Lange und York retten Roosters zwei Punkte

Ingolstadt..  Jari Pasanen klingt müde. Aber es sind nicht nur die Strapazen der mehrtägigen Süddeutschland-Reise, welche den Trainer der Iserlohn Roosters am frühen Dienstagabend erschöpft im Bus sitzen lassen. Es ist besonders der verrückte Verlauf der Partie beim deutschen Meister ERC Ingolstadt, der den Trainer geschafft hat. Obwohl die Sauerländer mit 4:3 nach Penaltyschießen gewannen und zwei weitere wichtige Punkte im Kampf um die Play-offs in der Deutschen Eishockey Liga verbuchten.

Zwei Drittel lang lieferten sich beide Mannschaften ein „sehr defensiv orientiertes Spiel“, wie Pasanen erzählt. Weil Ryan MacMurchy die Gastgeber in der 39. Minute überraschend mit 1:0 in Führung schoss. musste Pasanen reagieren. Und er ging volles Risiko, schickte die Roosters mit drei Reihen in den Schlussabschnitt, obwohl Brodie Dupont erkrankt fehlte und Dieter Orendorz nach einer im zweiten Drittel erlittenen Beinverletzung ebenfalls nicht mehr eingesetzt werden konnte.

„Dann handelte sich Nick Petersen auch noch eine Zwei-plus-zehn-Strafe ein“, erzählt der Trainer. Doch ausgerechnet in dieser misslichen Lage drehten die Iserlohner auf. 112 Sekunden, Tore von Brooks Macek (49.), Brent Raedeke und Chris Connolly (beide 50.) - und die Partie schien gedreht. „Hut ab, wie die Jungs das gemacht haben“, sagt Pasanen rückblickend. Dass sie den Vorsprung nicht halten konnten, dass Dustin Friesen und Benedikt Kohl (58./59.) für Ingolstadt ausglichen, schmälert sein Lob nicht. „Der dritte Gegentreffer war natürlich bitter, aber wir haben im letzten Drittel echt gut gespielt.“

Den Lohn, zwei Punkte, stellten ein starker Torwart Mathias Lange, der von sechs Penaltys fünf hielt, und der abgezockte Mike York sicher, der den entscheidenden verwandelte. „Ich habe gefragt, wer sich sicher fühlt“, sagt Jari Pasanen, „und da sich niemand meldete, musste Yorki ran.“ Ein treffendes Bauchgefühl. Den unermüdlichen Einsatz seiner Jungs honoriert der Trainer an diesem Mittwoch mit einem freien Tag. „Aber dann müssen wir uns auf Straubing vorbereiten“, sagt er.