Leichtathleten verpassen Titelverteidigung bei Team-EM

Tscheboksary..  Bis zum Schluss tapfer gekämpft, aber dann doch deutlich verloren: In der „Höhle des Löwen“ haben den deutschen Leichtathleten 22 Punkte zur Titelverteidigung bei der Team-Europameisterschaft gefehlt. Gastgeber Russland wurde am sonnigen Sonntag in Tscheboksary seiner Favoritenrolle gerecht und etablierte sich mit 368,5 Zählern schon zum vierten Mal seit 2010 als Nummer 1 in Europa. Hinter den Russen, die sich am zweiten Tag mächtig steigerten, und Deutschland (346,5) landete Frankreich mit 319,5 Punkten auf Platz drei.

Das Duell der favorisierten Gastgeber mit dem Titelverteidiger blieb fast bis zum Schluss richtig spannend - erst mit dem Sieg des russischen Frauen-Quartetts über 4 x 400 Meter war die Entscheidung gefallen. Die zuletzt in viele Dopingskandale verwickelte „Sbornaja“ sicherte sich den vierten EM-Titel auch dank eines starken Endspurts.

Sonntagssiege feierten nur Kugelstoß-Europameisterin Christina Schwanitz vom LV 90 Erzgebirge und 3000-Meter-Läufer Richard Ringer (Friedrichshafen). Für Disziplinerfolge sorgten am ersten Tag Kugelstoß-Recke David Storl (Leipzig), Speerwurf-Weltmeisterin Christina Obergföll (Offenburg), Stabhochspringerin Silke Spiegelburg (Leverkusen) und Hindernisläuferin Gesa Felicitas Krause (Frankfurt). Am Ende reichten sechs Einzelsiege, fünf zweite und sechs dritte Plätze aber nicht, um den Coup von Braunschweig zu wiederholen.