des Laufens in die Abendstunden verschoben. "Das eine ein günstige Entscheidung", lobte Schöneborn. An den Schießständen spendeten zudem schwarze Sonnenschirme - kurzfristig im Kaufhaus KDW gekauft - Schatten für die Laserpistolen der Athletinnen.

Wegen der starken Sonnen- und Lichteinstrahlung hatte die Laser-Technik am Vortag mehrfach nicht richtig funktioniert. Leidtragender waren dabei die deutschen Männer, von denen nur Fabien Liebig den Endkampf am Freitag erreicht.