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Rolf Schürmann aus Bochum "dealt" deutschlandweit mit Hokas

08.01.2013 | 14:15 Uhr
Rolf Schürmann aus Bochum "dealt" deutschlandweit mit Hokas
Die dicke Sohle der Hokas schluckt beim Laufen beinahe jeden Aufprall, ist aber optisch nicht jedermanns Sache. Foto: Sina Heilmann

Bochum.  Sie sind groß, dick und optisch „speziell“. Dennoch haben die Schuhe von Hoka in den letzten Monaten viele Sportler überzeugt. Rolf Schürmann aus Bochum versorgt Läufer in ganz Deutschland mit den besonderen Laufschuhen.

Wenn die Läufergemeinde deutschlandweit von dem „Dealer“ spricht, ist damit kein Krimineller gemeint, sondern Rolf Schürmann aus Bochum-Wattenscheid. Der passionierte Langstreckenläufer betreibt dort einen kleinen Laufladen namens „Wat läuft“ und „dealt“ deutschlandweit mit einem heißbegehrten Gut: Der 43-Jährige beliefert als einziger in Deutschland die Läufer im ganzen Land mit einem besonderen Schuh, dem Hoka.

Im vergangenen Jahr hat sich in Deutschland eine richtige Hoka-Fangemeinde gebildet. Der Hoka ist nämlich anders als der übliche Laufschuh – und deswegen lieben ihn vor allem die Ultraläufer. Der Hoka ist vor allem eins: weich. Seine dicke Sohle, die optisch an Plateauschuhe erinnert, schluckt jeden Aufprall und jedes Steinchen. Einen Hoka zu laufen heißt, man bekommt eine Vorstellung davon, wie es wäre, auf Watte zu laufen. Der Schuh verzeiht jeden Fehltritt, gibt Halt und schon nach den ersten Schritten ist die dicke Sohle vergessen. Dabei ist der Schuh erstaunlich leicht - und schnell. Durch die Federung wird der Läufer immer ein wenig nach vorne „katapultiert“. Mit einem Hoka ist man schneller unterwegs. Ohne Mehranstrengung. Nicht ohne Grund gehört der Hoka auch zu den neun stärksten Laufschuhmarken beim vergangenen Ironman auf Hawaii.

Muskeln und Bänder vorsichtig an die Hokas gewöhnen

„Der Schuh ist leicht, hat eine niedrige Sprengung und ist ein Allround-Talent“, erklärt Schürmann. Zum einen sei er natürlich für lange und auch extrem lange Läufe in jedem Terrain geeignet, zum anderen sei er aber auch die Lösung für Läufer mit Gelenkproblemen. „Viele Kunden können dank der Hoka trotz Fuß-, Knie- und Achillessehnenbeschwerden wieder ihr normales Laufpensum absolvieren. Andere können nach ein paar Wochen im Hoka auf ihre orthopädischen Einlagen verzichten“, erzählt Schürmann. Dennoch gilt Vorsicht: Ans Laufen in Hokas sollten Muskeln und Bändern nach und nach gewöhnt werden, denn die Beanspruchung ist anders als gewohnt.

Rolf Schürmann versorgt Läufer in ganz Deutschland mit Hokas. Foto: Sina Heilmann

Im Pazifikraum und Nordamerika ist der Schuh aus Frankreich schon weit verbreitet. In Europa kann sich der ungewöhnliche Laufschuh erst jetzt nach und nach etablieren. Ein Kunde von Rolf Schürmann hatte die Hokas in Australien entdeckt und ihn darauf angesetzt. „Er wollte unbedingt so ein Paar haben, also habe ich mich mal erkundigt.“ Seitdem steht der kleine Laden in Bochum-Wattenscheid voll mit Hokas in den verschiedensten Ausführungen. Mit 150 Euro ist ein Hoka wahrlich kein Schnäppchen. Der „Dealer“ verspricht aber, dass sie sich nicht schneller abnutzen als herkömmliche Laufschuhe.

Gleichzeitig kennt Schürmann aber auch das größte Verkaufsproblem der Hokas: die Optik. „Viele können sich mit dem Plateau-Design nicht anfreunden“, sagt er. „Gleichzeitig scheint es auch für manche die Lösung zu sein“, fügt Schürmann schmunzelnd hinzu. So gab es mal ein Pärchen, das bei ihm neue Laufschuhe kaufen wollte. Er wollte unbedingt ein Paar Hokas haben. Sie meinte dann, sie würde aber nie wieder mit ihm laufen, wenn er in diesen Schuhen unterwegs sei. Er kaufte dann direkt zwei Paar.

Sina Heilmann

Kommentare
10.01.2013
16:09
Rolf Schürmann aus Bochum
von PeterMeier1963er | #1

Warum bleiben Sie nicht bei der Wahrheit? Die Schuhe gibt es in Deutschland auch in anderen Geschäften.

Schauen Sie mal hier:...
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2013-01-08 14:15
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