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"Kleinkarierte Seele" - Zwanziger lässt Hoeneß-Kritik kalt

12.11.2012 | 12:20 Uhr
Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger.Foto: imago

Köln.  Der ehemalige DFB-Chef Theo Zwanziger hat im Konflikt mit Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß nochmals nachgelegt. "Über die Qualität von Meinung entscheidet in einer Streitkultur nicht allein Uli Hoeneß. Das lässt mich eiskalt", sagte Zwanziger.

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12.11.12: Der FC Bayern lässt sich auch von Frankfurt nicht stoppen, doch die spannenderen Themen lagen mit der Schlammschlacht von Uli Hoeneß und Theo Zwanziger sowie den Wechselgerüchten um Werder-Manager Klaus Allofs ohnehin abseits der Plätze.

Der ehemalige DFB-Chef Theo Zwanziger hat im Konflikt mit Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß nochmals nachgelegt. "Wenn Uli Hoeneß als Meinungsbildner in unserer Gesellschaft sich zum Beispiel über Frauen-Fußball so despektierlich äußert wie mit einer Bemerkung ´Wir reden jetzt mal über Fußball´, muss er erwarten, dass das auch einmal thematisiert wird. Wenn er sich deshalb so aufregt, tut er mir leid. Dann ist Hoeneß eine kleinkarierte Seele", sagte der 67-Jährige dem kicker: "Über die Qualität von Meinung entscheidet in einer Streitkultur nicht allein Uli Hoeneß. Das lässt mich eiskalt."

Hoeneß hatte am Samstag auf die Zwanziger-Kritik in dessen Buch reagiert und erklärt: "Dass Theo Zwanziger kein guter Präsident war, wusste ich schon lange. Dieses Buch wird ihn nach seinem mehr als peinlichen Rücktritt endgültig in die Isolation treiben."

Auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach ("Eigentlich ist jedes Wort zuviel, aber ich würde Uli Hoeneß nicht widersprechen"), der in einem WamS-Interview von seinem Vorgänger harsch kritisiert wurde, reagierte nochmals auf die Zwanziger-Vorwürfe, wonach er nur halbherzig das soziale Engagement betreibe. So sei der Besuch der Gedenkstätte in Auschwitz vor der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine "zu schnell abgetan" worden sei.

Armin Veh bringt kein Verständnis für Zwanziger auf

Dazu Niersbach in der Bild: "Wichtiger als die exklusive Wahrnehmung meines Vorgängers ist mir in diesem Zusammenhang das Dankesschreiben des Internationalen Auschwitz-Komitees an den DFB." Zwanziger hatte geäußert: "Wer etwas Soziales macht, sollte das tun, weil er sich wirklich verpflichtet fühlt. Das muss man sichtbar machen. Das ist vor allem Sache des Präsidenten."

Kommentar
Der Ex-DFB-Präsident als falscher Zwanziger

Als Nachfolger von Gerhard Mayer-Vorfelder war Theo Zwanziger mit einem Riesenbonus angetreten. Den hatte er bereits komplett verspielt, als er Anfang des Jahres zurücktrat. Mit seiner Autobiographie beschädigte er jetzt auch das Amt des DFB-Präsidenten. Ein Kommentar.

Kein Verständnis für Buchautor Zwanziger brachte Eintracht Frankfurts Trainer Armin Veh auf. "Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, wieso der ein Buch schreibt. Er ist Präsident des DFB gewesen. Jetzt bringt er Dinge daher, die geheim bleiben müssen. Wo kommen wir da hin?", sagte Veh bei Sky90, "man sollte schon fähige Leute da vorne haben. Man sollte die Klasse und Größe haben, dass sie nicht nachtreten, wenn sie aufhören. Das verlange ich von jemandem, der diese Position und dieses Alter hat. Was er hier macht, finde ich ganz, ganz schwach." (sid)



Kommentare
16.11.2012
13:28
Umsatzfördernd
von lightmyfire | #6

Die gegenseitigen Attacken dienen dazu, das viele das Buch kaufen sollen. Wer spricht noch über das "Lahm-Buch?"

12.11.2012
20:07
dfb
von buntspecht2 | #5

Gibt es beim DFB etwas zu verschleiern das die son getöse um Zwanziger machen ?

12.11.2012
17:56
uli h.
von laberrababer | #4

uli h. hat doch die weisheit mit löffeln gefr...... und wenn ihn einer kritisiert , keilt er aus. ich finde gut, dass jemand einmal den kleinen heimlichen herrscher der bayern kritisch gegenüber steht.
uli h. lässt doch dinge los da wird einem übel, da kann man gar nicht so viel essen wie man kotz... könnte.
andere trauen sich nicht

12.11.2012
17:13
"Falscher Zwanziger"
von 3009nico | #3

Um es mit Dieter Nuhr zu sagen: ....."einfach mal die ****** halten". Es ist eine der unerträglichsten Formen u.a. des Sports, dass jeder Beteiligte sich in Interviews oder Bücher äußern muß. Leider greift unsere Medienlandschaft den Schwachsinn auch noch auf (wie z.B. bei Lahm).
Nun auf der Zwanziger noch. Kriegt der nicht als ausgedienter Funktionär ne Rente vom DFB. Das sollte doch reichen. Und muß man ih dann noch in Sendung einladen damit dies verschandelte Papier auch noch wenigstens ein paarmal verkauft wird.

Wir wollen guten und erfolgreichen Fussball sehen, bei dem Rest siehe Dieter Nuhr!

12.11.2012
15:29
Veh sitzt im Glashaus
von creck | #2

Gerade Armin Veh muss große Töne spucken. Sein Verhalten gegenüber seinem alten Arbeitgeber HSV war ja ein Musterbeispiel für eine Instrumentalisierung der Medien für seine Zwecke.
Er war es, der vor einem vollbesetzten Stadion seine Spieler bloßgestellt hat, der gegen den eigenen Verein gekeilt hat.
Der Mann hat selber keine Manieren und sollte sich nun wirklich nicht über andere ereifern.
Nur weil er mit Frankfurt den Aufstieg geschafft hat, glauben jetzt alle, dass ihm die Sonne aus dem ...scheint. Hochmut kommt vor dem Fall.

12.11.2012
14:35
Veh
von Erbeck1 | #1

Herr Veh bringt das genau auf den Punkt ! !!

Diese ganzen Buchnummern stinken doch zum Himmel und ich stelle mir die dummen Käufer gerade mal bildlich vor - das können nicht gerade schlaue Leute sein , die solch einen "Dreck" lesen !

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