Klarer Vorlaufsieg: Deutschland-Achter wieder auf Kurs

Auf dem Rotsee zurück in die Erfolgsbahn: Der Deutschland-Achter hat beim Weltcup in Luzern mit einem souveränen Vorlaufsieg auf direktem Weg das Finale am Sonntag erreicht und alle Zweifel beseitigt.

Luzern.. "Diese Reaktion war wichtig nach dem leichten Formeinbruch zuletzt. Das war nicht gerade selbstverständlich", sagte Bundestrainer Ralf Holtmeyer erleichtert.

Das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) war mit einer gehörigen Portion Wut und einer gewissen Anspannung in das Rennen gegangen. Die Crew hielt dem Druck aber stand und fand zu alter Souveränität zurück. "Wir haben uns den Frust von der Seele gerudert", meinte Schlagmann Hannes Ocik (Rostock).

Beim deutlichen Start-Ziel-Sieg gegen Australien und Neuseeland diktierte der Europameister das Renngeschehen. Dabei war die deutsche Crew im Vergleich zum zweiten Vorlauf sogar dreieinhalb Sekunden schneller als der britische Dauerrivale.

"Die Zeiten sind zweitrangig. Der Vorlaufsieg war wichtig für unser Selbstvertrauen. Wir können sagen, dass wir es drauf haben", meinte Ocik. Am Sonntag tritt der Achter mit neuem Selbstvertrauen zur Revanche gegen Weltmeister Großbritannien an. Nach der Niederlage bei der Henley Royal Regatta liegen die Briten im direkten Jahresvergleich 2:1 in Führung.

Neben dem Flaggschiff präsentierte sich auch der Doppelvierer um Schlagmann Hans Gruhne (Potsdam) in starker Form. Die Mannschaft qualifizierte sich mit einem Vorlaufsieg über Neuseeland direkt für das Finale.

Insgesamt kam die deutsche Ruder-Flotte zu fünf Vorlaufsiegen. Mit Platz eins im Vorlauf vor Frankreich schob sich der Doppelzweier mit dem früheren Einer-Weltmeister Marcel Hacker (Magdeburg) und Stephan Krüger (Rostock) in den Favoritenkreis. Siegreich waren auch der Doppelzweier mit Mareike Adams/Julia Lier (Essen/Halle) sowie der leichte Frauenzweier mit Ronja Fini Sturm/Marie-Louise Dräger (Brandenburg/Rostock).

"Unsere Asse haben gestochen, aber die Konkurrenz schläft nicht", sagte DRV-Cheftrainer Marcus Schwarzrock.