Kommentar: Wo nur noch die Krise kreiselt
30.08.2009 | 19:42 Uhr 2009-08-30T19:42:00+0200Als der Schiedsrichter die erste Halbzeit abpfeift, eilt der Spieler X vom Team A vom Platz, um Kabine und Trikot zu wechseln, weil ihm signalisiert wurde, dass er nach einem Blitz-Transfer in der zweiten Halbzeit für Team B spielen werde. Unvorstellbar?
Auf Schalke gab es einen Vorgeschmack auf eine solche, keineswegs mehr utopische Entwicklung. Nachdem in der Pause Wechselgerüchte um Rafinha durchgesickert waren, behandelten die Fans den Brasilianer in den zweiten 45 Minuten der Partie gegen Freiburg bereits wie einen Bayern-Spieler.
Nach der ersten Magath-Pleite griffen die bekannten Reflexe: Die Elf sei durch die Berichterstattung über die Schalker Finanzlage, die in der Nachricht über dem vermeintlichen „Notverkauf” von Rafinha gipfelte, verunsichert worden.
Die Rolle der Medien kann nicht kritisch genug gesehen werden – manche Leute täten allerdings gut daran, vor der eigenen Türe zu kehren. Statt pauschale Medienschelte zu betreiben, sollte sich etwa Schalke lieber fragen, warum dort nur noch die Krise kreiselt. Dass ausgerechnet nach einem guten Saisonstart (sieben Punkte aus den ersten drei Spielen) darüber diskutiert wurde, wie klamm der Klub wirklich ist, hat vor allem mit dem Wechsel der Finanzkompetenz im Vorstand zu tun.
Als die Sache – durch findige Medien – herauskam, wurde der Versuch unternommen, sie nach dem Motto herunterzuspielen: Ist doch völlig normal, ja sogar honorig, wenn ein amtsmüder Präsident seinen designierten Nachfolger ein halbes Jahr lang einarbeitet. Richtig. Nur geht das gewöhnlich nicht mit der sofortigen Entmachtung des Noch-Chefs einher. Darin keine Kritik am bisherigen Finanzgebaren zu sehen, setzt eine Blauäugigkeit voraus, wie sie Königsblau durch den Glauben demonstriert, mit Felix Magath ließen sich alle Probleme der Fußball-Welt lösen.
Dass auch Rudi Assauer seinen Senf dazu tun muss – geschenkt. Als dem Ex-Manager unlängst die Ehrenkarten entzogen worden waren, hatte er dem Klub schlechten Stil vorgeworfen. Mit Recht. Nur: Jeder darf sich über Stil auslassen, nur eben nicht Assauer.

10:40
Die angeblich so findigen Medien haben lediglich das zusammengetragen, was ohnehin seit Monaten bekannt war. Dazu wäre übrigens die WAZ ebenfalls in der Lage gewesen. Man muss nur im Netz lesen und sammeln, dann klappt das schon. Insoweit ist es auch nicht schwierig, sich über die Zahlungsmoral der Bundesligisten zu informieren. Siehe hier: http://www.presseportal.de/pm/54848/1448882/d_b_deutschland_gmbh
Die sog. Entmachtung von Schnusenberg war doch längst überfällig, er hat doch schließlich die großzügigen Vertragsgestaltungen von Müller mitzuverantworten. Die Vertragsverlängerungen mit Westermann, Jones und Höwedes hat er alleine ausgehandelt, ebenso den Auflösungsvertrag mit Rutten. Zudem war zu lesen, dass Moravec ablösefrei hätte kommen können, statt dessen hat es Schnusenberg vorgezogen wohl ca. 2,5 Mio zu zahlen. Da mußte Magath ja die Galle überlaufen, da er streng erfolgsorientierte Verträge abschließt. Es ist aber völlig selbstverständlich, dass ein Unternehmen solche Dinge möglichst unter der Bettdecke hält. Ebenso normal ist die Tatsache, dass Schnusenberg seinen Nachfolger für eine graume Zeit einarbeitet und zur Verfügung steht.
09:22
Finde ich schon interessant, dass pauschal die Kritik in dem Kommentar schlecht gemacht wird.
Mal ganz ehrlich. Die Sache mit dem Wechsel im Bereich der Finanzen kommt doch nicht von ungefähr. Wenn man da nicht mal klar Text in einem Kommentar schreiben darf, dann weiß ich es auch nicht.
Aber man kann natürlich alles schlechte gut reden..
09:14
Unglaublich, in dem Kommentar geht alles wild durcheinander. Da muss man sich fragen, bei wem es kreiselt.
09:02
Herr Schüssler, es reicht! Wenn Sie nicht im Stadion waren schreiben Sie auch nichts darüber und wenn Sie da waren schreiben Sie bewusst Halb- bzw. Unwahrheiten!
Nicht die Fans behandelten Rafinha wie einen Bayern-Spieler sondern eine kleine Minderheit pfiif ihn zu Beginn der zweiten Halbzeit, während der weitaus größere Teil als Reaktion bei jedem Ballkontakt demonstrativ klatsche und sogar seinen Namen skandierte!
Es ist auch nicht unüblich auf Kommentare zu antworten!!
08:57
Herr Schüssler, was wollten Sie uns eigentlich mitteilen?
01:29
Dieses ekelhafte Geschreibsel ist keinen Kommentar wert. Die WAZ ist bereits beim Niveau der BLÖD gelandet.
01:27
Ja, ja die findigen Medien. Und der findige Herr Schüssler.............