Formel 1
Kommentar: Der neue und der alte Schumacher
14.03.2010 | 21:08 Uhr 2010-03-14T21:08:00+0100
Essen.Eine Formel-1-WM wird nicht an einem Tag entschieden. Sondern in Etappen. Anders als bei der Tour de France, bei der das Abschneiden auf dem ersten Teilstück nichts über den späteren Sieger verrät, gibt das erste Rennen sehr wohl Fingerzeige für den Saisonverlauf.
So zeichnete sich 2009 die Dominanz von Brawn GP und Jenson Button schon beim Auftakt ab. Zwar wurde sie in der zweiten Saisonhälfte gebrochen, aber da war es für die Konkurrenz bereits zu spät.
Auf eine noch rechtzeitige Verschiebung der Kräfteverhältnisse setzen diesmal Mercedes und Michael Schumacher. Nachdem das von weltweitem Trommelwirbel begleitete Comeback des siebenmaligen Weltmeisters in Bahrain mit Platz sechs – noch hinter seinem Teamkollegen Nico Rosberg – vergleichsweise unspektakulär, um nicht zu sagen: ernüchternd ausgefallen ist, bleibt den vermeintlichen Traum-Partnern nichts anderes übrig, als auf den Zeitfaktor zu setzen. So merkwürdig dies bei einem 41-Jährigen auch klingen mag.
Jedenfalls befeuert gleich das erste Rennen die seit Monaten schwelende Diskussion, warum sich Schumacher das angetan hat. Dass in den Reaktionen aus Italien nach dem Doppelsieg durch Fernando Alonso und Felipe Massa Genugtuung bis Schadenfreude herauszuhören ist, kann kaum verwundern.
Ob die in Deutschland ausgebrochene „Schumania“ womöglich schon wieder abflaut, noch bevor das ganze Sortiment der silbernen Schumi-Werbeartikel in den Ladenregalen liegt, hängt vor allem von Sebastian Vettel ab. Gestern verhinderte wohl nur ein Defekt, dass der Heppenheimer als strahlender Sieger den 19 Jahre älteren Rekord-Champion total in den Schatten stellte. Aber die Art und Weise, wie er – auch ohne Vollgas geben zu können – die silberne Konkurrenz in Schach hielt, bestätigt jene Experten, die Vettel mit dem jungen Schumacher vergleichen.
Erfüllt der 22-Jährige die hohen Erwartungen, stellt sich die Frage von allein: Wozu braucht ein Volk von Autofreaks, das einen „neuen Schumacher“ hat, noch den alten?

14:23
Monnomann,
was ist das denn für eine Erwartungshaltung, die hier aufgebaut wird? Erst mal die Kirche im Dorf lassen. Herr Schumacher ist, wie oben schon erwähnt, solide gefahren, wurde nicht überholt und ist fahrzeugtechnisch nun mal noch nicht am Zenit. PUNKT.
Als er 1996 zu Ferrari gekommen ist, hat es bis 2000 gedauert, bis er wieder Weltmeister wurde. Also, erst mal den Ball flach halten und schauen, was passiert. 4 Jahre wird Herr Schumacher zwar nicht mehr fahren, aber für Furore wird er noch sorgen. Auch wenn er „nur“ 2., 3., 4., 5., oder 6. wird.
14:00
Was gibt es da zu kritisieren, Schumacher ist doch kein Gott! Was mit dem Auto machbar ist, wird schon geschehen. Viele haben wohl vergessen, wie lange es nach seinem damaligen Wechsel zu Ferrari gebraucht hat, um wieder Weltmeister zu werden.
13:15
Ich fand es eher äußerst bemerkenswert, dass jemand, der vier Jahre weg war, gleich als 7. startet, 6. wird und also von keinem einzigen Auto überholt wurde. Ein Topstürmer schießt im ersten Pflichtspiel nach vier Jahren sicher nicht gleich 1, 2 Tore.... Aber das ist ja typisch Deutschland: Wenn Schumacher nicht sofort das erste Rennen mit 5 Minuten Vorsprung gewinnt, ist sein Comeback gleich Schwachsinn oder wie?
12:34
Na ja, er wurde immerhin 6. Als so richtig schlecht würde ich das Abschneiden jetzt nicht bezeichnen, eher solide. Die anderern Jungs können halt auch Auto fahren.
Dass er aus dem Stand wieder gaaaaanz weit vorne mitfahren würde, war doch eher unwarscheinlich.