Ruhrmarathon: Zu viel bergab - nun wackeln die Rekorde
26.05.2009 | 11:25 Uhr 2009-05-26T11:25:00+0200
Essen. Neues Ungemach für den Ruhrmarathon: Die geänderte Strecke von Dortmund nach Essen entspricht nicht allgemeinen Wettkampfbedingungen. Mit ordentlich vermessenen 42,195 Km ist sie zwar ebenso lang, wie ein Marathon sein soll – unterm Strich aber geht es zu viel bergab. Nun wackeln die Rekorde.
„Es kann keine Anerkennung der Leistungen für die Bestenlisten der Leichtathletik-Organisationen geben”, erklärte Hans-Jürgen Sura, Geschäftsführer des Leichtathletikverbandes Nordrhein, auf NRZ-Nachfrage. Das letzte Wort in der Sache hat der übergeordnete Bundesverband, allerdings ist das Ergebnis des vom Verband beauftragten Vermessers nach NRZ-Informationen eindeutig; rechnet man alle Steigungen und Bergabpassagen der Oststrecke gegen, bleibt ein Gefälle von 54 Metern, erlaubt sind nur bis zu 42 Meter.
Anerkennung für die Bestenlisten wichtig fürs Renommee
Die Anerkennung für die Bestenlisten ist wichtig fürs Renommee einer Veranstaltung, praktisch alle großen Marathons haben sie – und natürlich wichtig für die gelaufenen Zeiten. Beim Ruhrmarathon am 17. Mai war der bisherige „NRW-Rekord” von 2:09:47 Stunden von gleich drei der afrikanischen Topathleten unterboten worden. Von Bedeutung ist die Anerkennung auch für Vereins- sowie ambitionierte Hobbysportler, die sich vergleichen wollen.
Der Ruhrmarathon war in diesem Jahr extra entschärft worden, Steigungen fielen weg. Fürs nächste Jahr werde man die Route möglicherweise nochmal überdenken, kündigte Kai Meesters von den Organisatoren an – allerdings stehe die Frage des Gefälles „nicht ganz oben auf unserer Agenda”. Laut Meesters war der Ruhrmarathon schon früher, unter der Regie des vorangegangenen Veranstalters, nicht für die Bestenlisten anerkannt.
Nach Ansicht von Hans-Joachim Scheer, Leichtathletik-Experte beim LV Nordrhein, hätte der Veranstalter die Teilnehmer über die ihm bekannten Zweifel an den Wettkampfbedingungen informieren sollen. Die Strecke sei zwar erst kurz vor dem Wettkampf vermessen worden: „Ein Hinweis an die Teilnehmer wäre aber wohl noch möglich gewesen.”
11:57
das ist eben nur ein weiterer Mosaikstein in der Dokumentation einer katastrophal schlechten Organisation..
14:05
Es ist mir neu, dass solche Zeiten nicht in die Bestenlisten aufgenommen werden. War bis jetzt immer so. Nur wenn z.B. eine Weltbestleistung gelaufen worden wäre, wäre dieses nicht als Rekord anerkannt worden.
Die Regeln, die der DLV vorgibt, sind bei Läufen mit internationaler Beteiligung die Regeln des internationalen Leichtathletikverbandes.
Naja und die Geschichte mit dem NRW-Rekord ist nun mal eine große Lachnummer. So einen Rekord gibt es nicht. Aber man kann sich natürlich für alles Rekorde malen. Wie wäre es mit dem Rekord der meisten Pannen und der längsten Wartezeit bei einem Marathon. Den Rekord hat der Ruhrmarathon 2009 sicherlich für Ewigkeiten aufgestellt.
07:32
Na ja was kommt als nächstes nach .Villeicht das die strecke keine 42,195km hat . Die liste der sachen die schiefgelaufen sind sind ellen lang.Ob nächstes mal noch viele mitlaufen bezweifel isch sehr.
23:27
Den Begriff NRW-Rekord gibt es doch offiziell garnicht (im Gegensatz zum Deutschen Rekord oder Rekord auf Verbandsebene wie Nordrhein oder Westfalen).
Also darf sich das Ganze ruhig NRW-Rekord nennen.
Es war damals eh nur zur Generierung einer Pressemitteilung ausgedacht worden, wie sie die Eventler zuhauf brauchen ;-)
23:25
Einen offiziellen NRW-Rekord gibt es ausserdem nicht (im Gegensatz zu Rekorden auf Verbandsebene - hier Nordrhein oder Westfalen - oder Deutschen Rekord), von daher dürften sie es sogar NRW-Rekord nennen. Dieser Begriff diente bei seiner Einführung eh nur der Generierung einer Pressemitteilung.
16:19
Die Aussage von Hern Sura ist falsch! Für die Aufnahme in die Bestenliste ist keine Beschränkung des Gefälles notwendig. Diese Zusatzregel gilt nur für die Anerkennung als REKORD. D.h. die Ergebnisse sind bestenlistenfähig, aber die Jungs aus Kenia sind keinen NRW-Rekord gelaufen. So sieht es aus!
12:04
Die eigenen Fehler versucht man nun wieder mit angeblichen aus der Vergangenheit zu entschuldigen! Jedoch war der Karstadt-Marathon in den letzten Jahren immer Bestenlistentauglich!!! Und das vom DLV bestätigt!!!
Und jetzt keine Rekorde mehr? Was ist denn dann noch von dem richtigen Konzept übrig geblieben???
Netter Versuch Herr Meesters...
11:55
Es ist doch normal, das die Sportverbände solche Klamauk-Veranstaltungen ungern berücksichtigen wollen und jeden Fehler suchen .
Der Hauptsponsor Karstadt wird vermutlich viele Mitarbeiter entlassen und Antisportler wie Rainer Callmund und Joe Kelly bekommen für ihren Auftritt wahrscheinlich viele Tausend Euro Schmerzensgeld. Klar ,das das Geld dann nicht mehr für die Kennzeichnung der Ideallinie reicht...
Aber ein paar Hobbyläufer werden auch im nächsten Jahr das Startgeld zum Einkaufen der Kenianer und anderer gerne bezahlen, oder?
10:00
Was gibt es da zu rechnen. Wenn der Start bei 80m NN ist und das Ziel bei 30m NN läuft man bergab. Egal wie oft man zwischendurch auch mal bergan läuft.
Erlaubt sind 1m Gefälle pro 1000m und die werden überschritten.
Dass der DLV und der Leichtathletikverband Nordrhrein da nicht im Vorfeld für klare Regelungen sorgt ist unverständlich. Bisher jedenfalls fanden die Ruhrmarathons immer Eingang in dei Bestenlisten.
Und Regelkonform waren die noch nie.
09:36
Einfach eine 12,5m hohe Zielrampe bauen....