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Gute Sichtbarkeit beim Laufen muss nicht unbezahlbar sein

03.01.2012 | 17:07 Uhr
Gute Sichtbarkeit beim Laufen muss nicht unbezahlbar sein
Die Vapor Flash Jacke von Nike ist etwas Besonderes - aber auch besonders teuer. Foto: Nike

Essen.  Wer nicht mit Warnweste oder blinkenden Reflektoren durch die Dunkelheit laufen will, für den gibt es Laufbekleidung, die zwar nicht von selbst leuchtet – aber beinahe. Das kann in der Anschaffung aber auch sehr teuer werden.

Wer nicht mit Warnweste oder blinkenden Reflektoren durch die Dunkelheit laufen will, für den gibt es Laufbekleidung, die zwar nicht von selbst leuchtet – aber beinahe. Das kann in der Anschaffung aber auch sehr teuer werden.

In der Dunkelheit zu laufen kostet nicht nur oft Überwindung, sondern kann auch gefährlich werden. Damit Läufer für andere Verkehrsteilnehmer gut erkennbar sind, gibt es zahlreiche Accessoires von der Warnweste bis zum blinkenden Oberarmreflektor. Auch die Sportartikelhersteller versuchen, ihre Winter- und Herbstkollektionen sichtbarer zu machen.

Tradition hat bereits die Bekleidungsserie „Nightlife“ von Brooks. Die Jacken, Hosen und Shirts sind seit langem Teil der Brooks-Kollektion. In und mit grellen Neonfarbe und zahlreichen Reflektoren sorgen sie dafür, dass Läufer rechtzeitig und gut erkannt werden.

Die Jacken der Nightlife-Kollektion von Brooks sorgen für gute Sichtbarkeit bei Läufen im Dunkeln.

Die getestete „Nightlife Jacke II“ kommt sehr funktional daher: Neben Seitentaschen gibt es eine zusätzliche innen liegende Tasche auf Brusthöhe für den MP3-Player. Das Material ist fließend und weich, wärmt und hält Wind und leichten Regen ab. Wer auffallen will, wählt sie in neongelb, wer es dezenter mag, für den gibt es die schwarze Variante, die jedoch durch die neongelben Akzente das Tragen weiterer Warnmerkmale unnötig macht. Die kräftigen Reflektoren sind sowohl auf Vorder- und Rückseite der Jacke wie auch auf den Ärmeln angebracht. Ein großes Manko ist jedoch die fehlende Belüftung unter den Armen und die Geruchsempfindlichkeit der Jacke. Wer die Jacke nicht nach jedem Lauf wäscht, der ist für die anderen Verkehrsteilnehmer daher nicht nur rechtzeitig sichtbar, sondern auch riechbar. Mit einem Anschaffungspreis von rund 100 Euro ist die Jacke zwar kein Schnäppchen, kostet aber auch nicht mehr als andere Laufjacken.

Neu auf dem Markt ist die Vapor Flash Jacke von Nike. Wer bislang Sorge hatte, nicht sichtbar genug zu sein, für den ist diese Jacke genau das Richtige: Die Jacke ist ein einziger Reflektor und leuchtet komplett, sobald sie zum Beispiel von einem Scheinwerfer angeleuchtet wird. Ein sicheres, aber auch merkwürdiges Gefühl, als laufende Discokugel unterwegs zu sein. Für Trainingseinheiten, die nicht im Rampenlicht stattfinden sollen und brauchen, lässt sich die Jacke wenden und in einem dezenten dunkelgrau oder schwarz mit nur noch wenigen reflektierenden Nähten tragen. Die Kapuze und das wind- und regenabweisende Material garantieren trockene Einheiten bei Schmuddelwetter, aber auch eine geringere Atmungsaktivität. Die Jacke hat vier (!), per Reißverschluss zu öffnende Lüftungsschlitze. Die einzige Tasche fällt hingegen ziemlich klein aus. Keine Frage, die Vapor Flash Jacke ist etwas Besonderes und hat einen gewissen Pfiff. Doch das lässt sich Nike auch sehr gut bezahlen: Knapp 300 Euro sind für eine Laufjacke einfach viel zu teuer. Eine reflektierende Leuchtweste, die über der normalen Laufjacke getragen werden kann und die ebenfalls die Sichtbarkeit von vorne und hinten garantiert, bekommt man für circa 13 Euro – und sogar diese Weste hält ein wenig Wind und Regen ab.

Sina Heilmann



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