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Icebreaker bringt Laufkollektion aus Merinowolle

05.07.2011 | 13:17 Uhr
Icebreaker bringt Laufkollektion aus Merinowolle

Essen.Der neuseeländische Hersteller Icebreaker hat in diesem Sommer erstmals eine Bekleidungslinie aus Merinowolle für Läufer herausgebracht. Die Laufbekleidung ist eine gute Alternative für Sportler, die auf nachhaltige Produktion und Naturfasern Wert legen.

Wolle – das ist für viele Läufer das Synonym für durchnässte, am Körper klebende Kleidung. Doch gibt es jetzt eine Alternative zum Plastikshirt? Der neuseeländische Hersteller von Sport- und Freizeitbekleidung Icebreaker setzt auf Merinowolle und hat in diesem Sommer sein Sortiment um eine Laufkollektion erweitert.

Das Unternehmen könnte damit vor allem bei Läufern punkten, die auf nachhaltige Produktion und Naturfasern Wert legen – und die wissen möchten, woher ihre Kleidung kommt. Mit einem individuellen „Baacode“, der in jedes Kleidungsstück eingenäht ist, kann der Läufer nachvollziehen, von welchen Farmen die Fasern für seine Hose oder sein T-Shirt stammen.

Den 15 Kilometerlauf riecht man auch in der Merinowolle

Das Sortiment der Linie „GT Run“ umfasst sowohl Socken, Hosen und Unterwäsche als auch verschiedene T-Shirts. Die Nähte sind flach, das zum Teil verarbeitete Netzgewebe ist luftig. Die Kleidungsstücke sind ein wenig schwerer als vergleichbare aus Funktionsmaterialien. Dafür ist der Tragekomfort sehr angenehm: Der Stoff ist weich und angenehm auf der Haut. Nur die Socken kratzen anfangs und müssen erst einmal „eingeschwitzt“ werden.

Mit Hilfe des individuellen „Baacodes“ kann nachvollzogen werden, von welcher Farm die Fasern des Shirts stammen.

Nach ein paar Kilometern zeigt sich sowohl bei der Shorts als auch beim Shirt, dass der Schweiß nicht so aufgenommen wird wie von Funktionsbekleidung. Das T-Shirt aus Merinowolle wirkt noch trocken, während die Haut schon nass ist. Das kühlt im Sommer, ist im Winter in Kombination mit weiteren Kleidungsschichten aber unvorteilhaft.

Vielleicht ist das der Grund, warum die Kleidung nicht so schnell müffelt wie die synthetische Konkurrenz. Der Hersteller wirbt, dass die Sachen über mehrere Tage getragen werden können – ohne Waschen. Doch den 15-Kilometer-Lauf riecht man auch in der Merinowolle. Eine Runde in der Waschmaschine ist angebracht.

Fazit: Die Laufbekleidung aus Merinowolle ist für den Sommer eine Alternative – vor allem für Sportler, die Naturfasern bevorzugen und gerne mal etwas anderes auf der Haut spüren wollen als Plastik.

Sina Heilmann

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