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Kombinierer gehen leer aus, Gold für Frankreich

24.02.2013 | 16:39 Uhr

Die deutschen nordischen Kombinierer sind erstmals seit 2001 in einer WM-Staffel ohne Medaille geblieben.

Cavalese (SID) - Die deutschen Kombinierer sind nach einem Chaos-Springen erstmals seit 2001 bei einer WM-Staffel leer ausgegangen. Für das favorisierte Team mit dem WM-Dritten Björn Kircheisen, Tino Edelmann, Eric Frenzel und Fabian Rießle reichte es nur zum enttäuschenden sechsten Platz. Gold holte sich Frankreich um Einzel-Weltmeister Jason Lamy-Chappuis vor Norwegen und den USA.

"Die Enttäuschung ist riesig. Die Erwartungen, eine Medaille zu holen, waren schon groß", sagte der zwei Tage zuvor entthronte Weltmeister Frenzel (Oberwiesenthal): "Uns hat das Pech beim Springen verfolgt, wir haben alle ordentliche Sprünge gemacht, hatten aber leider nicht die Möglichkeit, das rüberzubringen." Auch Bundestrainer Hermann Weinbuch haderte mit den Bedingungen am Morgen: "Wir hatten mit Abstand den schlechtesten Wind von allen Nationen. Wir haben das extra ausgerechnet."

Nach dem Springen unter zum Teil irregulären Bedingungen war das deutsche Team nur von Rang sechs und mit einem Rückstand von 1:14 Minuten auf die zunächst führenden Japaner in die Loipe gegangen. "Das war völlig irregulär und hat uns heute gefressen", sagte Vizeweltmeister Edelmann (Zella-Mehlis). Wegen wechselnder Winde war der Wettbewerb mehrfach unterbrochen worden, die dritte Gruppe wurde sogar wiederholt.

Auf der Strecke versuchte das DSV-Quartett vergeblich, die fünfköpfige Spitzengruppe einzuholen. Zwar schmolz der Rückstand von zunächst 1:14 Minuten langsam, doch das reichte nicht. "Es war schwierig, alles alleine zu machen. Es ist ärgerlich, dass wir so einen schlechten Tag erwischt haben. Heute früh haben einige Leute ein paar Fehler gemacht", sagte Startläufer Kircheisen, der am Freitag im Einzel Bronze gewonnen hatte.

Die DSV-Mannschaft hatte bei Weltmeisterschaften zuletzt sechsmal in Folge die Silbermedaille geholt und war zuletzt 2001 im finnischen Lahti ohne Edelmetall geblieben. Den letzten Titel gab es 1987 bei der Heim-WM in Oberstdorf, damals gehörte der heutige Bundestrainer Hermann Weinbuch noch zu den Aktiven.

sid

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