Küng überrascht bei der Abfahrt

Beaver Creek..  Mit der Champagnerflasche in der Hand spritzte Abfahrts-Weltmeister Patrick Küng nach der Siegerehrung im Zielraum wild um sich. Der Skirennfahrer aus der Schweiz sicherte sich unerwartet den prestigeträchtigsten WM-Titel - und kostete das Gefühl des Sieges in vollen Zügen aus. „Es war ein Traum“, meinte der zweimalige Weltcupsieger.

Die großen Favoriten blieben dagegen in Beaver Creek alle hinter den Erwartungen zurück. Olympiasieger Matthias Mayer und Super-G-Weltmeister Hannes Reichelt aus Österreich landeten nur auf den Rängen zwölf und dreizehn, der Norweger Kjetil Jansrud enttäuschte auf Platz 15. „Es hat extrem viele Verlierer gegeben“, sagte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier, dessen bester Schützling, Andreas Sander aus Ennepetal, als 17. das angepeilte Top-15-Ergebnis knapp verfehlte. Die Null-Medaillen-Ausbeute der ersten WM-Tage bereitet Maier noch keine Sorgen. „Wir wussten schon, dass wir in der ersten Woche durch die Wüste kommen müssen“, befand er.

Umso mehr setzen die Deutschen auf die Technikrennen. Im Team-Event am Dienstag gilt das deutsche Quartett mit den erwarteten Startern Felix Neureuther, Fritz Dopfer, Viktoria Rebensburg und Veronique Hronek als Podestkandidat.